S
י
1
g
г
.
1
1
d
1
1
e
1
e
d
r
S
93
dichtem Graswuchs bedeckten Waldboden an einem Fuchsbau; weitere am Rande der Erhebung auf einem flach in die Wiesen auslaufenden beackerten Geländestreifen. Außer vielen unverzierten und glattrandigen solche mit Fingernageleindrücken und mit breiter Hohlkehle; Lehmbrocken. Tastversuche auf der bewaldeten Höhe ergaben Scherben in 20 cm Tiefe innerhalb einer schwach hellgrauen Kulturschicht. Dieser Platz liegt in unmittelbarer Nähe der berühmten" Straupitzer Eichen“.
Mühlendorf, Kr. Lübben.
Bronzezeitliche Siedlungsspuren am Fuße des Mühlenberges auf einem flach in die Wiesen auslaufenden Geländebogen. Viele Gefäßreste: schmale und breite Hohlkehlen, Fingernageleindrücke, gedrehter Rand. Prismatisches Messerchen mit Randbearbeitung, Kernstücke, Lehmbrocken. Biesenthal, Ober- Barnim.
Als Fundplatz von Geräten ist zwar der Heidenberg seit langem bekannt; doch scheinen bisher Typen nicht beobachtet zu sein. Als in dem von mir und Herrn Gallaun 1920 an jenem Platze gesammelten Material Herr Dr. Hohmann auch ausgesprochen mikrolithische Typen erkannt hatte, bestätigte ein gemeinsamer Besuch das Vorkommen dieser Formen, so daß nunmehr allein an solchen 23 längsschneidige Pfeilspitzen in Dreiecks- und Segmentform vorliegen, in der Länge von 21 cm bis herunter zu 7 mm. Ferner 8 querschneidige Pfeilspitzen in Form eines kurzen Trapezes, 5 schmale Messerchen mit Einkerbung am unteren Ende, der obere Teil abgebrochen. Späne und Klingen mit Gebrauchsspuren, flache Schaber mit Randbearbeitung, Kernstücke. Unter den unverzierten Scherbenbrocken solche mit Nuppen.
Biesenthal, Ober- Barnim.
Eine ausgesprochene„ Feuersteinschlagstätte" befindet sich auch auf den Höhen 1 km südlich der Stadt. Außer dem üblichen Material an Spänen, Splittern, Schabern und Kernstücken an Formen: 1 Schrägstichel, 1 Messer mit zugeschlagenem Rücken. Und im besonderen 4 längsschneidige Pfeilspitzen in Dreiecks- und Segmentform.
Kremmen, Ost- Havelland.
Steinzeitlicher Siedlungsplatz auf Flugsandgelände am Luchrande mit typischen Geräten und Resten von Keramik: Klingen und Spitzen bis zu 9 cm Länge, teils mit Schäftungs- und Gebrauchsspuren. Messer, Schaber, Kernstücke. An typischen Stücken: 9 längsschneidige Pfeilspitzen, 2 Angelhaken mit geschlagenem Rücken, 1 Schrägstichel, 1 Messerchen mit Randdengelung und Einkerbung. Neben vielen unverzierten auch schnur- und schnittverzierte keramische Reste.
Hammer, Nieder- Barnim.
Am Nordufer des Treptow- Sees auf Brachland frühmittelalterliche Scherben. Das Material ist hier so reichhaltig, daß es nicht von anderen Stellen beim Ackern hierhergeschafft sein kann, sondern daß vielmehr hier oder in unmittelbarer Nähe eine Siedlung anzunehmen ist. Durchweg die übliche graublaue Keramik mit Gurtfurchen und scharfem Randprofil mit fast rechtwinkligem Umbruch.
Dagegen finden sich vereinzelt unverzierte vorwendische Scherben von dieser Fundstelle an fast ununterbrochen bis hin zum bronzezeitlichen Gräberfeld nördlich vom Kuhpanz- See.