Heft 
(1911) 19
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2 . (1. ordentliche) Versammlung des XIX. Vereiusjahres.

des Königs und der Königin eingefügt. So kann man wohl das Buch warm empfehlen und zwar in erster Linie der reiferen Jugend, als ein Lebensbild aus einer stillen Zeit und von ernsten Menschen.

Kassenbericht für das Jahr 1909,10.

Auf die finanziellen Verhältnisse unserer Gesellschaft, wie sie sich im Laufe des Gesellschaftsjahres gestaltet haben, können wir mit Be­friedigung zurückblicken. Wenn sich auch der Verlust au ordentlichen Mitgliedern aus dem Vorjahre während des Jahres .1909 10 nicht ganz ausgeglichen hat, so hat sich die Zahl doch um 6 vermehrt, am Jahres­schlüsse hatten wir 350 ordentliche Mitglieder.

Wir traten in das Vorjahr ein mit einer Schuldensumme von unge­fähr 1250 Mk. Diese ist getilgt worden. Eine weitere Festigung erfuhr die Stellung der Gesellschaft durch das bereits im Etat berücksichtigte Legat unseres verewigten Ausschußmitgliedes Dr. Bolle und durch ein Denkmal, das unser verehrtes Mitglied Herr Dr. Minden pietätvoll dem Andenken seines Vaters Herrn Leopold Minden stiftete, indem er einen Betrag von 500 Mk. der Brandenburgia überwies. Ihm sei öffentlich dafür unser Dank gesagt ! Diese Zunahme an zinstragendem Besitz von 3000 Mk. hat die Jahreseinnahme entsprechend günstig beeinflußt. Durch Eingang Testierender Beiträge in Höhe von 36 und ein Mehr an außergewöhnlichen Einnahmen um 20 Mk. beläuft sich die Mehreinnahme auf 90,50 Mk.

Auf der Ausgabeseite sind auf den kleineren Konten für Lokal, Büro­kosten, besondere Ausgaben 29,20 Mk. erspart worden. Von den in Aus­sicht genommenen Kosten für Einband eingelaufener Broschüren von 200 Mk. sind nur 1,10 Mk. verwendet worden. Sogar für Druckkosten ist es gelungen, dieses Mal mit der angewiesenen Summe auszukommen. Bei 5200,25 Mk. Ausgabe sind 52,86 Mk. erspart worden, doch ist um fast den gleichen Betrag, nämlich 58,43 Mk. die Portokasse stärker in Anspruch genommen, weil der Versand der z. T. recht unfangreichen Monatshefte eine höhere Portoausgabe veranlaßte. Mit Befriedigung werden unsere Mitglieder die Verbesserung im Papier bemerkt haben, die dem berechtigten Wunsch nach klareren Abbildungen Rechnung trägt. Die größere Anzahl von Wanderversammlungen und die Belebung der Vorträge durch Lichtbilder hat trotz der verstärkten Dotierung dieses Ausgabe­postens ein Überschreiten um 134,90 M. verursacht. Da sich aber unter heutigen Verhältnissen das Hilfsmittel der Projektionen nicht mehr ent­behren läßt, hoffe ich, daß der Mehraufwand von allen Mitgliedern gut­geheißen wird. Beim Ankauf der Effekten ist ein Zuschuß von 73,70 M. er­forderlich gewesen, aber durch die Zinseneinnahme wieder eingebracht worden. Ich schließe die Kasse mit einem Barbestand von 94,45 M ab, während der Etat die Ausgabe sämtlicher verfügbarer Mittel vorge­sehen hatte.