Bücherschau.
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können hier bei weitem nicht so deutlich sein als dort, und vor allem werden die Grenzlinien an der Oberfläche fast überall verwischt sein. So viel ist aber klar: es sind einige tektonische Linien festgestellt worden, deshalb werden sich auch noch weitere finden. Ein Teil dieser Störungen wird auch in die Zeit der Eisbedeckung fallen, und diese werden noch schwieriger zu konstatieren sein, weil das plastische Eis sofort die Differenz ausgeglichen haben wird. Endlich aber darf man auch nicht zu viele tektonische Linien erwarten, da im Vergleich zu den alten Gesteinen Mitteldeutschlands die Zeit für die Eingriffe in Norddeutschland zu kurz war.
Gegen den Schluss des Buches findet sich eine Tabelle über die Gliederung der norddeutschen Quartärbildungen. Wir bringen im folgenden das Wichtigste und für die Mark bezügliche aus derselben.
• Postglazialzeit (Jungquartär).
a) jüngere: Buche- und Erle- (Mya-) Zeit, Rezente Fauna und Flora.
b) ältere: Eiche- (Litorina-) Zeit.
Birke-, Kiefer- (Ancylus-) Zeit.
Die Eiszeit in ihren verschiedenen Phasen.
Spätglaziale Phase.
Dryas- (Yoldia-) Zeit: Fauna und Flora noch durch die subarktischen Verhältnisse beim Rückzug des Eises beeinflusst.
Dritte Vereisung.
a) Abschmelzperiode: Endmoränen und Sandbildungen; Thalsand und
Terrassen; Asar, Karnes, Geschiebesand, Löss.
b) Inlandeisbedeckung. Oberer Geschiebemergel (Grundmoräne) sub
glaziale Sande und Grande, beim Herannahen des Eises vorgeschüttete fluvio-glaziale Bildungen.
Zweite Interglazialzeit.
Fauna der grossen diluvialen Säugetiere: Rixdorf.
Interglaziale Torflager: Lauenburg a. E.
Schichten mit Süsswasserkonchylien: Alt-Geltow b. Potsdam, Valvaten- und Ostrakodenmergel und -sande bei Frankfurt a. 0., Werder, Korbiskrug.
Marine-Bildungen.
Zweite Vereisung.
Unterer Geschiebemergel. (Grundmoräne), oft in mehrere durch Sand getrennte Bänke gespalten. Fluvioglaziale, grandige, sandige und thonige Sedimente beim Vorrücken und Rückzug des Eises