21. (8. außerordentliche) Versammlung des XVII. Vereinsjahres.
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Stelle hinwiese. Es ist erstaunlich, wie viele Gedichte er hinterlassen, viele beziehen sich auf märkische Natur und Volksgeschichtliches.
Endlich bringe ich noch die angenehme Mitteilung, daß der Entschlafene der Brandenburgs 2500 Mark vermacht hat, auch werde ich mit gütiger Zustimmung des Erben, Herrn Rentner Adolf Bolle, den wir öfters in unserm Kreise als Gast begrüßt, eiue große Anzahl von Büchern Carl Bolles unserer Bibliothek zuzuweisen, in der angenehmen Lage sein.
Beerdigt ist unser Carl Bolle auf dem Matthaeikirchhof, sein Freund, unser Mitglied Prediger Dr. Max Ruuze hielt die Grabrede.
Wie die Brandenburgia den Verewigten hierbei durch eine zahlreiche Deputation und einen prachtvollen Kranz geehrt hat, so wolle die Versammlung sich heut zum Gedächtnis unsers lieben Freundes und Mitgliedes von den Sitzen erheben.
(Dies geschieht. Das Dankschreiben des Herrn Adolf Bolle, welcher der Brandenburgia beizulreten wünscht, wird verlesen.)
X. U. M. Herr Offermann, dessen Rückreise nach Shanghai ich in letzter Sitzung mitteilte, hat eine hübsche Ansichtspostkarte aus Colombo, Insel Ceylon, Inneres des Felsentempels Sigiri mit freundlichen Grüßen an uns eingesendet.
XI. Ernst Friedei, Stadtältester von Berlin. Zu meiner Ernennung zum Stadtältesten von Berlin sind mir aus den Kreisen der Brandenburgia seit mehren Wochen und insbesondere heute so viele Glückwünsche zugegaugen, daß ich diese Gelegenheit ergreifen muß, öffentlich und allgemein hierfür zu danken, da ich nicht im Stande bin jedem Einzelnen meinen tief empfundenen, herzlichsten Dank auszusprechen.
Viele von Ihnen wünschen die mir, außer einer Glückwunschadresse, überreichte bronzene Plakette zu sehen, ich habe sie deshalb mitgebracht und Herr Buchholz wird sie nachher (zu Nr. XXVI) besprechen.
C. Naturgeschichtliches und Technisches.
XII. Mitteilungen des Fischerei-Vereins für die Provinz Brandenburg. Vorsitzender unser zweiter Vorsitzender Herr Geh. Justizrat Uhles. Enthalten, wie sie ersehen, in Heft 7 die Verhandlungen des 1. Brandenb. Fischereitags ain 9. Dezember v. J. Hierin u. a. von u. k. Mitglied Professor I)r. Eckstein wichtige Referate und Gutachten über Fischereigerechtigkeiten und den Wassergesetzentwurf.
Noch einmal lege ich das bereits in der Januarsitzung überreichte lieft 6 vor, wegen I)r. Max Samter’s höchst wichtigen Aufsatzes: „Märkische Seen in Areal und Maximal-Tiefe“. Darnach hat die größte Tiefe der Stechlin (Abfluß zur oberen Havel)