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zu bedauern. Zweifellos hätten bei einer sachgemäßen Bergung sehr wichtige Beobachtungen gemacht werden können.
Abb. 17. Urne der Großgermanenzeit mit beachtenswerter Verzierung, Feldmark Lindenberg.
Stüdenitz 16 : Auf der Koppel des Bauern Vick, in unmitteldarer Nähe der alten Grabungsstelle von Prof. Kiekebusch, hatte Arnold Hübner Scherbenreste und Holzkohle in beträchtlicher Menge und Größe gefunden. Dazu kamen Schlackenreste. Die Besichtigung der Fundstelle erbrachte auch kein anderes Ergebnis. Es wird hier wohl eine großgermanische Siedlung von größerer Ausdehnung gelegen haben.
Slaoenzeit.
Kyritz 24: Etwa 460 m von der alten Fundstelle 11 entfernt, dem im Jahre 1927 vom Museum ausgegrabenen Slavenfriedhof, wurden bei Erdbewegungsarbeiten wieder Skelettreste gefunden. Die Funde waren bei der einsetzenden Untersuchung nicht mehr in ihrer alten Lage, sondern durch die Arbeiter bereits entfernt worden. Es ließ sich aber in dem Hellen Sand noch deutlich ein dunkles Rechteck erkennen in der Größe von 65 zu 176 cm. Die Fundtiefe betrug 65 cm. Richtung Nordnordost nach Südsüdwest. Die Hälfte eines Schädels (Langschädel) und Oberschenkelknochen sind erhalten. Der Schädel lag im Nordnordostteil der Grube. In Gürtelhöhe hatte sich ein eisernes Messer mit Griffangel und geradem Rücken gefunden. Da offenbar Sargbestattung Vorgelegen hat, möchte der Fund doch mit dem Slaven-Friedhof Zusammenhängen.