Heft 
(1900) 9
Seite
436
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ft. Zimmennann, Pfarrer.

Wölmsdorf.

Ist mit der Domänen-Kente bis auf 5 Hüfner, welche noch je 1,50 Mk. zahlen, ahgefunden. Zur Pfarr-Rente, welche noch etwa 50 Jahre zu zahlen ist, sind die Beiträge so ziemlich gleich in der Höhe von 1 HO Mk. Friedrich Höhne zahlt mehr, weil er Land ange­kauft hat.

9 Einwohner zahlen direkte Einkommensteuer, 19 fingierte; die Kriegssteuer ist bezahlt, es erfolgen Rückzahlungen.

In der Volkszählung von 1895 ergaben sich (59 mänul., 64 weibl. Einwohner.

1900: TU männlich '

04 weiblich 185 Personen 18 Wohnhäuser,

21 Haushaltungen,

88 Pferde,

140 Rindvieh,

264 Schafe,

199 Schweine,

20 Ziegen,

888 Federvieh,

66 Bienenstöcke,

12(31 Obstbäume.

In beiden Gemeinden bestand bis 1880 in Kommunalangelegenheiten der Mannschaftsfuss. Jeder Hüfner repräsentierte einen ganzen Mann, der Kossät der Ackerhäusler der Anbauer Mann; jetzt geht es nach °/ 0 der Staatssteuer.

Die Schule gehört beiden Orten zu und wird besucht: 68 d. i. 35 männlich, 28 weiblich, Wölmsdorf stellt hierzu 11 männliche, 10 weibliche Kinder.

Das Gehalt des Lehrers ist durch das Entgegenkommen der Gemeinden auf 900 Mk. Grundgehalt,

300 Küsterei-Zulagen,

120 Alterszulage festgesetzt.

Abgaben und Lasten.

Neben den Klassen- und Gebäudesteuern habeil die hiesigen Ge­meinden, um das frühere Pachtverhältnis zu lösen und in den freien Besitz der Höfe zu gelangen, noch bedeutende Renten zu zahlen.

Für den Zehnten, welcher ans Amt entrichtet wurde, besteht seit 1. April 1853 eine Domänenrente, welche in 56 Jahren d. i. bis 1909 zu 4 °/u Zinsen und 1/ a % Amortisation zur Ablösung kommt. Die