Heft 
(1893) 2
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Bericht über die 7. (2. öffentl.) Sitzung des II. Vereinsjahres

Mittwoch, den 27. September 1893, abends 7 V 2 Uhr

im grossen Sitzungssaale des Brandenburgischen Ständeliauses

Matthäikirchstrasse 20 21.

Die Sitzung wurde um 7 1n / 2 Uhr abends vertretungsweise durch de 2. Vorsitzenden, Stadtrat Friedel mit einer Begrüssung und mit einer kurzen Besprechung des Winterprogramms der Gesellschaft eröffnet.

1. Der 2. Vors., E. Friedel legte das Schriftchen des Gesellschafts- Bibliothekars Paul Schmidt-Neuhaus,Berliner Gedenktafeln, Sonder-Abdruck aus demBär, Berlin 1893, mit anerkennenden Worten vor. Da der Verfasser auf Seite 18 selbst um Nachträge bittet, so macht der Vortragende auf den vom Verfasser übersehenen Gedenkstein, an der Stelle, wo Constantin von Doppelmair durch Sturz vom Pferde getötet ward, aufmerksam. Am Gartenufer, nordwestlich vom Haupt- eingang des Zoologischen Gartens lehnt an einem mächtigen Eichenstamm, der sich weiter oben dreifach gabelt, eine längliche Granitplatte. In derselben ist ein Eirund auspoliert; daiauf stehen die Worte:

Constantin

von

Doppelmair

+

XXVII. October MDCCCLXXI.

Oben das Familien wappen: zwei Tannenbäume, darüber zwei sich kreuzende Mannsanne, jeder ein Bäumchen haltend. Fünf Granitfindlinge umgeben schützend das traurige Erinnerungszeichen.

2. Zum Gedächtnis des 80. Jahrestages des Dennewitzer Sieges hat der Magistrat vou Berlin in das von dem wackern Pfarrer Zimmermann zu Nieder-Görsdorf, dem Hüter der Erinnerungen d e s Schlachtfeldes, angelegte Album ein Blatt auf Rechnung des

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