Heft 
(1900) 9
Seite
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10. (4. ordentliche) Versammlung des IX. Vereinsjahres.

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ganz kürzlich allgemeiner zugänglich geworden ist, dass man das Flüsschen hier überbrückt hat.

In Kreuzburg fiel uns die Kirche in ihrer schlichten Einfachheit, ausgemauertes Fach werk, mit derben grossen roten Backsteinen, weiss ausgefugt, auf und der daneben stellende hölzerne Glockenturm mit hohem dreieckigem Dach, welcher aus der Entfernung an eine unserer alten hölzernen Bockwindmühlen erinnert.

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1 Kirche und Glockenturm stammen nach Inschriften aus dem Jahre 1688. Auf dem Altar ^befinden sich drei schlichte Zinnleuchter, Stiftungen von Gemeindemitgliedern, datiert 1665 (zweimal) und 1695. Der alte emeritierte Lehrer des Orts, Herr Gehrke, gab bereitwilligst nähere Aus­kunft. An- der Kirche und dem Turm versuchte sich die photographische Kunst der Herren Pütz, Maurer und Eatig. Das vorstehende Bild ist hiernach hergestellt.

Schräg gegenüber der Kirche steht ein ebenfalls von den Genannten aufgenommener, auf S. 322 wiedergegebener strohgedeckter und dick be­mooster Fachwerkbau: Holzständerwerk mit Lehmstaaken, zum Teil als Schuppen, zum Teil als Thorweg-Überbau für das dahinter belegene bäuerliche Gehöft dienend, nach Herrn Gehrkes Angabe ungefähr der Kirche gleichalterig. Die charakteristische Stilisierung der derben alter­tümlichen Holzkonstruktion ist einer bildlichen Darstellung wert.