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(1.1.2019) 03
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PERSONALRATSWAHLEN IM MAI

Nachdem am 3. und 4. März 1998 die Wahlen für den Hauptpersonalrat beim brandenburgischen Ministerium für Wis­senschaft, Forschung und Kultur durchge­führt wurden, müssen nach Ablauf der vierjährigen Amtszeit auch die örtlichen Personalräte der Universität Potsdam neu gewählt werden. Der Wahlvorstand hat dafür den 11. und 12. Mai 1998 festgelegt. Nach den Vorschriften des Personalver­tretungsgesetzes des Landes Branden­burg müssen für die Universität Potsdam drei Personalräte gewählt werden.

Der Personalrat der Mitarbeiter aus Technik und Verwaltung(MTV) vertritt hauptsäch­lich die personalrechtlichen Interessen die­ser Mitarbeiter. Um auch die Belange ein­zelner Gruppen zu berücksichtigen, sind in diesem Personalrat zwei Arbeiter und ein Beamter vertreten. Das wissenschaftliche Personal wählt einen eigenen Personalrat. Probleme; die alle Mitarbeiter betreffen, wie z.B. Arbeitsschutz oder Bauangelegen­

heiten, werden von dem Gesamtpersonal­rat aufgenommen, der dann versucht, die­se mit der Dienststelle zu klären. Die Perso­nalräte haben also die Aufgabe, die Interes­sen der Beschäftigten gegenüber der Dienststelle zu vertreten und gegebenfalls zu schützen.

Das Personalvertretungsrecht sieht eine Reihe festgeschriebener Beteiligungsrech­e für die Personalräte vor. Sollte zwischen Dienststelle und Personalrat keine Einigung erzielt werden, so müssen das Wissen­schaftsministerium als übergeordnete Dienststelle und der Hauptpersonalrat eine Einigung erzielen. Zu mitbestimmungs­pflichtigen Maßnahmen gehören z.B. Ein­gruppierungen und Kündigungen. Neben diesen, meist einzelne Betreffende Maß­nahmen gibt es auch Konflikte, die ganze Beschäftigungzweige oder Bereiche tangie­ren, wie die Einführung der Gleitzeit oder Grundprobleme des Arbeitsschutzes. Der unmittelbare Ansprechpartner der Perso­nalräte ist der Kanzler bzw. der Rektor. So

ORDNUNG UND SICHERHEIT GEHT ALLE AN Kriminalitätsentwicklung und Prävention

Das Land Brandenburg hat seit Jahren einen Spitzenplatz in der Kriminalitätsentwicklung der Bundesrepublik Deutschland inne. Die damit verbundenen Geschehnisse mit ihren Auswirkungen haben auch die Universität Potsdam nicht verschont. In den ersten Jah­ren nach der Wende waren vor allem Kfz­Diebstähle bzw. Sachbeschädigungen an Fahrzeugen, verbunden mit Diebstahls­handlungen von in Autos zurückgelassenen Gegenständen sowie unberechtigtes Benut­zen von PKW zu verzeichnen. Schwerpunkt waren die Parkflächen in Golm. Dem offen­sichtlich organisierten Fahrzeugdiebstahl konnte durch intensive nächtliche Kontrollen seitens der Polizei und des Wachschutzes sowie durch den Einbau von Wegfahrsperren und Alarmanlagen allmählich Einhalt gebo­ten werden. Gegenwärtig bildet diese De­liktkategorie die absolute Ausnahme.

