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(1.1.2019) 03
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einerSoftware der Gesellschaft. Der in der folgenden Diskussion gefundene Be­griff der menschlichenTiefengrammatik, die es in L-E-R zu entschlüsseln gälte, gei­sterte durch die folgenden Gespräche. Zwei Vorträge beschäftigten sich mitpro­duktiven Divergenzen zwischenGesell­schaft undReligion. Prof. Dr. Jörg Rüpke von der Uni Potsdam wies auf die normen­setzende(häusliche Alltagskultur), herr­schaftsstabilisierende(öffentliche und ge­heime Kulte und Feste) und-transzendie­rende Rolle antiker Religionen und ihr Wei­terwirken hin. Karl Erich Grözinger zeigte am Beispiel von Bibel und Judentum die umstrittenen Begründungsweisen ethi­scher und ritueller Gesetze auf, die von metaphysischen, sozialen, geschichtli­chen bis zu rationalen Ansätzen reichten, wobei sich die metaphysischen Gebots­begründungen als die dauerhaftesten er­wiesen.

Daß auch die völlig unterschiedlichen Grundpositionen der Religionen für das un­terrichtliche Gespräch Berücksichtigung finden müssen, wies Dr. Christian Auffahrth aus Tübingen am Beispiel der Kreuzzüge Ssmittelalterlicher Form interreligiösen ialogs nach. Während dieses Kapitel der uropäischen Kirchengeschichte imWe­sten längst als überwunden und abgetan gelte, empfinde die islamische Welt west­europäische Toleranz- und Demokratievor­stellungen als Fortsetzung der Kreuzzüge mit anderen Mitteln. Prof. Dr. Peter Antes aus Hannover erörterte die Frage derSi­mulation von Religion im Unterricht, die dem Dilemma der Motivation und Legitima­tion von Unterricht zu entkommen sucht. Soll man simulieren...? Nur bedingt und mit äußerster Vorsicht; denn: Ein Arzt muß nicht alle Krankheiten gehabt haben, ehe er hei­len kann. L-E-R, so Antes, muß sich auf die Gratwanderung begeben zwischen einer kleinen Weinkunde(in Lichtbildern) und dem Schnuppern an der geöffneten Fla­sche. Susanne Galley

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Der Umgang mit Medien muß genauso gelernt werden wie Lesen

und Schreiben.

MEDIENSTERN SCHULE

Kinder und Jugendliche mit Medien nicht allein lassen

Die Arbeitsstelle Medienpädagogik der Universität Potsdam hat kürzlich unter dem TitelMedienstern Schule eine bundesländerübergreifende Initiative ins Leben gerufen, die helfen soll, das medienpädagogische Arbeiten in Schule und Hochschule zu fördern. Die Initiative Medienstern Schule will die Sensibili­tät bei pädagogisch Arbeitenden dafür wachhalten, daß Medienkompetenz eine Schlüsselqualifikation auf dem Weg in die Informationsgesellschaft darstellt.

Neben dem Elternhaus ist heutzutage mehr denn je auch die Schule gefordert, Kinder und Jugendliche dahingehend zu befähi­gen, daß sie mit Medien sinnvoll umgehen können. Der Umgang mit den Medien muß genauso erlernt werden wie Lesen und Schreiben. Jeder Lehrer sollte sich deshalb angesprochen fühlen, sich regelmäßig mit der Medienwelt auseinanderzusetzen und Berührungspunkte zum eigenen Fach aus­zumachen. Alle Fächer bieten die Chance, der Sprache der Medien auf den Grund zu gehen. Hier setzt das ProjektMedienstern Schule an. Es zielt in erster Linie auf die Erhöhung von Medienkompetenz, damit auch von Handlungskompetenz, bei Kin­dern und Jugendlichen ab. Gestartet wurde das Projekt mit folgenden Schulen: Verbundene Haupt- und Realschu­le mit Grundschule Tützpatz(Landkreis Demmin), Gesamtschule Kirchmöser (Stadtkreis Brandenburg), Sekundarschule Barleben(Landkreis Ohrekreis), Regel­schuleAlfred Brehm Jena. Im Ergebnis einer 26 Teilnehmer zählenden Beratung Ende Januar 1998 an der Universität Pots­dam fanden die Projektpartner erste inhalt­liche Ansatzpunkte zur Umsetzung der Projektidee.

