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Dr. Max Samter.
jenige See, in den er zunächst abfließt, au erster Stelle genannt wird. Hierdurch wird der weitere Verlauf des Abflusses meist aus der Tabelle selbst ersichtlich, da sich auch die Abflußverhältnisse des an erster Stelle genannten Sees aus der Tabelle alsdann ergeben. Die Seeareale für die von der geologischen Landesanstalt geloteten Seen entstammen dem Katastermateriale der Königlichen Regierungen in Potsdam und Frankfurt a. O., während die Verwaltung der märkischen Wasserstraßen die Areale der von ihr in Karten dargestellten Seen durch Planimetrierung der Originalaufnahmen (1 : 10000) gewonnen hat, ebenso, wie die Größe einzelner Seeteile dieser Karten, die einen eigenen Nameu haben, deren Areal aber noch nicht berechnet war, von mir mittels Kompen- sationsplauimeter festgestellt wurden; und zwar wurden mit einer Ausnahme (Ferchesar-See) die Seeteile nach den aus ihrem Bodenrelief und ihrer äußeren Gestalt sich ergebenden natürlichen Grenzen vermessen. Wegen seiner isolierten Lage in der Nähe der Brandenburgischen Grenze ist der in der Altmark gelegene tiefe Arendsee, den Halbfaß als Eisturzsee kennzeichnete, in das Verzeichnis mitaufgenommen. Die Publikation der mit einem * und einer () versehenen Karten steht noch bevor.
Wenn man nach dem Vorbilde der Verwaltung der märkischen Wasserstraßen und unter Zugrundelegung der Bezeichnungen auf den Meßtischblättern jede seenartige Erweiterung eines Flußlaufes als See bezeichnet, so beträgt die Zahl der in ihren Tiefenverhältnissen untersuchten märkischen Seen insgesamt 191. Von diesen Seen sind allein durch die Verwaltung der märkischen Wasserstraßen 128 Seen ausgelotet, und da es dieser Behörde darauf ankam, nur die schiffbaren märkischen Flußläufe in ihren Tiefenverhältnissen kennen zu lernen, so sind besonders diejenigen Seen gut untersucht, die sich als Flußseen oder Buchten der Flußläufe kennzeichnen. Demzufolge treten die tiefen Seen unter den untersuchten stark zurück, und ohne hier näher auf die aus diesen Verhältnissen sich ergebenden weiteren Resultate einzugehen, sei erwähnt:
nur 54 Seen haben eine Tiefe von mehr als 10 m
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2 » »
1 See hat
80 m 40 m 50 m 60 in
Für einen Vergleich der Tiefen märkischer Seen mit den Tiefen baltischer Seen ist dieser Umstand wahrscheinlich von Bedeutung, da gegenüber den baltischen Seen die Zahl der untersuchten flachen Flußseen in der Mark ganz außerordentlich überwiegt.