Heft 
(1929) 1
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dickwandigen gerauhten und glatten Gefäßscherben. Doch war es nicht möglich, auch nur größere Teile eines Gefäßes davon zusammenzusetzen.

Stelle 21: Eine kleine, dunkle Stelle. Schon in der Humusschicht zeigen sich reichlich Scherben, darunter befanden sich: ein feinwandiges Bodenstück mit Näpfchen, eine Scherbe mit Gittermuster in flachen, breiten Strichen, eine Scherbe mit drei Furchen, ein kleines Stück mit Schrägfurchen, das Rand­stück eines Deckels, ein Henkelstück und Scherben von gerauhten und glatten Gefäßen.

Stelle 22: Unter einer Schicht Weißen Sandes zeigt sich in 37 cm Tiefe eine schwarze Brandstelle von 38 cm Dicke. Ihr Durchmesser beträgt 98 cm. Sie reicht bis in 75 cm Tiefe. Um sie herum finden sich reichlich Scherben: darunter Bodenstück eines Gefäßes mit Rädchenverzierung, gelblich. Henkel und Randstücke von einem derbgerauhten und einem glatten Gefäß, ferner Randstücke von etwa sechs verschiedenen Gefäßen, Boden­stücke, Reste eines braunen, dünnen, klingend harten gebrannten Gefäßes, viele unverzierte Scherben.

Stelle 23: Eine Brandstelle, Ausdehnung Ostwest 110 cm, Nordsüd 125 cm. An der Westseite zeigt sich wieder eine Steinpackung mit Standstein und im Kreis gestellten Steinen, wie sie üblich für Beisetzung einer Urne ist, doch ist die Stein- Packung leer. In der Mitte der Brandstelle noch einmal eine Steiusetzung mit Staudstein, doch sind hier nur im Halbkreis drei Steine herumgestellt, auch diese ist leer. In der Branderde finden sich Scherben und zwar: ein Henkelstückcheu, eine mit dichtem Strichmuster überzogene Scherbe, eine Anzahl Rand­stücke und unverzierte Scherben.

Stelle 24: Eine Brandstelle, Westost 130 cm. Nord­süd 77 cm lang. Die Erde stark durcharbeitet mit reichlich Scherben, die in dickeren Packungen an drei verschiedenen Stellen verteilt waren. Die Dicke der Brandschicht war 3640 cm. Von einem kleinen Gefäß von 15 cm Höhe mit abgesetztem Hals, rundlichem, mit Schrägfurchen verzierten Körper, rötlich gefärbt, waren soviel Scherben vorhanden, daß es sich zu zwei Drittel zusammensetzen ließ. Einige der dazu gehörenden Scherben waren durch Brand verschlackt. Ferner waren vorhanden Stücke eines kleinen, glänzend braunen Gefäßes von derselben Form und Verzierung, eine gelbe Scherbe mit drei Tupfen in Dreiecks­stellung verziert, viele Randscherben, Henkelausätze und unver­zierte Scherben. Auch drei Feuersteinabschläge zeigten sich.