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Fragekasten.
mag vielleicht der Ausdruck "Muckel“ im Sinne von Kröte stecken. „Mucke- bold “ bedeutet in unserem Volksglauben im eigentlichen Sinne einen hässlichen, ungestalteten Zwerg und wird von den Unterirdischen im schmähenden Sinne gebraucht, wie auch sonst mitunter, zunächst wegen ihres unterirdischen Wohnens und ihrer nächtlichen Thätigkeit, die Zwerge mit Kröten verglichen werden. Auffallend ist mir immer gewesen, dass Ad. Kuhn, Märkische Sagen 1843 bei den „Kobolden“ nur den Ausdruck „Tttckbold* erwähnt, sich aber über den „M uckebo ld“, der z. B. in Berlin von jeher so sehr beliebt ist, völlig ausschweigt. — Das Wort „Tüekbold“ (zweisilbig) habe ich übrigens immer nur dreisilbig als „T ückeb old“ gehört. Kleine drollig ausgelassene Knaben nennt man bei uns auch ohne tadelnden Beigeschmack „Muckebolde“. E. Friedel.
Le téatre moral de Berlin. — En 1873, la ville de Berlin faisait batir un theatre qui devait porter le titre de Theatre populaire et moral. Sait-on si cette salle de spectacle existe réellement sous ce titre? Flaugonzo.
L’Intermédiaire des chercheurs et curieux. Paris, 20. Mai 1893, S. 530.*) — Antwort: Die Stadt Berlin hat niemals sei es ein volkstümliches und moralisches, sei es ein anderes Theater bauen lassen. Der Antrag einer Gesellschaft, aus städtischen Mitteln einen Zuschuss zu einem „ethischen Volkstheater“ in Berlin zu gewähren, ist vom Magistrat am 8. Juli 1893 abgelehnt worden. F.
Wo liegt der höchste Berg der Provinz Brandenburg? — Als höchste Erhebung gilt der Rückenberg mit 242 m über Meer. Derselbe liegt südlich nahe Sorau im südöstlichsten Winkel unserer Provinz unweit der schlesischen Grenze. Eine gründliche geologische Untersuchung des „Rücken“ fehlt noch.
Petrophilus. — Die Markgrafensteine in den Kauenschen Bergen bestehen nicht aus Granit, sondern aus Gneis. Granit ist übrigens in der norddeutschen Tiefebene ein volkstümlicher Sammelname für alle Geschiebe nichtsedimentären Ursprungs. Vgl. Jahrgang I der Branden- burgia S. 242.
*) In dem seit 1864 mit dem 27. Band erscheinenden „Internukliaire“ (Vermittler) werden ganz anregende, mitunter aber auch höchst seltsame Anfragen gestellt. So berichtet ein Mitarbeiter, dass nach einer Mitteilung aus dem Jahr 1827 im Kanton Tessin ein im Jahr 1660 von einer Lawine verschütteter Mann aus dem Kise ausgegraben und wiederbelebt worden sei. Der Einsender hält dies nicht für so absolut ausgeschlossen, weil seit lilngerer Zeit eingefrorene Fische wiederbelebt worden wären und bittet deshalb um eine Begutachtung jenes Falles
Zu lesen ist:
Berichtigung.
S. 9f> Zeile 13 von oben Fuss statt m;
S. 97 „ 3 „ unten Umfang statt Durchmesser.
Für die Redaktion: Dr Eduard Zache, Demminerstrasse til. — Die Einsender haben den sachlichen Inhalt ihrer Mitteilungen zu vertreten.
Druck von 1*. titankiewicz' Buchdruckerei, Berlin, Bernburgerstrasse 14.