Neue Nachträge zur Dorfchronik von Nieder-Görsdorf.
437
Rentenbank-Rente, welche bis 1915 unter denselben Bedingungen abgelöst wird, stammt aus den Pachten her, welche an die Besitzer von Hufengerechtigkeiten, d. i. an Bürger der Stadt Jüterbog, an die Besitzer von Hohen-Ahlsdorf zu entrichten waren. — Wie man jetzt sein Geld in Hypotheken anlegt, so erwarb man damals mit denselben das Recht auf Ilufenpächte. Dazu kommt noch die Pfarr-Ablösungs-Rente.
Es zahlen jetzt noch:
Name.
Stand
Domänen- Rente
Renten-
bank.Rentej! Pfarr - Eente
Summe
Krüger
Kühnast
Linke
Müller
Pümchen
Müller
Hemlrick
Schulze
Angerilhn
Freidank
Aussen
Hecht
Meyer-IIecht
Lehmann
Bossdorf
Müller
Witwe
Freidank
l’eterseh
Meske
Herrmann
Jochen
Hecht
Schulze
Hecht
Jesper
Hecht
Lenzen-Eichel-
bäum
Zwanziger
Müllers
Richter
G.
Schulze
Krüger
Müller
Born ad
Müller
Wäre der Zehnt ans Amt u. s. w. nicht durch die schon erwähnte Umwandlung in Fruchtgarben (Henkersgarben) gemildert worden, so würde sich nach der Pfarrabgabe gerechnet statt 4309,80 Mk. die Summe von 0261,30 Mk. ergeben. Es sind demnach 2000 Mk. jährliche Abgaben erlassen worden. Diese Summe wäre auch kaum zu erschwingen gewesen, da das Dorf mit ca. 180 000 Mk. zu 4 % verschuldet ist. — Dieser Verschuldung gegenüber stehen 20 000 Mk. deklariertes Vermögen. — In Wölmsdorf liegen die Verhältnisse günstiger. Dort sind die schweren Kriegssteuern, welche von dem altpreussischen Dorfe getragen werden mussten, abgezahlt, ebenso die Domänenrente. Die Pfarr-Rente dauert noch bis 1934 und zahlen: