Heft 
(1924) 33
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Danewitz, Ober- Barnim.

Bronzezeitliche Siedlung in einem Kiefernwäldchen unmittelbar am Langerönne- Fließ. Den ersten Scherben in einem Wurzelloch am Wege; dann viele Reste in großem Umkreis, jedesmal in 30-40 cm Tiefe. An verzierten Resten: schmale Rillen, einfache unregelmäßig eingeritzte Linien, rundliche Vertiefungen( Dellen), mit Halm oder Federpose flach eingestochene kleine Ringe, gedrehter Rand, Henkelstücke. Lehmbrocken ohne Strohbeimischung. Feuerstein mit Gebrauchsspuren.

Ladeburg, Ober- Barnim

Bronzezeitliche Siedlung auf einer bewaldeten Höhe 500 m nordöstlich von dem bekannten Gräberfeld an der Hell- Mühle". Brandgeschwärzte, zermürbte Steine auf dem grasbewachsenen Wald­boden wiesen zur Spur einer vorgeschichtlichen Herdstelle, die in 40 cm Tiefe freigelegt und photographiert wurde. Auf dem Herd Scherben mit Rillen, flachen Fazetten und gedrehter Rand".

An einem kleinen Anschnitt am Rande derselben Höhe, dem Rüdnitzer Fließ gleichlaufend, eine schwache Kulturschicht, enthaltend Scherben mit Rillen, Lehmbrocken, prismatisches Messerchen und Holzkohle. Hier könnten beide Beobachtungspunkte die gleiche Siedlung betreffen.

Cöpenick.

Auf der Höhe der Müggelberge unmittelbar am alten Müggelturm bronzezeitliche Gefäßreste in großer Zahl: Gleichmäßig bräunlich rote Färbung, feiner Ton, hartgebrannt. An Verzierungen: Hohlkehle und Rillen, Henkelstücke.( Wie sich herausstellte, war völlig unabhängig hiervon die gleiche Beobachtung schon vorher von Herrn Dr. Sprockhoff gemacht und dem Märkischen Museum mitgeteilt worden. Früher schon von Friedel.)

Wilhelms a u, Nieder- Barnim.

Von einer steinzeitlichen Siedlung am Rande des Spreetales, die dem Märkischen Museum bereits durch Funde bekannt war, stammt ergänzendes Material. Gefäßreste mft Tiefstich( Bruchstück eines Trichterrandbechers). Ferner 8 querschneidige Pfeilspitzen in Form eines kurzen Trapezes. Kernstücke, Kernkratzer, Späne und Klingen. Etliche kleine formlose Stücke mit Randbearbeitung.

Strausberg, Ober- Barnim.

Siedlungsspuren auf dem Ostrande des verlandeten Teiles des Stienitz- Sees an einer kleinen Erosionsschlucht. Zahlreiche vorwendische Gefäßreste; kräftige rotbraune und dünne schwarze von feiner Struktur. Auf einer der baumbestandenen Inseln des ehemaligen Sees an einem Anschnitt dunkle Kulturschicht und Scherben unterhalb derselben. Desgleichen finden sich Siedlungsspuren am alten Chausseehaus auf dem Wege nach Hennickendorf am Wiesenrande auf stark zerwühltem Boden zwischen Gras und Kraut: Feuersteinsplitter und unverzierte, anscheinend vorwendische Scherben; doch zeigt das einzige verzierte Stück schwachgezogen deutlich die wendische Wellenlinie.

Straupitz, Kr. Lübben.

Bronzezeitliche Siedlungsspuren auf einer waldbestandenen Kuppe eine Wegstunde südlich Straupitz. Die ersten Scherben auf dem mit

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