Heft 
(1929) 1
Seite
59
Einzelbild herunterladen

69

und an zeigt sich ein gebrannter Knochensplitter. Dieser Befund reicht in eine Tiefe bis 60 cm.

Nach Osten zu ist hier der Grabung durch den Turnplatz eine Grenze gesetzt, nach Westen und Süden zu soll sie fort­gesetzt werden. In einem soeben auigepslügten Streifen von wenig Metern fanden sich bei Nachsuche neben Scherben und Feuersteinabschlägen auch Eisenklumpen, sodaß die ganze Stelle im weiten Umfang weiterhin zu beobachten bleibt.

Streckenthin.

Eine andere beachtenswerte Fundstelle mit reichlicher Eisen­schlacke ist in diesem Jahre in Streckenthin (Ostprignitz) auf dem Gute des Herrn Klotz zu Tage gekommen. Beim Steineroden fanden Arbeiter auf einem erhöhten Ackerstreifen unweit der Dömnitz unter einem mittelgroßen Findling große Scherbenstücke und zahlreiche Klumpen von Eisenschlacke. Durch freundliche Benachrichtigung des Herrn Klotz konnte von der Museums­leitung aus sofort eine nähere Untersuchung der Fundstelle vor­genommen werden. Es handelte sich nur noch um Reste einer vielleicht schon in der Vorzeit zerstörten Anlage. In kleinere Steine gepackt, die ihrerseits wieder aus größeren Steinen ruhten, fanden sich zahlreiche Gefäßscherben und Eisenschlackenstücke von z. T. erheblicher Größe. An letzteren fiel auf, daß mehrere von ihnen augenscheinlich auf einer Lehmschicht geruht hatten, da diese ihnen noch festverbacken anhaftete. Auch Holzteile waren in der Schlacke noch erkennbar. Die Scherben, die, nach den Randstücken zu urteilen von mehreren sehr großen Gefäßen stammen, gehören dem 6.6. Jahrhundert vor CH. an. Von der unteren Hälfte eines mächtig ausladenden gerauhten Ge­fäßes ließ sich das untere Drittel zusammensetzen. Die Steine reichten in eine Tiefe bis 90 cm. Auch in der näheren Um­gebung waren große Steinlager festzustellen, zwischen denen ganz vereinzelt eine kleine Scherbe vorkam. Nirgends waren Spuren von Branderde zu bemerken.

Niemerlang 2.

An dem Wege von Niemerlang nach Gustavsruh an dem Rand desOchsenkamp" genannten Waldes, dicht neben einer Koppel, die von dem Bach Redlitz durchflossen wird, wurden im Frühjahr 28 beim Stämmeroden Urnen be­obachtet. Durch Herrn Printz-Niemerlang wurde die Mu­seumsleitung benachrichtigt und der Besitzer Herr Brügge, wie später auch sein Nachbar, Herr Nefe, erlaubten mit