Heft 
(1.1.2019) 04
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UNI ERSTMALS MIT ZWEI STÄNDEN AUF DER CEBIT

Die CeBIT98 fand vom 19. bis 25. März 1998 auf dem Messegelände Hannover statt. Auf dem Landesgemeinschaftsstand Innovationsmarkt Brandenburg präsentier­ten sich das Institut für Mathematik/Nume­rische Mathematik unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Maaß und das Institut für In­formatik/Software-Engineering unter der Leitung von Prof. Dr. Erika Horn von der Uni. An zwei Ausstellungsständen, die sehr publikumsfreundlich gelegen waren, wurden die verschiedenen Exponate der beiden Institute vorgestellt. Während der gesamten Messezeit standen Potsdamer Wissenschaftler an den Ständen der Uni­versität für Auskünfte zur Verfügung.

Die Arbeitsgruppe(AC) Numerische Ma­thematik des Instituts für Mathematik stell­te im dritten Jahr hintereinander die Ergeb­nisse ihrer Arbeit auf der CeBIT aus. Vorge­stellt wurden ein Archivierungssystem mit automatischer Attributierung und Texter­kennung ARTEX sowie ein Verfahren zur Bilddatenkompression Potsdamer Wavelet Project. Diese Exponate sind in Kooperation mit der WiSenT GmbH Potsdam, einer Aus­gründung aus der Universität Potsdam, und der AG Numerische Mathematik entwickelt und gemeinsam auf der Messe präsentiert worden. Mit Hilfe der WiSenT GmbH wur­den vorliegende Forschungsergebnisse zu marktfähigen Produkten weiterentwickelt, die auf dieser Messe der breiten Öffentlich­keit zugänglich gemacht wurden. Sowohl das Interesse für diese Produkte als auch für die Aktivitäten der Arbeitsgruppe allge­mein war erfreulich rege. Der Messeerfolg WR Fortsetzung von Seite 17

Atemrhythmus schwingen zwar nicht gleich, zeigen aber das Phänomen der Phasen­synchronisation. Beide Zyklen können damit minutenlang einen festen gemeinsamen Takt besitzen. Hier handele es sich wahr­scheinlich um einen Steuerungsmechanis­

Die Potsdamer Exponate fanden auf der CeBIT eine gute Resonanz.

kann allerdings definitiv erst später anhand von erfolgreichen Kooperationen bzw. Ge­schäftsabschlüssen bewertet werden. Ein wichtiger Bereich, für den die Messe­präsentation der Universität Potsdam eben­alls von Nutzen sein kann und muß, ist noch nicht genügend ausgereizt. In Zukunft ist die Ausstattung der Standbetreuer mit aktuellen und mehrsprachigen Flyern un­abdingbar. Die Professur für Software Engineering des Institutes für Informatik präsentierte auf der CeBIT98 ihre Forschungsergebnisse aus den Projekten MOSVO- Prototyp eines Client/Server-basierten Workflow-Manage­ZI mus des zentralen Nervensystems, erklärt Schäfer. Bei ausdauertrainierten Personen sei dieser noch deutlicher als sonst üblich zu beobachten. Deshalb erfolgte zunächst die Konzentration auf sich in Ruhelage befinden­de über einhundert Sportler. Der Physiker vermutet heute eine Verknüpfung der beiden

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Visualisierung einer Synchronisation imcardiorestiratory synchrogram(crs) am Beispiel von zwei Atemzügen. Viel Mathematik ist nötig, um das Phänomen überhaupt darstellen zu können. Die Messun­gen an Atmung und Herzschlag selbst lassen das Schwingen in Phasen zunächst nicht erkennen. Abbil­

dung(b) verdeutlicht die Anzahl der Herzschläge in jedem Doppelzyklus.

Graphiken: Schäfer

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Köln

Foto: Helen Burn

ment-Systems(Computergestützte Vor gangsbearbeitung)- und HGG-TESYS Testsystem für Geräte(Hochleistungs Grafikgenerator) der Luftfahrt. Dabei wur den Arbeiten zu Software-Architekturen, zu: objektorientierten Entwicklung von verteil ten, offenen Anwendungssystemen sowie zum Testen von Hard- und Software-Kom ponenten vorgestellt.

Die Präsentation dieser Forschungsergelk nisse stieß auf hohe Resonanz bei den Be suchern der CeBIT und führte zu vielfält gen interessanten Kontakten, die hinsich'­lich neuer Kooperationen ausgebaut we! den sollen. M...

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Körperfunktionen auf höherer neuronaler Ebene.

An den Forschungen beteiligt ist auch der Anästhesist Dr. Hans-Henning Abel vom K!:­nikum Braunschweig. Seine Potsdamer Mi ­streiter wissen natürlich, daß sie mit ihrer Arbeit eigentlich erst am Anfang steher Noch fehlt zudem die Umsetzung der Thec­nie in die Praxis. Für Schäfer stellt insbeso!:­dere die graphische Anschaulichkeit des Verfahrens eine Chance hinsichtlich seine! medizinischen Anwendung dar. Möglich scheint ihm die Aufbereitung von Unter­suchungsergebnissen in Diagrammen, die den behandelnden Ärzten allein durch die rein optische Wahrnehmung schnell Schlüs­se über den Kreislauf der Patienten erlauben. Auch Jürgen Kurths wagt angesichts der neuen Erkenntnisse einen Blick voraus:Da die konkreten Wechselbeziehungen nicht stark sind, ist zu hoffen, daß man bei auftre­tenden Irregularitäten nur mit relativ schwa­chen Medikamenten agieren muß. Aber das sei eben noch Zukunftsmusik. PC.

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PUTZ 4/98