Heft 
(1908) 17
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10. (3. ordentliche) Versammlung des XVII. Vereinsjahres.

gegenüber freundlicher stellt, so hat das Städtische Kuratorium für das Bestattungswesen beschlossen, in nächster Zeit einige Versuche mit der Verbrennung vollständiger Leichname teils uneingesargter teils einge- sargter zu machen, um falls die fakultative Feuerbestattung plötzlich gestattet wird, gerüstet zu sein, insbesondere zu wissen, ob der vorhandene Ofen genügt und gut funktioniert, ferner wie viel Zeit die Einäscherungen erfordern und wie hoch sich der letzteren Kostenpunkt stellt. Ich werde über diese in kultur- wie naturwissenschaftlicher Hinsicht inter­essanten Versuche in der Brandenburgia Bericht abstatten.

XXXI. Lausitzer Haus - Kalender für Stadt und Land. 1908. Herr Pfarrer Asselmann in Schiepzig, dieser liebenswürdige Führer bei der Spreewaldfahrt am 14. Juni d. J. hat uns 1 Exemplar eingesendet, worin mehrere interessante heimatkundliche Aufsätze stehen: Heimische Schlangen und ihr Fang (besonders Kreuzottern); Hans Freiherr von Willisen-Sglietz; Paulus Gerhardt in Lübben; Haarhändler in einem Wendendorfe der Niederlausifz; Pfingsten in der Lausitz, u. a. m. Ein vortreffliches Hausbuch für Stadt und Land.

XXXII. Zur Wiedereröffnung des Berliner Theaters. Die Direktion (Meinhard u. Bernauer) hat unter obigem Titel die Ihnen vor­liegende kleine Schrift herausgegeben, welche einen interessanten Artikel Zur Geschichte des Berliner Theaters enthält, die für die Berliner Ortschronik nicht unwichtig ist.

XXXIII. Bismarck und die Stadt Brandenburg. Festschrift zur Einweihung der Bismarckwarte zu Brandenburg a. H. am 1. April 1908. Herausgegeben im Aufträge des Bauausschusses von Otto Tschirch. Unser gelehrtes korr. Mitglied hat diese sowohl für die Geschichte des eisernen Reichskanzlers als auch für die der alten Ilavelfeste nicht un­wichtige Schrift mit einem merkwürdigen Titelbilde geschmückt, nach einem Ölbild gemalt von Moritz Bereudt i. J. 1850, Eigentum des Ma­gistrats zu Brandenburg a. H. Bismarck darstellend.

XXXIV. Nachwort zu E. T. A. IloffmannsMeister Floh, zum ersten Male vollständig herausgegeben von Hans von Müller. Juni 1908. Der der Brandenburgia aus anregendem Vortrag wohlbekannte Herr Verfasser bietet uns in diesem Heftschen einen Teil seiner bei Julius Bard erschienenen Ausgabe. Darin finden Sie Hoffmanns Rolle in der Demagogen Verfolgung Oktober 1819 bis August 1821, ferner ein Nachwort zu Hoffmanns verunglücktem letztem MärchenMeister Floh mit Be­zugnahme aufKater Murr und dgl., alles geistreich und mit peinlichster Genauigkeit dargestellt, wie wir dies von den Publikationen des Ver­fassers gewohnt sind.

XXXV. U. M. Herr Major z. D. Noel hat zur Erinnerung an die blutige Schlacht vor hundert Jahren einen Artikel.Die Schlacht