Seit 1994 verlagerte sich das Interesse der Straftäter. Es richtet sich gegen die an der Universität vorhandene Computer-Hard­ware, Diese Straftaten machten schon bald über 50 Prozent aller kriminellen Handlun­gen aus. Anfänglich boten allerdings Türen, Fenster und Schränke der Seminar- und Ar­beitsräume den Einbrechern kaum nen­nenswerten Widerstand, und der in der Re­gel für jedermann freie Zugang zu den Häu­sern ermöglichte überdies ein vorheriges Ausspähen und dann auch einen schnellen Abtransport des Diebesgutes. Umfassend eingeleitete Präventivmaßnahmen und ver­mutlich nachlassende Nachfrage nach Com­putern auf dem illegalen Markt führten zu ei­

nem spürbaren Rückgang dieser Angriffe und zur Herausbildung eines neuen Trends. Jetzt zielen rund 50 Prozent aller Diebstahls­handlungen auf Wertkassetten, Brieftaschen und andere persönliche Gegenstände, aber auch ganz zielgerichtet auf wertvolle Gerä­te, wie Videokameras und-recorder, ab. Zu­nehmend ist dabei festzustellen, daß die Diebe sehr genau über die Ausstattung von Räumlichkeiten Bescheid wußten, in mehre­ren Fällen sogar die verschlossenen Gebäu­de, ohne erkennbare Einbruchsschäden zu verursachen, betreten und wieder verlassen haben. Begünstigt wurden die Täter durch kurzzeitiges Offenlassen von Arbeits- und Diensträumen am Tage."Trotz der genannten ungünstigen Umstände gelang es durch den Einsatz des Wachpersonals, den Anteil der vereitelten Einbruchsdiebstähle von 35 auf 43 Prozent zu steigern. Neben dem Diebes­gut konnte mehrfach auch Einbruchswerk­zeug sichergestellt und in zwei Fällen ein Tatverdächtiger vorläufig festgenommen und der Polizei übergeben werden.

Der Eigentümer bzw. Nutzer ist allerdings auch selbst in die Pflicht genommen. Alle Beschäftigten und Studierenden sollten deshalb ihrerseits zum Erhalt des Arbeits­bzw. Studienplatzes beitragen. Das beginnt mit dem Verständnis für unbequeme Maß­nahmen und endet bei konkreten Vorschlä­gen zur Eindämmung dieser unerwünsch­ten Vorkommnisse. Denn: Es ist allemal sinnvoller, wenn alle, die an einer Verände­rung interessiert sind, miteinander statt übereinander reden. Heinz Korffmann

können über den Personalrat Sorgen, Äng­ste und Probleme der Mitarbeiter, ohne ein­zelne Stufen des Dienstweges einhalten zu müssen, direkt an den Kanzler oder Rektor herangetragen werden. Monatlich treffen sich Personalrat und Kanzler bzw. Rektor, um Probleme zu besprechen. Für die Jugendlichen und Auszubildenden wurde eine eigene Vertretung(JAV) ge­wählt, die ähnliche Aufgaben wie die Perso­nalräte hat. Jährlich findet eine Personal­versammlung statt, bei der die Personalrä­te vor ihren jeweiligen Wählern einen Tätig­keitsbericht erstatten und Anregungen und Aufträge entgegennehmen. Die diesjährige Personalversammlung der Mitarbeiter aus Technik und Verwaltung findet am 29.04.1998 um 13.00 Uhr im Audi max des Uni-Komplexes Am Neuen Palais statt. Hier werden auch die Kandidaten für den neuen Personalrat MTV vorgestellt. Um die Posi­tionen der Personalräte zu stärken, ist eine hohe Wahlbeteiligung wünschenswert. Manfred Süring

Neuer Vorsitzender des Wissenschaftsrates

Der Wissenschaftsrat hat Ende Januar 1998 den Münchner Historiker Prof. Dr. phil. Win­fried Schulze zu seinem neuen Vorsitzen­den gewählt. Professor Schulze folgt der turnusgemäß aus dem Wissenschaftsrat ausscheidenden Ilmenauer Ingenieurwis­senschaftlerin Prof. Dr.-Ing. Dagmar Schi­panski nach, die das Amt der Vorsitzenden zwei Jahre lang innehatte. Schulze, der 1942 in Bergisch Gladbach geboren wurde, stu­dierte Mittlere und Neuere Geschichte und Politische Wissenschaften an den Universi­täten Köln und FU Berlin. Er promovierte 1970 in Berlin und habilitierte sich 1975. Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Ar­beiten ist die europäische Geschichte der Frühen Neuzeit. WR

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