Abb. 11. Hakenkreuz auf der Standfläche einer Urne, KuhbierM.
Vas 5nde der 5iszeit.
Von Prof. Dr. F. So lg er.
Wer sich mit erdgeschichtlichen Fragen im Gebiete des norddeutschen Flachlandes beschäftigt, wird immer wieder gerade auf jenen Zeitpunkt hingezogen werden, in dem die Eiszeit zu Ende ging. Wie sah es damals in unserer Heimat aus? Was für klimatische Verhältnisse herrschten? Wie wurde die Mark daun für den Menschen besiedelbar? Eben dieser Uebergang von der sicher unbewohnbaren Eiswüste zu dem Wohnboden unserer Ahnen fordert immer wieder unsere Aufmerksamkeit und naturgemäß ebenso die des erdgeschichtlichen Fachmannes.
Es kommt hinzu, daß diese Zeit in den ersten Jahrzehnten der norddeutschen Eiszeitforschung zum Gegenstände von außerordentlich anschaulich gedachten Theorien gemacht worden war, die in weiteste Kreise drangen: die Theorien von den norddeutschen Urströmen, die einst so ganz anders geflossen wären als heute. Es lag nahe, diese Urströme als die Schmelzwässer