Heft 
(1908) 17
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Märkische Seen in Areal und Maximaltiefe.

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fast auch auf die märkische Hydrographie anwendbar, wenn nicht die Verwaltung der märkischen Wasserstraßen der Königlichen Regierung in Potsdam im Interesse der Schiffahrt eine größere Zahl märkischer Gewässer hätte peilen lassen und zwar solcher Seen im besonderen, welche in dem Zuge der märkischen Wasserstraßen gelegen sind. Das auf Grund zahlreicher Vermessungen ausgeführte Kartenmaterial im Maßstabe 1 : 10000 ist ein vorzügliches, um so mehr, da die Ver­messungen meist während des Winters vom Eise aus vorgenommen sind.

Da diese Karten zunächst nur für den Bedarf jener Behörde re­produziert werden, sollen dieselben in der folgenden Zusammenstellung aller bisher in ihren Tiefenverhältnissen untersuchten und in Tiefen- karteu dargestellten märkischen Seen mit aufgenommen werden, und wird in Kürze die eingehende Bearbeitung dieses Materials folgen. Nicht aufgenommen in die Tabelle sind die von jener Behörde ausgeloteten Flußläufe der Mark, sowde solche Seen, von denen nur handschriftliche Karten existieren. Trotz wiederholter Versuche, über die Maximal- tiefen unserer märkischen Seen Aufschluß zu erhalten, sind die in der Tabelle zusammengestellten Daten die ersten, die Anspruch auf Genauig­keit machen dürften. Die von der Verwaltung der märkischen Wasser­straßen ausgeführten ,Untersuchungen sowie die hydrologischen Arbeiten der geologischen Landesanstalt in Berlin und schließlich einige andere hydrographische Einzeldarstellungen ergeben in ihrer Zusammenfassung das Verzeichnis derjenigen Seen der Mark, von denen umfassende Aus­lotungen und Tiefenkarten vorliegen.

Das alphabetische Seenverzeichnis enthält in der ersten Spalte die­jenige Nummer des Meßtischblattes (Maßstab 1 : 25000), auf welcher der betreffende See zu linden ist. Nicht bezeichnet sind auf diesen Blättern einige Ausbuchtungen und Erweiterungen der Flußläufe, die nach den Karten der Potsdamer Behörde eigene Namen haben. Hierher gehören: Möllenzug-See, Sellenzug-See und Küchen-See, die Teile der Dahme dar­stellen, sowie der Tiefe See als Teil der Havel und der Kl. Kuhwall- als Teil des Gr. Lankensees. Spalte 2 enthält Gradabteilung und Blatt der geolo­gischen Karte von Preußen, sofern der betreffende See auf der geologischen Karte in Tiefeukurven zur Darstellung gebracht ist. Die in Klammern eingeschlossenen Blattzahlen der geologischen Karte weisen darauf hin,- daß der auf dem eingeklammerten Kartenblatte befindliche Teil des Sees noch nicht gelotet worden ist. Es ist ferner zu bemerken, daß einige der von der Verwaltung der märkischen Wasserstraßen geloteten Seen in die geologischen Karten bereits übernommen sind, daß jedoch aus Raummangel- die geologischen Karten besitzen nur den Maßstab 1 : 25000 ein Teil der Tiefenzahlen und Kurven auf den geologischen Blättern in Fortfall gekommen ist. Der Abfluß des Sees (Spalte 3) ist in seinem Verlaufe dadurch näher gekennzeichnet, daß in der Regel der-