Heft 
(1903) 12
Seite
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19. (9. ordentliche) Versammlung des XI. Vereinsjahres.

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tionis, avi nostri et Alberti Thurin­gorum Lantgravii gloriosi principis patris nostri volentes fideliter inherere, omnein libertatem et omnis libertatis graciam Civitati Lubraz et in ea degentibus factam, datam et graciose ab eis concessam approbamus et approbatam stabilem et firmain pro- mittimus in presentibus perrhenniter observare. Forma autem donationis et graeie dicte Civitati et ipsius indigenis facta in verbis subnotatis plenius et clarius est expressa.

Oppidum sive Civitas Lubraz et omnes habitantes in ea ad unius mili­aris spacium circum circa se ex omni parte ductum silva pro necessitate suorum carpentorum et pro hiis que ad necessitatem domus requiruntur ipsis libere deserviet et sine contra- dictione qualibet succidi poterit et secari. In qua ipsis libertatem conce- diinus cura retibus et canibus leporcs et perdices libere capiendi. Aquis et aquarum decursibus pro suis usi- bus libere possunt uti. Pascuis vero pro sustentamento suorum pecorum gaudebunt liberius et fruentur. Item inhabitatores dicti Oppidi libere navigare possunt de Rad uz usque in Zwilow et de dicta aqua Raduz usque ad pontem Jemnitz et de ipso ponte usque in blogozchstorf et deponte blagozshstorf, lacusrubeus juxta below ad predictam Civitatem pertinebit. Item ab eadem lacu bagan locum sic vocatum, ea que sursum sunt usque ad aquam Raduz ante dicte civitati forent liberaliter assi- gnata

Amplius exitus et introitus duarum valuarum dilatatus ad mensuram

treuen Vorfahren, nämlich unseres Grossvaters Heinrich, einst Mark­grafen von Meissen, glücklichen Ge­dächtnisses, und unseres Vaters Albert, einst Landgrafen von Thü­ringen und ruhmreichen Fürsten, treu zu folgen entschlossen, der Stadt Lubraz und allen ihren Einwohnern jede ihnen gegebene und gnädig ihnen bewilligte Freiheit und Gunst der Be­freiung bestätigen und hiermit ver­sprechen, das Bestätigte für alle Zeiten als unabänderlich und fest zu be­wahren. Die Art und Weise der ge­dachten Stadt und ihren Einwohnern gemachten Schenkung und Gnade ist in den folgenden Worten genauer und deutlicher ausgeführt.

Der Ort oder die Stadt Lubraz und alle ihre Einwohner sollen im Umkreis einer Meile rings um sie her­um den Wald zu den Bedürfnissen ihrer Stellmacher und zu dem, was sie zu den Bedürfnissen des Hauses gebrauchen, frei benutzen dürfen und ohne allen Widerspruch darin fällen und schneiden. In diesem Walde er­lauben Wir ihnen mit Netzen und Hunden Hasen und Rebhühner zu jagen. Die Wasser und Wasserläufe dürfen sie frei benutzen. Die Weide sollen sie zum Unterhalt ihres Viehs frei gebrauchen. Desgleichen dürfen die Bewohner der gedachten Stadt frei zu Kahn fahren vom Radusch- bis zum Schwielochsee und vom genannten Wasser Radusch bis zur Brücke Jamlitz und von dieser Brücke bis Blasdorf und von Blasdorf her soll der Brombeer-See bei Behlow zur vorgenannten Stadt gehören. Des­gleichen von diesem See an, der Ort der Bagan genannt wird, und was aufwärts bis zum Wasser Radusch liegt, der Stadt frei zugesichert sein.

Weiter ist ihnen die Erweiterung zweier Tore, Aus- und Eingang in