an den Seitenteilen verzierte Steinaxt war, die aber auch sonst noch eine wertvolle Bereicherung unserer Musenms- forschung bedeutete. Besonders erwähnt sei hier eine Fibel mit umgeschlagenem Fuß von den Hörster Bergen, verschiedene Steinbeile, Spinnwirtel und Glasperlen. Wir sind Herrn Hardefeldt dankbar, daß er sich von der Sammlung, an der sein Herz hing, aus Liebe zur Heimat zu trennen vermochte.
Nachtrag: Funduntersuchungen der letzten Zeit.
Großgermanenzeit:
Heinrichsdorf 1: beim Pflügen und Anlegen von Kartoffelmieten stieß der Siedler Friedrich Albe auf Scherben und Eisenschlacke. Die Stelle an der Kartoffelmiete und eine zweite dunkle Stelle brachte reichlich slawische Scherben. Eine andere Stelle ergab in 60—56 cm Tiefe einen 30 cm hohen und etwa 40 cm breiten Eisenblock, mit Holzkohle und Lehm durchsetzt. An dieser Stelle fanden sich eine Anzahl vorgeschichtlicher un- verzierter Scherben. Nach Aussage der Siedler sind die ganzen Aecker von Eisenschlackenstücken bedeckt, die z. T. so dicht liegen, daß sie das Pflügen erschweren. Ringsum dehnt sich eine weite Niederung, deren Raseneisenstein also zweifellos hier in vorgeschichtlicher Zeit verhüttet wurde.
Stepenitz 2: Maurer Ganzlin fand auf seinem Acker bei Planierungsarbeiten Scherben, die aus Steinpackungen stammten. Die Untersuchung ergab nur dunkle Stellen und Steinpackungen. Scherben wurden nicht mehr gefunden.
Alt Krüssow: beim Sandabfahren wurde auf der Weide des Bauern Galenbeck eine hohe, eigenartig verzierte eisenzeitliche Urne gefunden, die in 35 cm Tiefe stand. Eine zweite Stelle mit Scherben und Leichenbrand wurde beobachtet. Bei der Funduntersuchung wurde nur noch eine kleine Brandstelle mit etwas Leichenbrand gefunden. DieFundstelle liegt unmittelbar an der Niederung eines kleinen Baches. Auf dem daran anstoßenden höher gelegenen Acker, z. T. erst vor kurzem umgebrochenes Weideland, wurden Scherben gefunden.
Zaatzke 23: Bauer Taebling stieß beim Pflügen auf Steine, darunter einen durchbohrten Mahlstein, und Scherben. Die Funduntersuchung ergab eine runde, einschichtige Steinpackung von etwa 60 cm Dm. Sie war mit Holzkohle und Steinen durchsetzt und unter den Steinen fand sich noch eine dickwandige, große Scherbe. Eine kleine Scherbe war mit Rillen und Schrägstrichmuster verziert. (Spätkaiserzeitlich.)