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Zernitz 9: Beim Rigolen von Gartenland wurden Scherben gefunden, dickwandig und gerauht, die als Siedlungsscherben anzusprechen sind.
Kötzlin 1 und Kötzlin 4: Beides sind alte Fund- Plätze. Es wurden hier Scherben aufgelesen, von denen einige rädchenverziert waren. Ueberwiesen von Lehrer Steiner.
Gadow 3: Auf rein sandigem Oedland wurden reichlich Scherben gefunden und von R. Ganzer und Lehrer Lorenz gemeldet. Auch bei der Funduntersuchung stieß man auf dem ganzen Gelände überall auf Scherben. Es handelt sich um eine Siedlungsstelle.
Kuhbier 1b (alte Fundstelle) und Kuhbier 11: Auf beiden Stellen vorgeschichtliche Scherben, darunter solche nnt Kammstrich, Rillen und Rädchenverzierung. Ueberwiesen durch Lehrer Schütz.
Buckow 13: In der Dorfniederung, inmitten von Acker, liegt die leicht erhöhte Fundstelle. Der Besitzer Bauer Riep hat in diesem Jahr hier Kies für einen Bau gefahren. Dabei stieß er auf eine Brandstelle, benachrichtigte Lehrer Kelch, dieser legte sie frei und machte Meldung an das Museum. 40 cm unter der Oberfläche lag eine kreisförmige Stelle scharf gebrannter und geschwärzter Steine, auf denen an zwei verschiedenen Stellen Scherbenreste lagen. An der einen Stelle handelte es sich um eiu Gefäß mit grober, gerauhter Oberfläche, an der anderen um dünnwandige Scherben von einem anscheinend kleineren Gefäß. Die Steinpackung, ganz von fetter, tiefschwarzer Erde untersetzt, reichte in 67 cm Tiefe. Ihre Länge Richtung Nordsüd betrug 1,20 m, ihre Breite 0,80 m. Zwischen den Steinen fand sich nur Holzkohle und ein Feuersteinabschlag. Die Scherben hatten nur obenauf gelegen. Weitere Spuren waren in dem freigelegten Boden nicht zu finden.
Buchholz 6: Beim Kiesgraben wurden auf dem Acker von Bauer Berg Eisenschlacke und Scherben von zwei dickwandigen Gefäßen gefunden. Der Boden war dunkel verfärbt.
Lindenberg: In der Schule von Lindenberg befanden sich einige für die Heimatkunde wichtige Gefäße: ein Rauhtopf, eine Urne, eiförmig, mit aufgeteiltem, gerauhten Körper. Die glatten Aufteilungsstreifen enden oben in sich nach unten öffnenden Halbkreisen, sodaß sie pfeilartig aussehen. (Abbildung 17.) Endlich gehört noch ein runder, großer Falzdeckel zu dem Befund. Die Urnen wurden seinerzeit von dem Friedhof Lindenberg 8 geborgen. Dem Museum wurde damals nur ganz verspätet Mitteilung gemacht. Um der Wichtigkeit der Formen und der Verzierung willen ist diese Versäumnis sehr