SEHEN- HÖREN- FRAGEN
Es hat sich herumgesprochen: Einen Teil der Ausbildung im Ausland zu absolvieren, ist unter vielerlei Gesichtspunkten sinnvoll und ratsam. Um dafür die richtige Entscheidung treffen zu können, ist Sachkunde erforderlich. Deshalb veranstaltete das Akademische Auslandsamt (AAA) der Uni erstmalig am 10. Februar dieses Jahres einen„Tag der offenen Tür". Ziel der Initiatorin, Antje Bürger, war es dabei, Interessenten mit vielfältigen Informationen zum Studium an den zwölf Partnerhochschulen in den USA, Kanada und Australien zu versorgen und
damit auch für diese Ausbildungsmöglichkeiten zu werben. So lagen Info-Materialien bereit, bot das Programm Vorträge, Gesprächsrunden, Video-Vorführungen, Dia-Vorträge und Surfen im Internet. Ausländische Studierende, Mitarbeiter des Australienzentrums der Hochschule und des AAA sowie des Council(unser Foto) standen als Gesprächspartner an diesem Tage zur Verfügung. Das Angebot des AAA fand innerhalb und außerhalb der Uni gute Resonanz. Deshalb wird es derartige Offerten auch weiterhin geben. B.E./Foto: Fritze
L-E-R UND DIE RELIGIONEN
Lehrkräfte und Religionswissenschaftler im Gespräch
Zum Auftakt der semestermüden Zwischenzeit fanden sich vom 13. bis 15. Februar 1998 L-E-R- Lehrkräfte, Studierende und Wissenschaftler zu einer Tagung über den religionswissenschaftlichen Horizont des Unterrichts in Lebensgestaltung— Ethik— Religionskunde zusammen, die von den Religionswissenschaftlern Prof. Dr. Karl Erich Grözinger, Uni Potsdam, und Prof. Dr. Hartmut Zinser, FU Berlin, gemeinsam verantwortet wurde. Sie hatte das Thema:„L-E-R und die Religionen. Pluralität— Neutralität— Konfessionalität“. Die Tagung unterstützten das brandenburgische BildungsministeNum und die Fritz Thyssen Stiftung Köln.
Die obligatorischen Grußworte erwiesen SICh— trotz Verzichts auf Friedrichs des Großen Toleranz-Zitate— als ergiebig. Dies insbesondere deswegen, weil die Schirmherrin der Veranstaltung, Brandenburgs Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Angelika Peter, sich das Anliegen der Tagung, einen Sesprächsauftakt zwischen ReligionsWissenschaftlern und Lehrern zu bilden,
vollständig zu eigen machte. Sie verband dies mit einem nachdrücklichen Bekenntnis zur religionskundlichen Komponente des Unterrichts. Für einen Zugang zu den ererbten künstlerischen Traditionen, der qualifizierten individuellen Suche nach Orientierung und dem respektvollen Zusammenleben verschiedener Kulturen sei eine religionswissenschaftlich begründete Religionskunde unabdingbar.
Die konstruktive Mitarbeit der Uni Potsdam an der Ausbildung von L-E-R-Lehrkräften hob die Prorektorin für Lehre und Studium, Prof. Dr. Bärbel Kirsch, hervor. Zur Vorbereitung des im Wintersemester 1998/99 beginnenden Aufbaustudiengangs sei jede Praxis-Erfahrung willkommen. In eine von Säkularisierungsdebatten weitgehend verschonte„heile Welt“ ohne Religionsunterricht entführte Prof. Dr. Hans J. Hillerbrandt von der Duke University mit seinem Vortrag über die Situation in den USA. Hier zeigte sich eine radikale Verschiedenheit diesbezüglicher staatlicher Auffassungen, die das Problem des Umgangs mit Pluralismus und Werteerziehung allerdings nunmehr„priva
UNO-Dokumentationsstelle in der Uni-Bibliothek
Angenommen, eine Belegarbeit oder Studie über die Bevölkerungsentwicklung und die demographischen Strukturen Indiens oder über die Lösung globaler Probleme durch die UNO sind zu schreiben. Woher holt man umfassendes Material über Indiens soziale und ökonomische Bevölkerungsbewegung oder über die Organe der UNO?— Aus einer Dokumentationsstelle der Vereinten Nationen. Dafür muß der Interessierte keine langen Wege zurücklegen, endlos E-mails verschicken oder unzählige Bibliotheken aufsuchen. An der Universität Potsdam existiert eine UNO-Depositarbibliothek. Nicht nur für Geographen oder Politikwissenschaftler, sondern auch für Juristen und andere gibt es dort wahre Schätze zu entdecken. Hier ist so ziemlich alles von den Tagungsprotokollen der Vollversammlung, des Sicherheitsrates, über Statistiken der UN-Entwicklungsbehörde(UNDA) bis zu Programmen der UNESCO zu finden. Wissensdurst kann an ünf Tagen in der Woche von 9.30 Uhr bis 11.30.Uhr und von Montag bis Donnerstag Ur zwei Stunden am Nachmittag(13.00 bis 15.00 Uhr) gelöscht werden. Die UN-Bibliohek befindet sich im Uni-Standort Griebnitzsee neben der Bereichsbibliothek Babelsberg der Uni-Bibliothek, Haus 1. Als Ansprechpartnerin vor Ort fungiert Sabine Stolz. Sie ist telefonisch unter 0331/977-3266 oder-3568 erreichbar. Andre Lomsky
Ad Ein Kind lt ons geborn/Ein Son ift one gegeben/ welche herrfchafft ft auff feiner fchulter/E fair.
Druck aus dem Gesangbuch von Valentin Bapst um 1645 ‚Abb.: Repro.
tisiert“. Prof. Dr... W. Graf wagte sich an eine Definition von„Religion“ als eines integrativen gesellschaftlichen Mediums;
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