Heft 
(1908) 17
Seite
533
Einzelbild herunterladen

15. (4. ordentliche) Versammlung des XVII. Vereinsjahres.

533

4. Ausschmückung des Eingangs zum Friedrichshain am Königstor. Nach Vergebung der Erd-, Maurer-, Asphalt-, Eisen- und Steiumetzarbeiten wurden die auf der Baustelle vorhandenen Bäume von der Parkverwaltung entfernt oder umgepflanzt, sowie die Fundamente dei Kanäle und Arkadenpfeiler ausgeführt. Auch der Verbindungskanal zu dem abseits gelegenen unterirdischen Pumpenraum, sowie die Um- iassuugsmauern des Pumpenraumes selbst und die nahezu 1 m starke mit Eiseneinlagen armierte Betonplatte unterhalb des Bassins sind fertig­gestellt worden. Die Modelle zu den figürlichen und ornamentalen 1 eilen werden in den Ateliers der damit betrauten Bildhauer angefertigt.

5. Postament und Bär für die Halle des neuen Stadthauses. Dem Deputationsbeschlusse, als Wahrzeichen der Stadt Berlin in der Halle des neuen Stadthauses einen Bär aus Bronze aufzustellen, haben Magistrat und Stadtverordnetenversammlung zugestimmt. Zur Aufnahme der nicht unbeträchtlichen Last ist unterhalb der Halle die erforderliche Unterkonstruktion bereits fertiggestellt worden. Auch das Hallengewölbe wurde ausgeführt und wird demnächst geputzt werden. Hiernach sollen die Rüstung aus der Halle entfernt und die zum Raum passenden Größen­verhältnisse des Bären an Ort und Stelle ausprobiert werden.

0. Auch in diesem Jahre gelaugte eine Reihe von Anträgen auf Erwerbung von Kunstwerken an die Deputation, doch wurde keinem derselben entsprochen.

NXII. Das Berliner Andreas-Realgymnasium und seine Vorgeschichte. Festschrift zum 7. Oktober 1908. Von Prof. Dr. Richard Fisch. Berlin 1908. Wie sich die hochangesehene Bildungsanstalt aus der bescheidenen Stralauer Stadtschule seit 75 Jahren entwickelt hat, wird in der für die Berliner Ortsgeschichte bedeutsamen Schrift ausführlich geschildert. Wir fügen hinzu, daß das Jubiläum des Andreas-Realgymnasiums in der Koppenstraße am 10. d. M. in der Aula durch einen Festakt gefeiert wurde, zu dem sich außer dem Lehier- kollegium und den Schülerdeputationen zahlreiche Ehrengäste und viele Ehemalige eingefunden hatten. Der Leiter der Anstalt Prof. Dr. Kiesel hielt die Festrede. Er erwähnte darin die große Anhänglichkeit früherer Schüler. So hat ein in Schanghai lebender ehemaliger Andreasschüler einen silbernen Pokal gestiftet. Ferner ist durch den jetzigen Direktoi eine Stiftung im Betrage von 9000 Mark zustande gekommen, deren Zinsen für Abiturienten bestimmt sind. Professor Kiesel gedachte des Hinsclieidens von Geheimrat Hinzpeter und Professor Paulsen, und wünschte, daß es dem deutschen Schulwesen auch in Zukunft nicht an solchen Männern fehlen möge. Der eindrucksvollen Festrede folgten die Beglückwünschungen des Provinzialschulrats Professors Klatt, des Pfarrers Dr. Bitthorn, des Stadtschulrats Michaelis, des Direktors Prof. Wüllen­weber, des Prof. Lauschke, des Dr. Hanitzsch u. a. Anläßlich des