Heft 
(1923) 32
Seite
74
Einzelbild herunterladen

74

-

schen Volkes war im ganzen Verlauf seiner Geschichte noch nie so ge­fährdet wie heute. Wissenschaft, Kunst und Bildung verkümmern, wenn nicht ein hinreichend großer Teil des Volkes mit vollem Bewußtsein den drohenden Gefahren entgegen wirkt. Die Kraft des einzelnen ist hier zu schwach. Ganze Massen müssen sich dem Andringen der von Tag zu Tag mit unheimlicher Geschwindigkeit wachsenden Not entge­genstemmen. Auch die Bestrebungen der Heimatpflege und des Hei­matschutzes leiden unter den ständig sich häufenden Schwierigkeiten. Zahlreiche Vereine in deutschen Landen haben bereits ihre Tätigkeit, ihre Sitzungen und sonstige Veranstaltungen einstellen müssen. meisten Zeitschriften sind eingegangen.

Die

Da ist es eine Freude festzustellen, daß unsere Brandenburgia sich bis jetzt auf voller Höhe halten konnte, ja daß ihre Mitgliederzahl und ihre Tätigkeit von Monat zu Monat gesteigert wurde. Das gewiß reich­haltige letzte Programm weist von August 1923 bis Januar 1924 14 Veranstaltungen( 6 Vortragsabende, 4 Museumsführungen, 2 Besichti­gungen und 2 Wanderfahrten nach Potsdam und Buckow) auf, und alle bisher erledigten Unternehmungen fanden unter zahlreicher Beteiligung statt. Beim letzten Vortragsabend war der große, prachtvolle Sitzungs­saal des Landeshauses fast bis auf den letzten Platz gefüllt, die Hei­matschutztagung in Buckow war glänzend besucht und die am 14. Ok­tober eingelegte Besichtigung der Ausgrabung auf dem Rohrwall bei Schmöckwitz hatte trotz erhöhter Fahrpreise weit über 100 Teilnehmer angezogen. So dürfen wir mit dem frisch pulsierenden Leben vollauf zufrieden sein. Auf der letzten Einladung konnten 94 neue Mitglieder gemeldet werden und seitdem stehen bereits wieder 43 Eintretende auf der Liste. An Beiträgen sind zu Beginn des Jahres 150 Mark und nachträglich( im August) 3000 Mark eingefordert worden. Was diese geringfügigen Summen mit dem Zuschuß der Stadt Berlin( 500 M.) und der Provinz( 1000 M.) bei einem Briefporto von 10 Milliarden und einem Brotpreis von 600 Milliarden( Mitte November) zu bedeuten haben, läßt sich leicht ermessen. Es wäre ganz unmöglich gewesen, auch nur die notdürftigsten Ausgaben zu decken, wenn die Opferwilligkeit einer gro­Ben Zahl von alten und neuen Mitgliedern nicht freiwillige Beiträge zur Verfügung gestellt hätte, die es ermöglicht haben, alle Kosten zu bestreiten. Auch das Papier für die nächsten Einladungen ist bereits bezahlt.

Darüber hinaus sind von Mitgliedern und Freunden der Branden­burgia für die Ausgrabungen auf dem Rohrwall Mittel gestiftet wor­den, die aus öffentlichen Geldern nicht hätten aufgebracht werden kön­nen. Die Teilnehmer an den Seminarübungen im Märkischen Museum haben außerdem ihre Arbeitskraft bei dieser Ausgrabung zur Verfü­gung gestellt, wofür ihnen wie den Stiftern der Mittel für die Ausgra­bung und denen, die für die Brandenburgia erhöhte Beiträge geleistet hahen, auch an dieler Stelle herzlich gedankt sei. Eine Liste der freundlichen Spender wird gelegentlich der Abrechnung veröffentlicht werden.

Austritte sind trotz der Not der Zeit bisher so gut wie gar nich erfolgt. Die wirtschaftlich Stärkeren sind für die übrigen in wirksam­

ste Pfl

de

sie

be

las

B

"

ge

er

He

( 1. Di

lic

zu

str

ei

un

K

zu

ve