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Prignitzer" Nr. 223 vom 23. September 1936, hier mit Abbildung).
Putlitz, Kirchenland Diakonat. Beim Pflügen wurden zwei Urnen freigelegt, wovon eine mit einem flachen Stein bedeckt, die andere jedoch schon früher völlig zerstört war. Die erhaltene Urne, eine braune, schwarzgefleckte Schale mit tiefliegendem Umbruch, abgesetztem hohen Hals, kleinem Griffknubben und Bodendelle, gehört zum Todendorfer Typ und enthielt feinen Leichenbrand. Zeitstellung: ältere Wanderzeit, Stufe I (300 bis 100 v. Ztr.). Ferd. Meyer.
Buchbesprechung.
Waldtraut Bohm,
Die Vorgeschichte des Kreises Westprignitz.
Verlag Curt Kabitzsch, Leipzig. 1937.
Herausgegeben vom Kreisausschuß des Kreises Westprignitz.
Alle unsere Mitglieder und alle Heimatfreunde sollen auf dieses Buch hingewiesen werden, das eine wichtige Ergänzung zu dem vor nahezu zehn Jahren erschienenen Werk „Urgeschichte der Ostprignitz" von Walter Matthes bildet. Es ist doch schon eine Sache, auf die die beiden Prignitze stolz sein dürfen, daß sie als die ersten und bisher einzigen Kreise eine archäologische Landesaufnahme durchgeführt haben. Damit ist von der Vor- und Frühgeschichte unserer Landschaft ein Bild vermittelt, das in seiner Art geschlossen und vollständig genannt werden kann. Natürlich mehren sich die Funde noch immer — hie und da wird noch ein Glanzlicht aufgesetzt werden — manche scheinbare Besiedlungslücke wird sich noch schließen. Aber ein mit unendlich reichen Einzelzügen ausgestattetes Gesamtbild ist gegeben. Man braucht nur die Tafeln des neuen Werkes zu betrachten — es sind allein 93 Bildtafeln — wie auch auf dieser großen Zahl die Fülle des Gefundenen noch zusammengedrängt werden mußte. Und doch konnte nur das Wichtigste zur Anschauung gebracht werden. Wir erhalten dadurch einen Begriff von der Lebensfülle der Vergangenheit, die uns dieses Werk vermittelt. Ebenso wie an Bildtafeln ist die Arbeit von W. Bohm auch reicher an Karten ausgestattet, als die Urgeschichte der Ostprignitz, die beiden geologischen Karten sind farbig gegeben. Zu begrüßen ist die Teilung der Eisenzeit in die nach und vor der Zeitwende. Hier sind auch für die Ostprignitz schon seit