16. (1. ordentliche) Versammlung des XVII, Vereinsjahres.
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wünschen der „Erda“ auch fernerhin fröhliches und ersprießliches Gedeihen. Die rastlose Tätigkeit des Vorsitzenden, unsers geschätzten Mitgliedes Ihassilo Grafen von Schließen und seiner verehrten Gemahlin, bürgen uns für den Erfolg der gemeinnützigen Bestrebungen des Erd- miitterchens.
V. Zur feierlichen Eröffnung des Passage Kaufhauses (Frie- drichstraßen-Passage) zwischen Friedrichstraße und Oranienburger Straße am 28. v. M. waren zahlreiche Mitglieder der Brandenburgia eingeladen. In dem schönen Mittelhof der Passage, welche die Häuser Friedrichstraße 110 bis 112 und Oranienburgerstr. 54 bis 56a umfaßt, hatte sich eine festlich gestimmte Menge Eingeladener versammelt, welche dem Bauwerk aufrichtige Bewunderung zollte. Alsbald bestieg der Vorstand der Gesellschaft Herr Otto Markiewicz die Rednertribüne und führte etwa folgendes aus: Das Passage-Kaufhans ist eine Vereinigung von Spezialgeschäften. Nach außen hin trete das fast gar nicht in die Erscheinung. 60 Geschäftsinhaber seien Eigentümer und Leiter von etwa 100 getrennten Abteilungen. Das im Hause verkehrende Publikum findet bei Erledigung seiner Käufe keinerlei trennende Linie zwischen den einzelnen Abteilungen. Als ein Spezialgeschäft könne es jeden individuellen Wunsch des Publikums berücksichtigen. Nach einer kurzen Anspiaclie des Kaiserlichen Baurats Ahrens und des Herrn Engel von der „Berliner Terrain- und Bauaktiengesellschaft“, der Erbauerin des Gebäudes, erfolgte ein Rundgang der Festversammlung durch die neue, stimmungsvolle Passage und die Kaufhäuser.
Ich lege zur Orientierung dieses genossenschaftlichen in seiner Eigenart bislang in Berlin einzig dastehenden Unternehmens eine kleine Schrift betitelt: Eine Neugestaltung des deutschen Detailhandels und ein prächtig illustriertes Werk von Bauausführungen der Berliner Terrain- und Bau-Aktiengesellschaft Passage-Kaufhaus (Friedrichstraßen-Passage) zur Kenntnisnahme vor.
VI. Bericht der Gemeinde-Verwaltung Berlins 1901 bis 1905. Ich lege Ihnen von diesem großen Werk des Magistrats, das unter meiner Redaktion entstanden ist, den III. und gleichzeitig abschließenden Teil vor, welcher sich hauptsächlich mit der Armenpflege und Städtischen Fürsorge beschäftigt. Da ich, wie Ihnen bekannt, vom 1. Februar 1909 ab in den Ruhestand trete, werde ich bei der Herausgabe des nächsten ähnlichen Sammelwerks, das die Jahre 1906 bis 1910 umfassen wird, nicht mehr beteiligt sein.
VII. Das Bücherverzeichnis der Städtischen Volksbücherei zu Charlottenburg. V. Auflage, September 1908, das ich der Güte des Magistrats unserer Nachbarresidenz verdanke, wird Sie durch seine Reichhaltigkeit und die mustergültige Anordnung des ansehnlichen Bücherschatzes interessieren. Bekanntlich sind zwei unserer Mitglieder, die