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Waren, benachrichtigte er das Museum Heiligengrabe. Eine schon freigelegte Urne wurde gehoben. Sie stand frei im Sand nur auf einem flachen Stein und zeichnete sich durch sehr feinen Ton, besonders schöne Formgebung und reiche Verzierung — 2 Dreieckreihen, halbmondförmiger Henkelwulst — aus. Auch die angeschnittene Steinpackung wurde untersucht. Es handelte sich um ein Steinbett von 2,30 in Länge und 0,80 in Breite, Südwest-Nordost gerichtet. An dem Südwestende war ein kleiner quadratischer Ausbau vorhanden. (Abbildung 16.) In diesem Ausbau stand die Urne in 40 cm Tiefe. In der langen, schmalen Steinsetzung daneben fanden sich weder Scherben noch Leichenbraudreste. Die Urne, von schönen flach zugeschlagenen Steinen umstanden, hatte einen Deckel, war aber sehr grob und brüchig in der Scherbe. In ihrem Inneren barg sie ein kleines Beigefäß, zwei stark verrostete Eisenschnallen und eine eiserne Spatennadel.
Abb. 16. Steinsetzung, daneben Urne in Packung, Feldmark Eichenfelde.