Heft 
(1896) 5
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Bericht über die 2. (1. Arbeits-) Sitzung des V. Vereinsjahres.

den Schutz der natürlichen und geschichtlichen Nationaldenk- mäler innerhalb des Gebietes beziehentlich die Unterstützung der dem Denkmalsschutz dienenden Anordnungen der Behörden ausdrücklich zu einer unserer Hauptaufgaben macht.

Das Büchlein (klein 8°, 57 S.) definiert den Begriff des Denkmals und giebt Mitteilungen über die Erhaltung der Denkmäler, erläutert auch die vorgeschichtlichen Altertümer, die Münzenfunde, die kirchlichen Ge­bäude nebst deren Ausstattung sowie die profanen Denkmäler. Die letzteren Gegenstände sind so eingehend behandelt, dass sie eine auch für den Laien leicht fassliche Geschichte der brandenburgischen Bau­kunst geben. ,

DerAnleitung ist die weiteste Verbreitung, insbesondere aber die entsprechende Beachtung zu wünschen.

Die Versammlung nahm von dem herumgereichten Exemplar, welches für die Bücherei der Gesellschaft vom Verf. übergeben wurde, mit Dank Kenntniss.

16. Unser Ehrenpräsident, der bisherige Landesdirektor der Provinz Brandenburg Wirklicher Geheimrat Dr. von Le- vetzow legt sein Amt zum 1. d. M. nieder. Aus Anlass dieses Um­standes begab sich eine Abordnung des Vorstandes und Ausschusses am 25. d. M. zu Herrn von Levetzow nnd hielt der II. Vorsitzende an den­selben eine kurze Ansprache ungefähr folgenden Inhalts:

Hochzuverehrender Herr Wirklicher Geheimrat! Es ist dem Vorstand und Ausschuss der Brandenburgia ein Herzensbedürfnis, Ew. Excellenz beim Scheiden aus Ihrem hohen Amte eines Landesdirektors gerade derjenigen Provinz, deren Wohl uns besonders am Herzen liegt und in deren Dienst wir uns, wie in den der Stadt Berlin, mit unseren Bestrebungen in gewissem Sinne gestellt haben, für all das Freundliche und Gute zu danken, welches Sie unserer Gesellschaft amtlich mul ausseramtlich erwiesen haben, ln der Timt verdanken wir es nicht zum wenigsten Ihrer Fürsorge, wenn die Brandenburgia, wie Gott Lob! er­sichtlich, so gedeihliche Fortschritte gemacht hat.

Glücklicher Weise behalten wir ja Ew. Excellenz als unsern Ehren­präsidenten und wir hoffen, dass, wenn es sich gerade so trifft, Ew. Ex­cellenz noch oft unseren Sitzungen als höchster Vorsitzender präsidieren werden. In jedem Falle empfehlen wir unsere gemeinnützige vater­ländische Gesellschaft auch für die Zukunft Ihrer gütigen Förderung.

Und wie wir unsern Herrn Ehrenpräsidenten heut in voller kör­perlicher und geistiger Frische und Rüstigkeit vor uns sehen, so erhoffen wir, dass Ew. Excellenz dieselbe durch des Allmächtigen Gnade noch viele, viele Jahre erhalten bleiben möge.