Heft 
(1.1.2019) 02
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Auch von uns Vertreter dabei

Als Vertreter unserer Hochschule nahm Sven Braack vom Studentenrat am Protestmarsch der Studenten gegen die Abwicklung von Fachbereichen und Hochschulen von Berlin nach Leipzig teil. Auf unserem Foto

Studenten bei einer früheren Demo.

Foto: Braack

Nicht zu erreichen

Leider mußten bereits nicht wenige Studenten die Erfahrung machen, daß der StuRa trotz festgelegter Sprechzeiten zu eben diesen nicht anwesend war.

Hochschulsportgemein­schaft für alle erhalten!

Wie so viele andere in der gegenwärtigen Zeit, hat auch unsere Hochschulsportgemeinschaft(HSG) finanzielle Sorgen.

In den zurückliegenden Jahren brauchten wir uns um finanzielle. Mittel keine Gedanken zu machen. Sie kamen regelmäßig aus dem Staatshaushalt, vom DTSB und aus den Kassen der Hochschule. Die Eigenbeiträge der Mitglieder waren nicht der Rede wert(0,30 bis 1,30 DM) und deckten in keiner Weise die Ausgaben. Dank der allseitigen Unterstüt­zung konnten wir den Freizeitsport der Studenten und Mitarbeiter und den Wettkampfsport auf ho­hem Niveau fördern. Ist das nun vorbei? Die Geld­quellen sind versiegt. Da selbst große und bekannte Sportvereine in finanziellen Nöten stecken, ist kaum zu erwarten, daß wir über Sponsoren in Industrie und Wirtschaft die benötigten Mittel einspielen.

Eine unbedingte Notwendigkeit ist die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge, denn Sport Ist heute nirgend­wo mehr zum Nulltarif zu haben. Dieser Forderung Rechnung tragend, fand noch vor Weihnachten eine außerordentliche Beratung des HSG- Vorstan­desmit Vertretern der einzelnen Sektionen statt, Der

gemeinsame Beschluß lautete: Kinder 3,- DM Studenten 3,- DM

voll Erwerbstätige 5,- DM

Was bieten wir für diese Beiträge:

1. kostenlose Nutzung der Sportstätten

2. fachgerechte Betreuung durch Übungsleiter

3. umfassenden Versicherungsschutz.

Wir sind uns im klaren, daß auch diese Mittel durch Beiträge nicht ausreichen werden, um den Wett­kampfsport in dem Umfang wie früher fortzuführen. In diesem Bereich wird es also Einschränkungen geben bzw. wird eine stärkere finanzielle Be­teiligung der Teilnehmer erwogen.

Noch einen Nachsatz. In vielen Sportvereinen Ist es schon lange üblich, daß bestimmte Personen Fördermitglieder werden. Wir wollen auch diesen Gedanken aufgreifen und wenden uns an alle Mit­arbeiter der Hochschule, uns bei diesem Vorhaben zu unterstützen, denn die Sportgemeinschaft Ist auch ein Aushängeschild jeder Hochschule bzw. Universität,

Werdet Fördermitglieder der HSG!

Nähere Informationen sind im HSG-Büro zu erhalten.

HSG- Vorstand Dr. R. Ziezow

Nr.02/91

Hoffen wir, daß dieser Mißstand schnellstmöglich behoben wird- im Interesse der Studenten, denen die Fragen auf den Nägeln brennen.

Görllich

Was noch zu beachten ware

Für uns ist es"sehr erfreulich, daß unsere Arbeit als StuRa der BLH Potsdam in solcher Breite tagtäglich Beachtung findet. Da ist es nur verständlich, daß die Kritik"trotz festgelegter Sprechzeiten zu eben diesen nicht anwesend zu sein, bei uns einen ge­wissen Unmut hervorruft."Warum dies?" wird sicher­lich und scheinbar berechtigt ein jeder fragen, der am 18.12.1990 vor verschlossener Tür stand. Zur Er­klärung: Als erstes wäre zu sagen, daß nicht der StuRa, sondern die BAfÖG- Beratungsstelle Sprech­zeiten eingerichtet hat, Somit ist auch nur denjeni­gen Kritik zu erweisen, die sich dieser Aufgabe(der BAfÖG-Beratung) zugewandt haben. Zweitens. Zu jeder Zeit, an jedem Ort sind wir, als Studenten, für Studenten da. Das sollte ja wohl auch die Aufgabe des Studentenrates sein... Außerdem sollte es doch klar sein, daß wir neben unserer Tätigkeit als StURa­Mitglieder in erster Linie zum Studieren hier sind. Wenn dann, aus Mangel an Zeit, darum gebeten wird, sich in dringenden Fällen im TI, Zi. 229 zu mel­den(so geschehen am 18.12.) und dieses Angebot nicht genutzt wird, bleibt die Frage, ob es wirklich so eilig zu beantwortende Fragen waren, die Euch an diesem Tage"auf den Nägeln brannten... All dieses Aufzählen einzelner Sachverhalte soll zei­gen, daß wir einerseits den Beitrag"Nicht zu errei­chen gebührend behandelt haben und anderer­seits wir uns weiterhin jeder Kritik stellen werden, doch sollte es möglich sein, daß wir darüber zusam­men reden und auch gemeinsam Lösungen finden können.

