14. (5. ordentliche) Versammlung des X. Vereinsjahres.
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logischen Sammlungen entsprechend unterzubringen, wozu, um die Verlegenheit aufs äusserste zu steigern, noch schöne vorgeschichtliche, ethnologische und technologische Sammlungen verschiedener Art kommen. Hier sollte wirklich die Königliche Regierung und die Städtische Behörde helfend ein springen.
c) Plan zur Sclilacht bei Kunersdorf Sonntag den 12. August 1759. Herausgegeben vom Historischen Verein für Heimatkunde zu Frankfurt a. 0. Zerfallend in einen allgemeinen Übersichtsplan und in eine Detail-Darstellung der berühmten Örtlichkeit.
7. 19 neue Ansichtskarten von Pankow, Nieder-Schön- hausen, Schönholz, Mühlenbeck, Schönerlinde, Rosenthal und Französisch-Buchholz von u. M. Herrn Gustav Lackowitz dem Märkischen Museum gestiftet, lege ich zur Augenweide vor. Die betreffende Sammlung des Märkischen Museums beläuft sich bereits auf 4- bis 5000 Stück berlinische und brandenburgische Postansichtskarten, ohne natürlich entfernt auf Vollständigkeit auch nur für die Vergangenheit (von der Gegenwart nicht zu sprechen) Anspruch erheben zu können; teilte uns doch bei der Pflegschaftsfahrt des Märkischen Museums am 29. September d. J. nach Rathenow ein dortiger Sammler mit, er habe von Rathenow, Stadt und nächster Umgebung, bereits 410 verschiedene Ansichtspostkarten gesammelt.
8. Der Ilavelbote. Jahrbuch für das Gebiet der unteren Havel auf das Gemeinjahr 1902. Herausgegeben von Friedrich Johnsen und Walther Specht. Zwei Lehrer haben sich hier zu- sammengethan und sagen: „Die Liebe zur Heimat zu pflegen, soll der Hauptzweck dieses Büchleins sein. In Schilderungen, Sagen, Erzählungen aus den Stammlanden der preussischen Monarchie, dem Havellande, der Altmark, der Prignitz, der Zauche, soll es dir ein Bild der gewaltigen Kulturarbeit der Hohenzollern entrollen, einer Arbeit ohne Gleichen in der Weltgeschichte.“ — So ist also mein hier in der Brandenburgia wiederholt dringend vorgebrachter Wunsch, es möchten doch wie in anderen preussischen Provinzen und anderen deutschen Landen, so auch innerhalb unserer Provinz heimatkundliche Kalender für Kreise oder Landschaften entstehen, im Havelland in Erfüllung gegangen. Der niedrige Preis, 40 Pf., für das 148 Seiten zählende, mit Abbildungen versehene Jahrbüchlein wird hoffentlich dem Absatz desselben Vorschub leisten, nicht minder der wirklich gediegene, auf das Verständnis kleinbürgerlicher und ländlicher Bevölkerung wohl berechnete Inhalt. An heimatkundlichen Beiträgen nennen wir: Fouque’s Degen zu Nenn- hausen. Von Direktor G. Weisker. — Das Kloster zum heiligen Grabe. Von Walther Specht. — Trüben und Fiener, zwei Brüche im Lande Jerichow. Von W. Schmidt-Gladigau. — Das Königs-