346
14. (6. ordentliche) Versammlung des X. Vereinsjahres.
grab von Seddin, welches allmählich die ihm gebührende literarische Runde durch die Litteratur des Erdballs antritt, behandelt Walther Specht novellistisch. Wenn der Yerf. den Tod des Volkskönigs ins Jahr 450 v. Chr. versetzt, so irrt er allerdings gewaltig, da Kenner wie Montelius und Kossinna sich für eine viel ältere Zeit (950 bis 1000 v. Chr.) entschieden haben. — Im übrigen wünschen wir den Herausgebern besten Erfolg.
9. Die Vereinigung der Saalburgfreunde W. 15, Uhland-
strasse 56, unterzeichnet: Der Vorstand i. A. P. Schulze, Major a. D/ sendet das aus sechs Vorträgen bestehende Winterprogramm ein. Dre* Provinz Brandenburg ist in letzterem nicht vertreten. /} f t
10. „Deutsche Burgen und Schlösser“ betitelt sich ein 61 S. kl. fol. langer Aufsatz, welcher den Eingang zu der Agenda Rudol Ilertzog für 1902 bildet. Der Artikel ist auf das beste mit schöne Abbildungen geziert und umfasst u. a. an Burgen: die unserem Kaise geschenkte Hohkönigsburg im Eisass, die Marienburg an der Nogat, die Meissener Albrechtsburg, die zu No. 9 erwähnte Saalburg bei Homburg vor der Höhe u. s. f. An Schlössern: das Grossherzogliche Schloss zu Schwerin, Rheinsberg, Sans-Souci, das Neue Palais zu Potsdam und das Berliner Schloss. Eine solche Popularisierung der Heimatkunde in der Agenda kann man sich gern gefallen lassen; der Jahrgang 1902 bildet in dieser Beziehung eine ansprechende Fortbildung des jetzigen Jahrganges, der eine malerische Schilderung der Spree von der Spree bis zur Einmündung in die Havel, wie in der Brandenburgia seiner Zeit erwähnt, enthält.
11. Der Münzensammler. Bearbeitet von Dr. Hans Bren- dicke. 3. Aufl. mit H3 Abbildungen. Stuttgart, Berlin, Leipzig, Union Deutsche Verlagsgesellschaft. An die bereits vorhandenen Taschenbücher für die Jugend, herausgegeben von der Redaktion des Guten Kameraden, reiht sich das vorliegende Büchlein, welches ich nicht zu besprechen wagen würde, wenn es sich nicht auf Anfänger, zu denen ich in der Numismatik auch gehört habe, bezöge. Ganz systematisch ordnet sich der Stoff in das Miinzwesen im allgemeinen, dem eine längere geschichtliche Entwickelung folgt, wonächst einzelne Gebiete — wie Brandenburg — die uns am nächsten liegen, besonders besprochen werden. Schliesslich wird das Sammeln der Münzen gelehrt und das litterarische Zubehör aufgeführt. Das Werkchen in bequemem Taschenformat kann für alle Anfänger, insbesondere auch als recht nützliches Geschenk für den Weihnachtstisch, bestens empfohlen werden.
12. Neue Funde von Berlins weiterer Umgebung aus der merovingischen Epoche.