Heft 
(1926) 35
Seite
47
Einzelbild herunterladen

47

Kleine Mitteilungen.

Mundart um 1870 in Barnewitz und marzabn ( nördlich von Brandenburg a. H.)

von R. Scharnweber- Berlin.

Suse, Karlineken, Suse,

Dine Mutta is nich tu Huse. Wo is se denn man hinnejohn? Se helft de Köcksche Botta schlohn. Wat wird se uns woll mettbringen? En suren Kalweskopp,

Js met grote Rosin gekokt. Henseken sang, Henseken sprang, Korte Beenekens sin nich lang.

Schlop, Kindken, schlop, Din Vota hiet de Schop,

Dine Mutta hiet de Lemmelein, Schlop, Kindken, schlop doch ein, Schlop, Kindken, schlop.

Mundart um 1870 in Gebren, Kreis Luckau von R. Scharnweber Berlin.

=

Ein Bauer ging zum Advokaten, zum klügsten in der ganzen Stadt. Vorn trug er einen Schöpfenbraten und hinten einen Kopfsalat.

Er klopfte an und sprach Hollá!"

Herein", erscholl's, wer ist denn da?" Er öffnet nun die große Pforte

xxx

zum Tempel der Gerechtigkeit:

Jott jries Off!" waren seine Worte,

X

Schön Dank", sprach jemand ziemlich weit. Und in dem Augenblicke kam

79

ein langer Mensch, der etwas lahm. Setz er sich nieder doch, mein Lieber, was bringt er mir denn noch so spät?" Me soatn unse kluge Wieba: Nemmt Off wat mätt, wenn Ji hinjeht. Doa packt ick min'n Queasack in, hi vonne hoaick Fleesch, hi Sallat drin.

x x

Min Noppa hoatt vun min'n Acka ene janze Schtrepe mäjjepliet.

Jck Bankte mich schonn met den Racka,

x x

he soate: Hiens, dat jeht so wiet.

Jck hoan aba jlich jesoan, ick were jehn un em vakloan. Drum bin ick nu hihea jejehn, Ji sollt mich allet schriew'n upp.