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(1.1.2019) 09
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LUST AN KUNST

Angehörige der Universität Potsdam vor­zustellen, die künstlerisch arbeiten, teils professionell, teilsnebenberuflich, ist das Anliegen der ReiheLust an Kunst. Jene interessierten und engagierten Mit­arbeiter und Studierenden sind aus eige­nem Antrieb und nicht zuletzt zum eigenen Vergnügen kulturell­künstlerisch tätig. Deutlich werden soll auch die Motivation für diese Arbeit.

Frühzeitig hat sich Ker­stin Mohr von der land­schaftlichen Schönheit des Havellandes inspi­neren lassen. Seit 1976 gilt ihr Interesse der nä­heren Umgebung von Werder, Caputh und immer wieder Petzow. Diese reizvolle Landschaft setzte sie in zahl­reiche fotografische Arbeiten um. Dabei geht sie jahres- und tageszeitlichen Impres­sionen Herbstfärbung, Wasserspiegelun­gen, Sonnenuntergängen nach. Gleich­falls sind Bäume und Alleen, aber auch Stil­leben ihre bevorzugten Motive.

Die Schönheit des naturhaften und figürli­

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cD-TIıP: HERBSTMUSIK

Saftig und musikhungrig klingenDie Art auf ihrem aktuellen Longplayermellow versions nun wirklich nicht mehr..Die rot­zigen, gitarrenlastigen Zeiten der ostdeut­schen Joy Division sind endgültig vorbei, sie hoben bei der SingleEin Schiff geht auf die Reise und der dazugehörigen letzten Ver­öffentlichung vor zwei Jahren kurzzeitig wieder an. Jetzt sind HolgerMakarios Oley abgeklärt mellow. Ruhig, flüssige Popstücke, die den Hauch klassischer In­dependent-Rock-Einflüsse erahnen lassen. Zumindest weiß man bei diesem Tonträger, warumDie Art klingen, wie es für sie cha­rakteristisch ist. Auch wenn sie keine Rock nRoll-Rebellion mehr veranstalten. Man trinkt gemeinsam Tee und schaut auf die fallenden Blätter. Herbstmusik hart am Wind, noch bläst er nicht ins Gesicht. hst

Die Art mellow versions, Rough Trade/our choice

chen Details in Licht, Luft und Landschaft eingebunden zu sehen, fasziniert mich. So gibt es zwischen Hell und Dunkel, Licht und Schatten, Werden und Vergehen mehrere Etappen, die ich entdeckt habe. Kerstin Mohr ist ihren fotografischen Themen seit über 20 Jahren treu geblieben. Die gelern­te Bauzeichnerin, die im Dezernat für Per­

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Foto: Tribukeit

sonal- und Rechtsangelegenheiten tätig ist, vermag die Unverwechselbarkeit von Mo­tiven, wie Fenster, Türen, Torbögen oder Bildausschnitten, Stilleben und Landschaf­ten auf bildkünstlerische, fotografische Weise anschaulich zu machen. Eine kleine Auswahl dieser Fotos in ihrem Büro belegt dies eindrucksvoll. Über das Fotografieren hinaus beschäftigt sich Kerstin Mohr seit sechs Jahren mit der Töpferei. 14täglich ist sie in einer Werkstatt im Zentrum Ost Potsdam kreativ.Beim Töp­fern reizt mich im Gegensatz zum Fotogra­fieren, da hier das Motiv, beispielsweise der Landschaft, ‚nur festgehalten werden muß die Formbarkeit/Veränderbarkeit des Mate­rials Ton. Es entsteht eine ganz andere Kreativität. Inzwischen erlernte Kerstin Mohr autodidaktisch verschiedene Techniken der Töpferkunst. So schuf sie in ihrer Freizeit Ge­brauchskeramik und auch künstlerische Ob­jekte. Dabei verwendet sie Materialien der Natur, beispielsweise Abdrücke von Blät­tern, Rinden und Pflanzen. Mo./Fr.

WEIHNACHTSGANS AUGUSTE

Kindermusiktheater mit Weihnachtsprogramm

Wie schon über Jahre hinweg hält das Kindermusiktheater KiMuThe Potsdam e.V. eine Neuinszenierung zur Weih­nachtszeit bereit.Die Weihnachtsgans Auguste- Oder wie man einen Braten auf Eis legt heißt das in sehr freier Bearbei­tung nach Friedrich Wolf amTreffpunkt Freizeit Potsdam gezeigte Stück. Pre­miere war am 29. November. Insgesamt bietet die aus Kindern sowie Studieren­den und Mitarbeitern der Universität be­stehende Company zehn Vorstellungen. Das KiMuThe Potsdam e.V. ist längst zur Institution in dieser Stadt geworden. Der Verein gründete sich 1994, tatsächlich wird seit 1991 gespielt.

Einige, die seit Anbeginn zum KiMuThe gehörten, sind auch heute noch wichtige Anreger, Förderer und Akteure des Theater­spiels für Kinder. Zu ihnen gehören Rita und

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In glänzende Kinderaugen können die Akteure des Kindermusiktheaters bei der Aufführung ihrer Stücke schauen. Foto: Fritze

Wolfgang Westphal, Ellen Thuge, Dorit Lie­berwirt und Bringfried Löffler. Insgesamt zählt der Verein 33 Mitglieder, wovon neun Studierende jede Woche mit den Kindern arbeiten und vier Mitglieder ebenso regel­mäßig mit Bühnenbau, Technikcheck und der Musikrealisation zu tun haben. Auf die­se Weise gelingt es dem Potsdamer Kinder­musiktheater drei bis vier Produktionen in jedem Jahr vorzulegen. Wenn Theater als die Kunst der Erneuerung schlechthin gilt, dann haben die aus dem Institut für Musik und Musikpädagogik kommenden Protago­nisten dies längst bestätigt. Weil die Parti­zipation an der darstellerischen, musikali­schen und pädagogischen Qualität oft schon viele Kinder, ganze Schulklassen samt Eltern und Lehrern überzeugen konn­te, kommen sie immer wieder und wollen die jeweils aktuelle Inszenierung auf keinen Fall verpassen. Die Erfolgsbilanz ist mit etwa 25 Produktionen daher beeindruk­kend.

Für die aktuelle InszenierungDie Weih­nachtsgans Auguste schrieb Ellen Thuge die Textversion. Musikalisch ist das Stück mit Klavier, Vibraphon, Cello und Querflö­te besetzt, Bringfried Löffler zeichnet erneut für Kompositionen und Arrangements ver­antwortlich.

Zur Profilierung der Arbeit führt:MuThe immer donnerstags zwischen 10.45 und 13.45 Uhr Theaterworkshops imTreffpunkt Freizeit durch. Weitere Studierende, die selbst gern Theater spielen oder ein Faible für das Theaterspiel mit Kindern haben, sind willkommen. Th.F.

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