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3. (1. ordentliche) Versammlung des XVIII. Vereinsjahres.
Bericht des Schatzmeisters über das Jahr 1908 09.
Die Zahl von 353 Mitgliedern im Jahre 1907/08 hatte sich durch schmerzliche Verluste schon bis zum Schlüsse des Jahres auf 340 vermindert. Nachdem diejenigen „ordentlichen“ Mitglieder, deren Beiträge nicht einziehbar waren, laut Statut gestrichen waren, belief sich die Anzahl der Mitglieder auf 344 am Ende des Jahres 1908/09. Unser Verlust ist danach 9 Mitglieder.
Die Einnahmen im letzten Jahre weichen in der Summe nur um 2 Mk. vom Anschläge ab. Nach Eingang der Rückstände aus dem Vorjahre sind für Beiträge 48 Mk. mehr, aus dem Verkauf von Heften und Medaillen 46 Mk. weniger eingenommen. Die Abrechnung der Druckerei für verkaufte Hefte konnte nicht mehr in den Abschluß einbezogen werden, sie hat jedoch den Betrag von 187 Mk. ergeben. Wir haben darin ein erfreuliches Zeichen zu erblicken, daß auch außerhalb unserer Gesellschaft die Publikationen Interesse gefunden haben. Stärker sind die Schwankungen auf der Ausgabeseite; weniger als der Etat anwies, ist verausgabt bei den Titeln für Lokal 20 Mk., Porti 61,76 Mk., Bürokosten 47,85 Mk., Wanderversammlungen, Projektionen, Stiftungsfest 6,40 Mk. Gänzlich ohne Verwendung blieben 100 Mk. für die Bibliothek (Einbinden der 'zahlreichen Broschüren und Hefte). Diese Summe aber tritt dafür doppelt in dem neuen Etat auf. Überschritten wurde die angesetzte Summe bei Titel Remunerationen um 77,50 Mk. und für Kränze um 10,50 Mk. Am schwersten in seinen Ansprüchen zu schätzen ist der Titel: Druckkosten, infolge seiner Eigenart. Ich bin nicht in der Lage gewesen, die am 1. April fällige Rechnung zu begleichen, bis zum 1. April waren 306,57 Mk. weniger ausgegeben, die letzte Rechnung jedoch beläuft sich auf 1069,54 Mk., der ein Barbestand von 532,11 Mk. gegenübersteht.
Für das neue Jahr steht uns die Auszahlung des uns durch unser verstorbenes Mitglied Dr. Bolle hinterlassenen Kapitals von 2500 Mk. in Aussicht, dessen Zinsen den Zwecken der Brandenburgs dienen werden, während das Kapital selbst als Stiftung erhalten werden wird; Unser Kapitalbesitz erhöht sich dadurch auf 12400 Mk., deren Zusammensetzung im Etat für 1909/10 spezifiziert ist. Für das Komitee, das unsere Stiftungsfeste bisher geleitet hat, muß ich die bedauerliche Bemerkung machen, daß uns die Finanzlage nötigt, die Zuwendung für das Fest erheblich einzuschränken. Läßt sich jedoch gegen das Ende des Jahres ein günstigerer Abschluß als heute erwarten, so wird sich der Vorstand nicht weigern, zu einem freundlichen Abschluß der Arbeiten durch Gewährung von Mitteln beizusteuern.
In folgendem gebe ich den