Am grünen Havelstrand, Erhebt sich eine Berghöh',
Ein echter Lug ins Land.
Dort baut' einst Kaiser Heinrich,
An Wehr und Mannen stark,
Wodurch er schlug die Wenden, Die erste Kirch' der Mark.
( 927)
Dann kehren jene wieder, Zerstör'n das Heiligtum, Errichten dort den Tempel Zu ihres Triglaff<< Ruhm.
Pribislaus und Petrussa,
( um 1100)
Das Wend'sche Fürstenhaus
Bekehr'n sich bald zu Christen,
Bau'n neu das Gotteshaus.
( 1130)
Sie weih'ns» Jungfrau Maria<
Der Himmlischen zu Dank.
Es stand dort sechs Jahrhundert
Bis es in Trümmer sank.
( 1722)
Heut' ragt an dieser Stelle
Ein Ruhmes- Tempel auf:
Geweiht Churmärk'schen Helden,
Die fiel'n im Siegeslauf.
Viel Kunstgebilde schmücken
Dies Denkmal, stolz und stark,
Erzählen die Geschichte
Vom Werden uns'rer Mark.
Ringsum sind als Trophäen Kanonen aufgestellt, Die man als Siegesbeute Heimbrachte aus dem Feld.
In einem dieser Rohre,
Hat eine flinke>> Meise<
Ihr Nestchen angebaut.
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