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Dr. Max Samter.
unter Kirschblätter (von der sauren Kirsche) getrocknet und geschnitten als Eiulage beigemengt.
Wir schließen die Zusätze mit dem Hinzufügen, daß es recht bedauerlich wäi’e, wenn die heimische Tabakkultur und -Industrie durch die geplante deutsche Steuerreform noch mehr beengt und bedrängt würde. Gegen eine mäßige Steuer ist natürlich nichts einzuwenden; im übrigen sollte mau unseren heimischen Tabakbau gegen den nichtdeutschen Tabak durch angemessene Schutzzölle zu begünstigen suchen.
Märkische Seen in Areal und Maxinialtiefe.
Mit einer Karte.
Von I)r. Max Samter.
An dem Seenreichtum der Mark Brandenburg ist die Seenkunde bisher vorübergegangen, um in Norddeutschland in der Hauptsache jenen Seen ihre Arbeitskraft zu widmen, welche den baltischen Höhenrücken auszeichnen. Als Folge hiervon besitzen wir für die Seen Pommerns, Preußens und Holsteins bereits eingehende Bearbeitungen, für die Seen der Mark aber fehlt irgend welche, jenen Darstellungen gleichkommende, hydrologische Publikation. Es genügt, auf diesen Mangel hinzuweisen, der nicht allein von der Seenforschung selbst, sondern auch von den anderen interessierten Naturwissenschaften empfunden wird.
Wenn die märkischen Gewässer gelegentlich in Bezug auf ihre Tiefe untersucht worden sind, so sind diese Arbeiten zum Teil nicht so eingehend ausgeführt worden, daß sie über den Bau des betreffenden Sees Aufschluß geben, oder aber sie haben sich bisher der öffentlichen Kenntnis entzogen. Andere Arbeiten enthalten zum Teil trotz zahlreicher Lotungen keine Tiefenkarten oder wollen nur, wie die neue Bearbeitung der märkischen Fischgewässer durch Eckstein, eine ungefähre Kenntnis allein von den größten Tiefen der märkischen Seen gewinnen.
Nur die geologische Landesanstalt in Berlin hat in den von der Provinz Brandenburg publizierten Blättern der geologischen Karte eine größere Anzahl von Seen in ihren Tiefenverhältnissen zur Darstellung gebracht, nachdem sie selbst bestrebt war, bei der geologischen Landesaufnahme gleichzeitig auch von dem Bau der in die märkische Landschaft eingesenkten Seen ein Bild zu gewinnen. Abgesehen von diesen in elf geologischen Blättern befindlichen Tiefenkarten und abgesehen von einigen wenigen hydrologischen Einzeldarstellungen besitzen wir nichts umfassenderes auf dem Gebiete der märkischen Seenforschung, und die buchstäblich gewordene Unfruchtbarkeit des märkischen Bodens wäre