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1!). (7. ordentliche) Versammlung des XVI. Vereinsjahres.
durch die Sammlung der Volkstrachten in der Fläming-Gegend, durch die vielfachen Denkmäler, die er auf den Schlachtfeldern von Dennewitz
und Niedergörsdorf errichtet hat und durch daselbst befindliche Schlacht- Museum.
XII. Unser M. Herr Stadtverordneter Wilhelm Gericke feierte am 19. Januar 1908 seinen 70. Geburtstag; was u. M. für die Stadt Berlin, insbesondere für den Stadtteil Moabit getan hat, ist bekannt und wird in der Stadtgeschichte Berlins verzeichnet werden. Ich lege Ihnen außer dem Prolog zum Festkommers vom 20. d. M. ein auch heimatkundlich interessantes Gedenkblatt vor, da? das unscheinbare ländliche Geburtshaus unseres Freundes auf den damaligen Pulverwiesen zeigt, ferner sein jetziges Wohnhaus Alt-Moabit 13, einen Plan des Stadtteils 1861 im Jahre der Eingemeindung nach Berlin und eine Ansicht von Moabit nördlich der Turmstraße vom Jahre 1877. Ich habe Namens der Brandenburgia Glück gewünscht.
XIII. U. M. Herr Prediger Dr. Max Runze feierte am 17. Dezember v. J. sein fünfundzwanzigjähriges Jubiläum als Geistlicher an der St. Johanniskirche zu Moabit.
Eingeleitet wurde der erhebende Festakt durch den selbstverfaßten und schön vorgetragenen Prolog des Frl. Adelheid Sachs, Tochter unseres Mitglieds, Nichte des Stadtverordneten Louis Sachs und Schwägerin des Reichstags-Abgeordneten Dr. Wieiner. Superintendent Frädrich beglückwünschte mit den Geistlichen der Gemeinde den Jubilar mit warmen Worten; mit ihnen erschienen die Abordnungen der kirchlichen Körperschaften des Moabiter Krieger Vereins, des Vereins ehern. Kameraden des 2. Grenadier-Regiments, der Generalleutnant z. D. von Weiber, für die Brandenburgia Geh. Regierungs- und Stadtrat Friede], Stadtverordneter Gericke, Deputationen des Moabiter Veteranen-, des Handwerker-Vereins u. a. m. Die Johannisgemeinde veranstaltete eine besondere Feier in den Hohenzollernsälen. Es fand ein Konzert statt, bei dem verschiedene Kapellen, Gesangvereine und namhafte Solisten, daruntei Fiau Luise Klosseck-Müller, Cellist Bernh. Schmidt, Hofschauspieler Paris und Frl. Helene Paris mitwirkten. Pfarrer Nithack-Stahn von der Kaiser Wilhelms-Gedächtniskirche feierte in geistvoller Ansprache den Jubilar, dessen Lebensbild er entwarf als eines modernen Theo ogen im guten Sinne des Wortes, der allezeit den Grundsätzen eines geistig vertieften Christentums treu geblieben und den Glauben mit dem 1,1 harmonischen Einklang gebracht habe. Der Redner wies auch aut die bekannte Tätigkeit Dr. Runzes als Balladenforscher hin, der in 17 Banden Amtliche Balladen und Gesänge von Karl L°ewe 'her;ausg^e en a Nach Herrn Nithack-Stahn sprachen Professor Dr. o er un . Johannes Bolte. Zum Schluß beleuchtete der Ausschußvorsi zen bahnsekretär Mittendorf aus innigem Dankgefuhl heraus ie J