Heft 
(1924) 33
Seite
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Radinkendorf, Beeskow- Storkow.

Aehnlich reichhaltig wie bei Hammer sind frühmittelalterliche Reste am Spreerand südlich von R. Graublaue Ware mit Gurtfurchen und scharf- profiliertem Rand. Seltener hellfarbige mit Innenglasur.

Oegeln, Beeskow- Storkow.

Oestlich vom Dorf durchschneidet der Fahrweg eine Düne. In dem dadurch entstandenen Profil dunkle Stellen und in diesen Herd­steine und Holzkohle. Auf der Düne frei im Sande: Späne, Splitter, Kernstücke, Schaber. 2 längsschneidige Pfeilspitzen, 2 Messerchen mit geschlagenem Rücken. Unverzierte Scherbenbrocken.

Oranienburg, Nieder- Barnim.

Spuren einer La Tène- Siedlung auf einer flachen Erhebung nörd­lich von Oranienburg. Als Oberflächenfunde viele Reste mit deutlich ausgeprägter Korbverzierung" und einer Art Punktlinie". Rand ohne Profilierung. Außer diesen ziemlich rohen Stücken von brauner Färbung auch Reste von hartgebrannten dünnwandigen tiefschwarzen Gefäßen. Ein Spinnwirtel. Tonschlacke.

Münchehofe, Kr. Lebus.

Eine mir seit 1914 bekannte Feuersteinschlagstätte" auf Flug­sandgelände bietet ein typisches Bild: über 200 Späne und Klingen von 2-8 cm, vielfach mit Schäftungs- und Gebrauchsspuren, darunter eine Reihe Spitzen". Kernstücke. Feste Retusche nur an wenigen Stücken: ein Federmesserchen mit zugeschlagenem Rücken, 3 lanzett­liche Spitzen mit Schaftangel( etwa in der Form der Stielspitzen" des Solutréen). Kratzer und Schaber. Ein Dutzend formlose Stücke mit ganzer oder streckenweiser Randbearbeitung. Diese Schlagstätte macht einen recht altertümlichen Eindruck. Auffallend ist dabei auch, daß sich trotz aufmerksamster Bodenbeobachtung im Bereich der Schlagstätte wie in deren nächster Umgebung nicht die geringste Spur von Keramik gefunden hat.

Paarsteinwerder, Kr. Angermünde.

Wendische Siedlung mit einer Fülle verschiedenartiger typischer Verzierungen bis zu vereinzelten Gurtfurchen. Glatter und schwach­profilierter Rand. Reste von besonders groben, dickwandigen Gefäßen. Lehmbrocken mit Strohabdrücken.

Königsberg, Neumark.

Siedlungsspuren auf dem Bienenwerder" am Rande der Wiesen. Viele unverzierte vorwendische Scherben. Nur einige Feuersteinspäne, dagegen 6 ansehnliche Kernstücke. Stellenweise Brandspuren im Boden.

Boberow, West- Prignitz.

Am Westausgang des hochgelegenen Dorfes, am Rande der Höhe, ist der Boden durch Abfahren von Sand stark zerklüftet. Um den Ab­hang zum Rambower See hinunterzusteigen, springe ich in eines dieser Sandlöcher und stehe auf einer vorgeschichtlichen Herdstelle, 1 m unter Grasnarbe. Kopfgroße und kleinere Steine, alle vom Feuer

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