Heft 
(1921) 30
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Nachruf

Am 16. April 1921 ist in Fürstenwalde a. d. Spree der Gymnasialprofessor Emil Trebs verstorben. Vielen Freunden der brandenburgischen Mundart wird der Name dieses unermüdlichen und selbstlosen Forschers bekannt sein. Der Verlust ist groß und die Lücke kaum ausfüllbar. Von seiner thürin­gischen Heimat hatte er eine genaue Kenntnis der Volkssprache mitgebracht, und deren Spuren im südlichen Brandenburg zu verfolgen, war sein Bestreben. Von Oststernberg bis nach Wittenberg haben ihn seine Wanderungen geführt. Alle Orte zu beiden Seiten von Sprachlinien hat er besucht und deren Ver­lauf in seinen Notizen und auf Karten festgelegt. Veröffentlicht hat er daraus nur die Einteilung der Mundarten des Landes Lebus( Mitteilungen des Vereins für Heimatkunde des Kreises Lebus in Müncheberg( 39./40. Jahrg. IV. V. Heft 1914/15, S. 71-83). In einigen Jahren hoffte er das ganze große Gebiet durchforscht zu haben und gedachte dann, sein unschätzbares Material in wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu verwerten.

Dem verständnisvollen Entgegenkommen der Tochter danke ich die Zu­weisung der brandenburgischen Sammlungen. Die Dankesschuld an meinen treuen und stets auskunfts willigen Mitarbeiter werde ich dadurch in etwas abtragen, daß ich alles, was sich zur Veröffentlichung eignet, bekannt machen werde.

Am 21. Sept. 1856 zu Oberschwöditz in der Provinz Sachsen geboren, hat Trebs ein Alter von 64 Jahren erreicht. Von Fach Mathematiker und Naturwissenschaftler, zeigte er Neigung für sprachliche Probleme. handlung über die Harmonie der Vokale( Archiv für die gesamte Psychologie Die Ab­XIV 311-357) offenbart feines Verständnis für das Leben in der Sprache. Daß ihm danach die Geschichte als dessen wesentlichster Faktor der Antrieb zu seinen dialektgeographischen Untersuchungen wurde, stellt sich als glück­liche Entwicklung eines klaren Beobachters dar. Diesem Umstande dankt die brandenburgische Mundartenforschung bedeutsame Förderung.

Rostock i. M.

Dr. H. Teuchert.

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