PERSONALRATSWAHLEN IM MAI
Nachdem am 3. und 4. März 1998 die Wahlen für den Hauptpersonalrat beim brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur durchgeführt wurden, müssen nach Ablauf der vierjährigen Amtszeit auch die örtlichen Personalräte der Universität Potsdam neu gewählt werden. Der Wahlvorstand hat dafür den 11. und 12. Mai 1998 festgelegt. Nach den Vorschriften des Personalvertretungsgesetzes des Landes Brandenburg müssen für die Universität Potsdam drei Personalräte gewählt werden.
Der Personalrat der Mitarbeiter aus Technik und Verwaltung(MTV) vertritt hauptsächlich die personalrechtlichen Interessen dieser Mitarbeiter. Um auch die Belange einzelner Gruppen zu berücksichtigen, sind in diesem Personalrat zwei Arbeiter und ein Beamter vertreten. Das wissenschaftliche Personal wählt einen eigenen Personalrat. Probleme; die alle Mitarbeiter betreffen, wie z.B. Arbeitsschutz oder Bauangelegen
heiten, werden von dem Gesamtpersonalrat aufgenommen, der dann versucht, diese mit der Dienststelle zu klären. Die Personalräte haben also die Aufgabe, die Interessen der Beschäftigten gegenüber der Dienststelle zu vertreten und gegebenfalls zu schützen.
Das Personalvertretungsrecht sieht eine Reihe festgeschriebener Beteiligungsreche für die Personalräte vor. Sollte zwischen Dienststelle und Personalrat keine Einigung erzielt werden, so müssen das Wissenschaftsministerium als übergeordnete Dienststelle und der Hauptpersonalrat eine Einigung erzielen. Zu mitbestimmungspflichtigen Maßnahmen gehören z.B. Eingruppierungen und Kündigungen. Neben diesen, meist einzelne Betreffende Maßnahmen gibt es auch Konflikte, die ganze Beschäftigungzweige oder Bereiche tangieren, wie die Einführung der Gleitzeit oder Grundprobleme des Arbeitsschutzes. Der unmittelbare Ansprechpartner der Personalräte ist der Kanzler bzw. der Rektor. So
ORDNUNG UND SICHERHEIT GEHT ALLE AN Kriminalitätsentwicklung und Prävention
Das Land Brandenburg hat seit Jahren einen Spitzenplatz in der Kriminalitätsentwicklung der Bundesrepublik Deutschland inne. Die damit verbundenen Geschehnisse mit ihren Auswirkungen haben auch die Universität Potsdam nicht verschont. In den ersten Jahren nach der Wende waren vor allem KfzDiebstähle bzw. Sachbeschädigungen an Fahrzeugen, verbunden mit Diebstahlshandlungen von in Autos zurückgelassenen Gegenständen sowie unberechtigtes Benutzen von PKW zu verzeichnen. Schwerpunkt waren die Parkflächen in Golm. Dem offensichtlich organisierten Fahrzeugdiebstahl konnte durch intensive nächtliche Kontrollen seitens der Polizei und des Wachschutzes sowie durch den Einbau von Wegfahrsperren und Alarmanlagen allmählich Einhalt geboten werden. Gegenwärtig bildet diese Deliktkategorie die absolute Ausnahme.
Seit 1994 verlagerte sich das Interesse der Straftäter. Es richtet sich gegen die an der Universität vorhandene Computer-Hardware, Diese Straftaten machten schon bald über 50 Prozent aller kriminellen Handlungen aus. Anfänglich boten allerdings Türen, Fenster und Schränke der Seminar- und Arbeitsräume den Einbrechern kaum nennenswerten Widerstand, und der in der Regel für jedermann freie Zugang zu den Häusern ermöglichte überdies ein vorheriges Ausspähen und dann auch einen schnellen Abtransport des Diebesgutes. Umfassend eingeleitete Präventivmaßnahmen und vermutlich nachlassende Nachfrage nach Computern auf dem illegalen Markt führten zu ei
nem spürbaren Rückgang dieser Angriffe und zur Herausbildung eines neuen Trends. Jetzt zielen rund 50 Prozent aller Diebstahlshandlungen auf Wertkassetten, Brieftaschen und andere persönliche Gegenstände, aber auch ganz zielgerichtet auf wertvolle Geräte, wie Videokameras und-recorder, ab. Zunehmend ist dabei festzustellen, daß die Diebe sehr genau über die Ausstattung von Räumlichkeiten Bescheid wußten, in mehreren Fällen sogar die verschlossenen Gebäude, ohne erkennbare Einbruchsschäden zu verursachen, betreten und wieder verlassen haben. Begünstigt wurden die Täter durch kurzzeitiges Offenlassen von Arbeits- und Diensträumen am Tage."Trotz der genannten ungünstigen Umstände gelang es durch den Einsatz des Wachpersonals, den Anteil der vereitelten Einbruchsdiebstähle von 35 auf 43 Prozent zu steigern. Neben dem Diebesgut konnte mehrfach auch Einbruchswerkzeug sichergestellt und in zwei Fällen ein Tatverdächtiger vorläufig festgenommen und der Polizei übergeben werden.
Der Eigentümer bzw. Nutzer ist allerdings auch selbst in die Pflicht genommen. Alle Beschäftigten und Studierenden sollten deshalb ihrerseits zum Erhalt des Arbeitsbzw. Studienplatzes beitragen. Das beginnt mit dem Verständnis für unbequeme Maßnahmen und endet bei konkreten Vorschlägen zur Eindämmung dieser unerwünschten Vorkommnisse. Denn: Es ist allemal sinnvoller, wenn alle, die an einer Veränderung interessiert sind, miteinander statt übereinander reden. Heinz Korffmann
können über den Personalrat Sorgen, Ängste und Probleme der Mitarbeiter, ohne einzelne Stufen des Dienstweges einhalten zu müssen, direkt an den Kanzler oder Rektor herangetragen werden. Monatlich treffen sich Personalrat und Kanzler bzw. Rektor, um Probleme zu besprechen. Für die Jugendlichen und Auszubildenden wurde eine eigene Vertretung(JAV) gewählt, die ähnliche Aufgaben wie die Personalräte hat. Jährlich findet eine Personalversammlung statt, bei der die Personalräte vor ihren jeweiligen Wählern einen Tätigkeitsbericht erstatten und Anregungen und Aufträge entgegennehmen. Die diesjährige Personalversammlung der Mitarbeiter aus Technik und Verwaltung findet am 29.04.1998 um 13.00 Uhr im Audi max des Uni-Komplexes Am Neuen Palais statt. Hier werden auch die Kandidaten für den neuen Personalrat MTV vorgestellt. Um die Positionen der Personalräte zu stärken, ist eine hohe Wahlbeteiligung wünschenswert. Manfred Süring
Neuer Vorsitzender des Wissenschaftsrates
Der Wissenschaftsrat hat Ende Januar 1998 den Münchner Historiker Prof. Dr. phil. Winfried Schulze zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Professor Schulze folgt der turnusgemäß aus dem Wissenschaftsrat ausscheidenden Ilmenauer Ingenieurwissenschaftlerin Prof. Dr.-Ing. Dagmar Schipanski nach, die das Amt der Vorsitzenden zwei Jahre lang innehatte. Schulze, der 1942 in Bergisch Gladbach geboren wurde, studierte Mittlere und Neuere Geschichte und Politische Wissenschaften an den Universitäten Köln und FU Berlin. Er promovierte 1970 in Berlin und habilitierte sich 1975. Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeiten ist die europäische Geschichte der Frühen Neuzeit. WR
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