Heft 
(1900) 9
Seite
444
Einzelbild herunterladen

444

14. (6. ordentliche) Versammlung des IX. Vereinsjahres.

Diese wissenschaftlichen Arbeiten brachten R. von Erckert mit (len leitenden Autoritäten auf dem ethnographischen Gebiet in Ver­bindung. Auch in der Berliner Gesellschaft war die geistreiche, beredte und jovialealte Exzellenz bald eines der beliebtesten Glieder. Aus seinem Petersburger Leben hatte General v. Erckert etwas von der weltmännischen Leichtigkeit mitgebracht, welche den russischen Salons eigen ist, und die persönlichen Beziehungen, in welchen er zu einer Reihe von hervorragenden Persönlichkeiten aller Länder gestanden hatte, waren eine unerschöpfliche Fundgrube seiner Unterhaltung. R. v. Eckert war eng befreundet mit demroten Prinzen Friedrich Karl von Preusen und hatte sich auch im Ausland das Herz und den Patriotismus des preussischen Offiziers bewahrt. Daneben waren Vorurteilslosigkeit, Menschenfreundlichkeit und Gerechtigkeit gegen jedermann charakteristisch für ihn. In der Familie des Fürsten Bismarck war R. von Erckert ein gern gesehener Gast, auch dem Hause des Fürsten Georg von Münster- Derneburg stand er nahe. Den Tod des liebenswürdigen Mannes bedauert man in weiten Kreisen, nicht zum wenigsten in denjenigen unserer Gesellschaft für Heimatkunde, deren Gebiet ihn nach den verschiedensten Richtungen hin lebhaft interessierte. Brandenburg»! VI. 227 befindet sich ein Aufsatz von ihm, betitelt: Milit. Beziehungen zw. Preussen und Russ­land, gleichzeitig ein Beweis, wie ihm die Pflege freundnachbarlicher Be­ziehungen zwischen Russland und Preussen am Herzen lag.

2. Dr. Gustav Albrecht: Die Spree von der Quelle bis zur

Mündung. Der also betitelte wert­

volle heimatkundliche Aufsatz be­endet sich, ohne Urheber-Namen, /in der Agenda Rudolf Hertzog für ' 1901 und zerfällt in mehrere mit vielen vorzüglichen Abbildungen aus­gestattete Abschnitte. Die Spree in der Oberlausitz von den 3 Quellen Spreeborn (387,2(1 m über der Ostsee), Pfarrborn und Raben­brunnen auf dem Kottmarberge (480 m hoch), unter denen man nach dem Vorgänge Moltkes den Spreeborn, obwohl er, wie ersicht­lich, vom Rabenbrunnen überragt wird, als eigentliche Spreequelle - betrachtet. Die Spree in der

Niederlausitz, wobei der Spree-

Spreeborn, . . . .... , .

H^uptqueUe derSpree^siEbersbach-Spreedorf, wald, wie gebührend, ein eigenes