Heft 
(1.1.2019) 03
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SEHEN- HÖREN- FRAGEN

Es hat sich herumgesprochen: Einen Teil der Ausbildung im Ausland zu absolvieren, ist unter vielerlei Gesichtspunkten sinnvoll und ratsam. Um dafür die richtige Entscheidung treffen zu können, ist Sachkunde erforderlich. Deshalb veranstaltete das Akademische Auslandsamt (AAA) der Uni erstmalig am 10. Februar dieses Jahres einenTag der offenen Tür". Ziel der Initiatorin, Antje Bürger, war es dabei, Inter­essenten mit vielfältigen Informationen zum Studium an den zwölf Partnerhochschulen in den USA, Kanada und Australien zu versorgen und

damit auch für diese Ausbildungsmöglichkeiten zu werben. So lagen Info-Materialien bereit, bot das Programm Vorträge, Gesprächsrunden, Video-Vorführungen, Dia-Vorträge und Surfen im Internet. Ausländische Studierende, Mitarbeiter des Australienzentrums der Hochschule und des AAA sowie des Council(unser Foto) standen als Gesprächspartner an diesem Tage zur Verfügung. Das Angebot des AAA fand innerhalb und außerhalb der Uni gute Resonanz. Deshalb wird es derartige Offerten auch weiterhin geben. B.E./Foto: Fritze

L-E-R UND DIE RELIGIONEN

Lehrkräfte und Religionswissenschaftler im Gespräch

Zum Auftakt der semestermüden Zwi­schenzeit fanden sich vom 13. bis 15. Fe­bruar 1998 L-E-R- Lehrkräfte, Studieren­de und Wissenschaftler zu einer Tagung über den religionswissenschaftlichen Horizont des Unterrichts in Lebensgestal­tung Ethik Religionskunde zusammen, die von den Religionswissenschaftlern Prof. Dr. Karl Erich Grözinger, Uni Pots­dam, und Prof. Dr. Hartmut Zinser, FU Berlin, gemeinsam verantwortet wurde. Sie hatte das Thema:L-E-R und die Re­ligionen. Pluralität Neutralität Kon­fessionalität. Die Tagung unterstützten das brandenburgische Bildungsministe­Num und die Fritz Thyssen Stiftung Köln.

Die obligatorischen Grußworte erwiesen SICh trotz Verzichts auf Friedrichs des Gro­ßen Toleranz-Zitate als ergiebig. Dies ins­besondere deswegen, weil die Schirmherrin der Veranstaltung, Brandenburgs Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Angelika Pe­ter, sich das Anliegen der Tagung, einen Sesprächsauftakt zwischen Religions­Wissenschaftlern und Lehrern zu bilden,

vollständig zu eigen machte. Sie verband dies mit einem nachdrücklichen Bekenntnis zur religionskundlichen Komponente des Unterrichts. Für einen Zugang zu den ererb­ten künstlerischen Traditionen, der qualifi­zierten individuellen Suche nach Orientie­rung und dem respektvollen Zusammenle­ben verschiedener Kulturen sei eine religionswissenschaftlich begründete Religionskunde unabdingbar.

Die konstruktive Mitarbeit der Uni Potsdam an der Ausbildung von L-E-R-Lehrkräften hob die Prorektorin für Lehre und Studium, Prof. Dr. Bärbel Kirsch, hervor. Zur Vorberei­tung des im Wintersemester 1998/99 begin­nenden Aufbaustudiengangs sei jede Pra­xis-Erfahrung willkommen. In eine von Säkularisierungsdebatten weitgehend ver­schonteheile Welt ohne Religionsunter­richt entführte Prof. Dr. Hans J. Hillerbrandt von der Duke University mit seinem Vortrag über die Situation in den USA. Hier zeigte sich eine radikale Verschiedenheit diesbe­züglicher staatlicher Auffassungen, die das Problem des Umgangs mit Pluralismus und Werteerziehung allerdings nunmehrpriva­

UNO-Dokumentationsstelle in der Uni-Bibliothek

Angenommen, eine Belegarbeit oder Studie über die Bevölkerungsentwicklung und die demographischen Strukturen Indiens oder über die Lösung globaler Probleme durch die UNO sind zu schreiben. Woher holt man umfassendes Material über Indiens soziale und ökonomische Bevölkerungsbewegung oder über die Organe der UNO? Aus einer Dokumentationsstelle der Vereinten Natio­nen. Dafür muß der Interessierte keine lan­gen Wege zurücklegen, endlos E-mails ver­schicken oder unzählige Bibliotheken aufsu­chen. An der Universität Potsdam existiert eine UNO-Depositarbibliothek. Nicht nur für Geographen oder Politikwissenschaftler, sondern auch für Juristen und andere gibt es dort wahre Schätze zu entdecken. Hier ist so ziemlich alles von den Tagungsprotokollen der Vollversammlung, des Sicherheitsrates, über Statistiken der UN-Entwicklungsbehör­de(UNDA) bis zu Programmen der UNESCO zu finden. Wissensdurst kann an ünf Tagen in der Woche von 9.30 Uhr bis 11.30.Uhr und von Montag bis Donnerstag Ur zwei Stunden am Nachmittag(13.00 bis 15.00 Uhr) gelöscht werden. Die UN-Biblio­hek befindet sich im Uni-Standort Grieb­nitzsee neben der Bereichsbibliothek Ba­belsberg der Uni-Bibliothek, Haus 1. Als An­sprechpartnerin vor Ort fungiert Sabine Stolz. Sie ist telefonisch unter 0331/977-3266 oder-3568 erreichbar. Andre Lomsky

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Druck aus dem Gesangbuch von Valentin Bapst um 1645 ‚Abb.: Repro.

tisiert. Prof. Dr... W. Graf wagte sich an eine Definition vonReligion als eines integrativen gesellschaftlichen Mediums;

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PUTZ 3/98

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