Das ProjektMedienstern Schule nimmt die ganze Bandbreite verfügbarer Medien in den Blick, von den Printmedien bis hin zum Internet. An allen Projektschulen existiert eine Schülerzeitung. Die Partner imMedien­stern beabsichtigen, das ProjektZeitung in der Schule fest in den Unterricht zu integrieren. Darüber hinaus wollen sie in jährlichem Wech­sel Seminare zur Fortbil­dung' ihrer Schüler­zeitungsredakteure orga­nisieren und gestalten. Den Anfang dazu macht ein zweitägiges Seminar im September dieses

Foto: A. Schöps

Jahres in Barleben für die Redakteure des Barleber Augapfel und desMücken­stich aus Kirchmöser. Das Projekt hilft, die technische Ausstat­tung der Projektschulen weiter zu verbes­sern, zum Beispiel hinsichtlich der Bewil­ligung einer Anbindung an das Internet durch die InitiativeSchulen ans Netz e.V." Für die Projektschulen in Tützpatz und Kirchmöser konnte dieses Vorhaben scho realisiert werden. Auf diese Weise träg das Projekt dazu bei, den Unterricht inter­essanter, aktueller, moderner, abwechs­lungsreicher- auch unterhaltsamer z gestalten. Es wird entdeckendes und for­schendes Lernen gefördert, zum Beispie durch Online-Recherchen oder Direkt­kontakte mit anderen Projektschulen. Die Partner sehen im ProjektMedienstern Schule eine Plattform für den Austausch von Informationen und Erfahrungen zu medienpädagogischen Fragen. Eine wich­tige Brücke der Kommunikation und Koope­ration wird dabei über das Internet aufge­baut. Wesentliche Projektergebnisse wer­den dokumentiert und öffentlich gemacht. Dazu wollen die Projektteilnehmer ver­schiedene Medien als Sprachrohre gewin­nen bzw. nutzen. Das Projekt eröffnet Studierenden die Mög­lichkeit, Projektideen zur Arbeit mit Medie vor Ort mit Lehrern und Schülern zu erpro­ben. Es will Studierenden in diesem Zusam: menhang Möglichkeiten schaffen, die Teilprojekten gewonnenen Erkenntniss und gesammelten Erfahrungen zu doku: mentieren. So werden die Studentinne Christiane Maaß, Anja Schünemann und Ju­lia Tollkiehn im Mai 1998 während eine Projektwoche an der Gesamtschule| Kirchmöser ihre Projektideen zu den The­menWerbung als Projekt und ‚Wir mache Theater im Schulalltag umsetzen. Die Vor bereitungen dazu laufen seit zwei Monaten. Erkenntnisse und Erfahrungen sollen nich! nur in der Schule genutzt werden, sonder auch in(medien)pädagogische Arbeiten a der Universität Potsdam einfließen. Aufga ben der Koordinierung von Arbeiten im Pro­jekt übernimmt die Arbeitsstelle Medien: pädagogik der Universität. Ein wichtiges Ziel der Initiative besteht darin, weitere Mitstreiter für die Umsetzung der mit ih! aufgemachten Zielstellungen zu gewinne). Die InitiativeMedienstern Schule soll zu nächst eine Laufzeit bis zum 31. März 200 haben. Angelika Schöps/ Wolfgang Fromm|

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Weitere Informationen zum Projekt erteilt| die Arbeitsstelle Medienpädagogik unte der Telefonnummer 0331/977-2004.

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