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nehmer gewiß Hilfe und Beistand in gemeinsamen Nöten in genossenschaftlicher Form.
Zunächst erscheinen diese Nopporschaften ihrem Ursprung nach wendisch, aber das Wort selbst und die Ueberlegung, daß die Töpferei in der Lausitz vor der Wendenzeit eine hohe Blüte hatte, wie unsere Urnenfriedhöfe zeigen, läßt die Frage offen, ob die Wenden nicht diese Nopporschaften von der restlich gebliebenen germanischen Bevölkerung übernommen haben.
1. Der Hamster in der Mark. Unter diesem Titel hat Hilzheimer im 32. Jahrgang der Brandenburgia, 1923, p. 33-36, eine Uebersicht über die Verbreitung des Hamsters in der Mark gegeben. Ich kann den dort genannten Fundortsgebieten ein weiteres hinzufügen: Der östliche Ausläufer des Ländchens Bellin, auf dem das Dorf Linum liegt, und der als schmaler Höhenrücken die beiden großen, hier schon sehr nahe aneinandertretenden Luche, das Havelländische und das Rhin- Luch, trennt. Das Gebiet liegt also wieder im Havelland, aus dem der Hamster schon vielfach nachgewiesen ist. Eines Mittags beobachtete ich am Horsten- Damm, nur wenig südlich von Linum, einen, der sich an einer steilen Böschung in einem seitlich teilweis Auch anderweit offenen Gang ganz gemächlich zu schaffen machte konnte man in diesem ausgedehnten Feldgelände Hamsterlöcher antreffen. Einen überfahrenen und zermalmten, aber noch frischen Kadaver fand ich auf der Landstraße zwischen Linum und Dorotheenhof. Die Feststellungen fallen schon in eine weiter zurückliegende Zeit, in die Jahre 1909-1916, in denen ich diese Gebiete, hauptVermutlich ist der sächlich die Luche, alljährlich oft besuchte. Hamster auch noch an anderen ihm zusagenden Stellen in diesem sich aus den Luchniederungen emporhebenden Ländchen Bellin aufgetreten.
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Bezüglich seines Vorkommens in den nördlich- nordwestlichen Kreisen der Mark möchte ich noch hinweisen auf die Arbeiten von Clodius und Gundlach über die Verbreitung des Hamsters in Mecklenburg und den Nachbargebieten, in: Archiv des Vereins der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg, 56. Jahr( 1902), p. 198 bis 201; 62. Jahr( 1908), p. 157-162; 63. Jahr( 1909), p. 110-111. Es werden darin auch nähere Mitteilungen für die Mark, und zwar die Uckermark( Kreise Prenzlau und Templin), den Kreis Ruppin und die Prignitz gegeben. So führt z. B. Clodius an, daß Ham pe als Inspektor auf Gut Treskow bei Neu- Ruppin schon in den Jahren 1862-1865 Gelegenheit hatte, die Hamster kennen zu lernen"( Zuckerrübenbau). Auch die weiteren in diesen Veröffentlichungen genannten Fundorte jener Kreise vervollständigen noch das Bild der Verbreitung, sodaß nun aus der ganzen Westhälfte der Mark bis herauf nach Mecklenburg zahlreiche Wohngebiete des Hamsters bekannt sind.
Schon vor einiger 2. Märkische Volksnamen des Regenworms.- Zeit hatte ich inverfolg anderer Untersuchungen eine Reihe Volksnamen gesammelt, die im Berliner Gebiet für den Regenwurm gebräuchlich sind und nachstehend aufgeführt werden:
1. Pieresel
2. Pieräsel
4. Pieraas 5. Pieras
3. Piereser
6. Pieratz
7. Pieratze 8. Pieratzen 9. Pijatz
10. Piermade 11. Taumade 12. Made