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16. (4. ordentliche) Versammlung des XVII. Vereinsjahres.
XX. Die Karpathen. Halbmonatsschrift für Kultur und Leben. Herausg. Professor Ad. Meschendörfer. Verlag: II. Zeidner in Kronstadt. Preis vierteljährlich 3,50 M.
Auf Wunsch lege ich von dieser einzigen deutschen illustrierten Zeitschrift Ungarns Ihnen gern als Probeheft die Nummer vom 1. Oktober 1908 vor. Was die Gegenwart leistet in Literatur, bildender Kunst, auf dem Gebiete von Musik und Theater, in Kirche und Schule, Wissenschaft, in Volkswirtschaft und in allen sozialen Lebensverhältnissen, was an Kulturschätzen auf dein alten Sachsenboden Siebenbürgens in vergangenen Jahrhunderten geschaffen wurde, das will die neue Zeitschrift zusammenfassen. Besonders weise ich auf den Artikel von Otto Alscher (in Orsova) hin: Der Banat und seine Deutschen.
Ich empfehle das sehr reichhaltige Blatt um so lieber, als sein Vertrieb unseren deutschen Brüdern im fernen Siebenbürgen, wo sie leider um ihre Existenz ringen müssen, zu Gute kommt.
XXL Der Bericht der Städtischen Kunstdeputatiou des Berliner Magistrats für das Amtsjahr 1907 enthält folgendes auch für uns Interessante.
1. Gruppe „Am Meeresgrund“. Mit Genehmigung der Deputation hatte der Bildhauer Otto Petri das der Stadtgemeinde Berlin überlassene Modell seines Werkes „Am Meeresgrund“ auf der Kunstausstellung 1907 in Düsseldorf ausgestellt.
Nach Wiedereingang des Modells ist die Ausführung der Gruppe in 1*2 facher Größe in Würzburger Kalkstein durch den genannten Künstler in Angriff genommen worden. Diese Steinbildhanerarbeiten waren am Schlüsse der Berichtszeit soweit gediehen, daß zu Anfang des neuen Etatsjahres die Fundierungsarbeiten an Ort und Stelle begonnen, und nach deren Vollendung die fertige Gruppe aufgestellt werden konnte.
2. Gobelin für das Märkische Provinzialmuseum. Für den in der Sitzung vom 9. März 1907 für die Halle des neuen Märkischen Museumsbaues bestimmten Gobelin war zu Anfang des Berichtsjahres von Franz Naager ein Karton angefertigt worden, nach welchem der Gobelin in haute lisse-Webetechnik in der Berliner Gobelin-Manufaktur W. Ziesch & Co. angefertigt wurde. Der Gobelin hat an der Stirnwand der Halle seinen Platz erhalten.
3. Einer Anregung der Bildhauervereinigung des Vereins Berliner Künstler folgend beschloß die Deputation für einen Ideenwettbewerb zur Gewinnung von Entwürfen für die Ausschmückung des Pappelplatzos der Bildhauervereinigung den Betrag von 7500 Mark zur Verfügung zu stellen. Der Wettbewerb hat stattgefunden, die Modelle der durch Preise ausgezeichneten Entwürfe wurden eingeliefert.