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Zeitstellung unbestimmt:
Ellershagen 4: beim Pflügen und Steineroden wurde auf dem Acker des Landwirts Wodarg eine Steinpackung freigelegt. Sie enthielt reichlich Scherben und Lehmbrocken. Der ganze Acker war reich mit Feuersteinabschlägen bedeckt, von denen einige Bearbeitungsspuren zeigten.
Am Schluß dieser Fundberichte haben wir allen zu danken, die uns Meldung über diese Fundvorkommnisse erstatteten. Hieran waren Bauern und Lehrer in gleicher Weise beteiligt. Der übliche Weg wird immer sein, daß der Bauer durch seine Kinder den Fund in der Schule meldet und der Lehrer die Meldung weiter gibt. All diese Funde sind Buchstaben in der Schrift unserer Heimatkunde. Wir könnnen nicht einen entbehren, denn oft erhält durch ihn ein Wort erst seinen richtigen Sinn. Deshalb geht unsere Bitte immer wieder an alle Ostprignitzer, die kleine Mühe der Meldung nicht zu scheuen. Wir wollen von uns aus versprechen, sobald wie möglich an Ort und Stelle zu sein und unsere Arbeit so einzurichten, daß dem Bauern keinerlei Schaden oder Unbequemlichkeit daraus erwachsen.
An Geschenken erhielt das Museum folgende Gegenstände:
Ein Bajonett von Bauer Vierjahn aus Groß Pankow.
Eine mittelalterliche Lanzen spitze aus R o d d a h n.
Ein Oelbildnis von Konsul Schumburg, gemalt von R. Lundberg, geschenkt von Frau Sch um bürg-Stockholm.
Eine Zierleiste von einem Haustürrahmen vom Hause des Bauern Neumann in Zernitz. Eine Versteinerung (siehe Aufsatz Geologische Plauderei). Beides von Herrn Lehrer Maertens aus Zernitz.
Gleichfalls eine Versteinerung, ein Orthoceras, schenkte Herr Thiele aus Warnsdorf.
Ein gesticktes Bild in Goldrahmen, ein Blatt mit Witt- stock er Ansichten etwa aus den 50 er Jahren, ein gerahmter Stich, einen Bischof darstellend von Franz Daase aus Blumenthal.
Ein Tonteller von Bauer Herm aus Döllen.
Elle aus Holz, aus dem Jahre 1781.
Zwei alte Hufeisen. Geschenkt vom Schmiedemeister Wüst - Triglitz.
Eine geologische Karte von Europa, geschenkt von Prof. Dr. Schneider, Berlin.