Für den StuRa Holger Rohne(BAföG- Berater) Sven Ender(BAföG- Berater)

Volleyballer wollen in die Landesliga

3 Spiele vor Abschluß der Saison stehen die Chan­cen der Volleyball Herren unserer Hochschule nicht schlecht, das angestrebte Saisonziel zu erreichen. Und das heißt, sich für die neuzubildende Landes­liga zu qualifizieren. Die jeweils drei Erstplazierten der Bezirke Potsdam, Frankfurt und Cottbus errei­Chen das Ziel. Sollte den Volleyballern unserer Hochschule dieser Sprung gelingen, wäre das si­cher ein großer Erfolg, denn viele Hürden waren im zurückliegenden Herbst auch auf sportlichem Ge­biet zu überspringen. Es begann damit, daß sehr schnell ein völlig neuer Sechser formiert werden mußte. Acht der dreizehn Spieler des Vorjahres standen nicht mehr zur Verfügung. Aus den 5 ver­bliebenen Spielern und 5 neu in die Mannschaft aufgenommenen Spielern setzte sich die Mann­schaft zusammen, die schon 14 Tage nach Trai­ningsbeginn ihr erstes Punktspiel bestreiten mußte. Aber unerwartet schnell fand sich die"neue" Mann­schaft zusammen und bewältigte mit sehr viel En­

jement und auch mit viel Freude das sehr ge­drängte Punktspielprogramm. Von Mitte Oktober bis Mitte Dezember mußten 13 Spiele absolviert werden. Und die restlichen 3 Spiele müssen alle in der ersten Januarwoche ausgetragen werden, da danach die Studenten im Skilager sind. Ein zusätzli­ches Handicap also, mit dem die Spieler bislang aber gut zurechtkamen. 9 Siege bei nur 4 Niederla­

gen sprechen dafür. Eine noch bessere Aus­gangsposition verschenkte die Mannschaft ausge­rechnet im allerletzten Spiel des Jahres gegen Mo­tor Hennigsdorf, Diese 1:3Niederiage war sicher un­nötig, aber vielleicht auch eine Folge der hohen Belastung der vergangenen Wochen. Die besten Spiele bot die Mannschaft in heimischer Halle. An der BLH wurde kein Spiel verloren, was ganz sicher auch den stimmkräftigen Fans zu danken ist. Auch dem souveränen Spitzenreiter VC Kyritz brachte unsere Mannschaft die bisher einzige Niederlage bei. Sicher wird es noch einmal schwer, im Januar den entscheidenden Schritt in Richtung Landesliga zu gehen, aber möglich ist es allemal!

Die Tabelle:

VC Kyritz 1029: 9- 18:2

HSG BLH Potsdam 3 30:18 18: 8

Motor Hennigsdorf 12 28:20. 14:10

Stahl Hennigsdorf 12 28:25: 14:10 BW Brandenburg 9 19:13 12:6 ASG Niederlehme 10..17:25 6:14 WBK Potsdam II 11 42:29 6:16 Post Potsdam 10.17:27 4:16 VSV Gransee TE T18 2:12

Jürgen Rabe Hochschulsport

Turnparade- 7-8-9- 10- Klasse

Die Turnerinnen und Turner der HSG Branden­burgische Landeshochschule Potsdam luden zur Turnparade am 10.12.90 in die Turnhalle der Hoch­schule ein.

Sie wollten anspruchsvolle Leistungen an den Ge­räten mit turnerischen Shownummern verbinden, die Zuschauer durch Turnwettbewerbe mit einbe­ziehen und insgesamt vorführen, daß Turnen Spaß und Freude macht, Turnen, das nach traditioneller Auffassung ein breites Spektrum von Körper­übungen umfaßt, nicht nur das formgebundene Turnen an den Geräten.

So enthielt das Programm eine breite, bunte Palet­te: von der Tanzrevue, der Akrobatik, der Sportgym­nastik, Rhönradvorführung, Minitrampspringen, Lei­stungsturnen an den Geräten Pferd, Balken, Stufen­barren, Reck bis zu dem inzwischen bundesweit bekannten Barrenturnen der"Märkischen Eichen". Zwischen den Vorführungen wurden die Zuschauer aufgefordert, bei den Preiswettbewerben Hand­standliaufen, 4er Pyramide und Gruppenseilsprin­gen mitzumachen.

Das Programm wurde von den Studenten selbst gestaltet: Britta Seidel, Daniela Matterna und An­nette Wiesner zeigten dabei besonders ihr choreo­graphisches Geschick. Regiefäden knüpften Dr. Christensohn, assistiert von Ute Lorenz.

Was anfangs kaum erwartet wurde, die Turnhalle war prall gefüllt mit Zuschauern, die bei den sehens­werten Leistungen begeistert Beifall spendeten und uns zeigten, daß sie Spaß an der Show hatten. Gefallen hat es auch unseren Ehrengästen Prof, Philipp und Herrn Verwaltungsoberinspektor Schmücker, die nicht mit Lob sparten. Schade, daß kein Sportstudent der FU unserer Einladung folgte und auch der Vertreter der Berliner Turnerschaft absagen mußte,

Die erste Turnparade hat uns ermutigt, an diesem Vorhaben weiter zu arbeiten und es zu verbessern. Wir wollen damit mehr an die Öffentlichkeit treten, für das Turnen allgemein und speziell an unserer Hochschule werben und auf uns über Branden­burgs Grenzen hinaus aufmerksam machen.

FB Sportwissenschaft