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Kleine Mitteilungen.
auf weiteres nicht ein, schickte vielmehr seine „kluge Frau“ zur Patientin, um die Rose zu besprechen. Dies geschah und die Krankheit verschwand nach ein paar Tagen vollständig ohne weitere Behandlung. Diese Böt-Frau Dieffenbach’s erfreute sich einer gesegneten Kundschaft, es war ihr aber, wie ich hörte, verboten, zu verraten, dass sie von Dieffenbach geschickt wurde.
Eingeschaltet werde, dass im allgemeinen die Regel gilt, bei Männern das Böten durch Frauen, bei Frauen durch Männer besorgen zu lassen. Ausnahmen sind aber nicht gerade unstatthaft, nur muss man sich gefallen lassen, zu hören, dass wenn in dergl. Fällen das Böten nicht hilft, die dasselbe besorgende Person kein Vorwurf trifft.
Die Anwendung des Böten, besser gesagt der Glaube daran, ist mir neuerdings noch bei einem andern angesehenen Arzte, dem 1889 zu Greifswald verstorbenen dortigen Universitäts-Professor und Dozenten für die Staatsarzneikunde, Dr. Haeckermann, vorgekommen. Dieser erklärte mir die Wirkung als die der Suggestion + Hiermit trifft nian den wissenschaftlichen Kern der Sache. Dass man durch Suggestion einzelne bestimmte Krankheitserscheinungen heilen kann, wird nicht länger ernstlich bestritten werden dürfen und damit kommt der alte Volksglaube vom Böten und von der Heilkraft des Bötens in ''gewissem Umfange unzweifelhaft wieder zu seinem Rechte. E. Friedel.
Meer-Rettig (Cochlearia armoracea). Uber die Entstehung, Bedeutung und Schreibweise dieses Pflanzennamens sind im verflossenen Jahre recht interessante Untersuchungen angestellt worden. Nach meiner Auffassung liegt die Sache sehr einfach. Pflanzen werden vielfach nach ihren inneren oder äusseren Eigenschaften benannt. Diese im Spreewalde stark gebaute Pflanze beisst wie Rettig. Ihre Wurzel (das Essbare ist die Wurzel) gleicht der Möhre. Ursprünglich wird sie wohl „Möhren-Rettig“ zum Unterschiede von dem schwarzen und weissen Rettig genannt worden sein, da die Farbe das Unterscheidungsmerkmal nicht mehr abgeben konnte. Daraus wurde „Möhr-Rettig“ und überall wo eine den Diphtongen abholde slavische Bevölkerung vorherrschte „Mehr-Rettig“. In Lübbenau z. B. sagt man: „Merredich“. Möhre kommt aber wieder von dem Moorboden, auf dem sie mit Vorliebe wächst und das thut auch der Meerrettig.
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K Altrichter