Potsdamer Straßennamen(16): _Heute: Wilhelm-Staab-Straße
ba INT Da BC Selbstgeschriebenes Am Mittwoch, dem 5. Dezember 1990, fand abends In der Oberen Mensa eine Veranstaltung der Gruppe"Eitel Kunst e. V.- eine Sarıımlung unDichter” statt, Die jungen Leute waren vom Bereich Kultur eingeladen worden. 5 Schreiberinnen- von 17 bis... lasen Lyrik und Prosa, Erfreulich viele Studentinnen und Studenten nahmen daran tell, Bewundernswert waren vor allem die selbstgeschriebenen Gedichte sowie die kleinen Erzählungen. Besonders haben mir die Texte von Lars Steger gefallen. Es ist natürlich nicht auszuschließen, daß man bei jedem Vortrag unterschiedlich empfindet und sich jeder Zuhörer sein persönliches Urteil bildet. Unterstützt wurden die Jungen Poeten von den Musikanten Gerd Hannemann und Stephan Schmieder. Ihre eigenständige Musik wirkte auf mich faszinierend. Zum einen deshalb, weil das Zusammenspiel mit den Lesenden vorher nicht geprobt worden war und somit das eigene Musikempfinden beider bei der Improvisation deutlich wurde; zum anderen kamen vielfältige Klangfarben durch die Verwendung einfacher Musikinstrumente zustande, darunter war ein kleines Blechfaß, das als Trommel benutzt wurde. Insgesamt war es für mich ein sehr gelungener, unterhaltsamer Abend. Ich wünsche dieser im Juni 1990 gegründeten Gruppe für Ihre weitere Entwicklung alles Gute,
Yvonne Mantfi
MD 90
Noch einmal Aufführung
Die in der Nummer 20/1990 des"OKTOBER" erwähnte Aufführung des Stücks"Mother Figure by Alan Ayckbourn” der English Drama Group des Fachbereichs Anglistik/Amerikanistik fand noch einmal im Rahmen des"Festival of European Anglophone Student Theatre” in Duisburg(16.-20. Januar 1991) statt,
Foto: Eckardt
D
Im Zentrum Potsdams befindet sich die WilhelmStaab-Straße, Diese Querstraße der Wilhelm-PieckStraße wurde im Zuge der ersten Neustadt als Kleine Jägerstraße angelegt. Nach dem Besitzer des Hauses Nr. 6, dem Grafen Hoditz, erhielt diese Straße im späten 18, Jahrhundert den Namen Hoditzstraße. 1945 ist die historische Bausubstanz durch KriegseinWirkungen stark zerstört worden. 1947 erfolgte eine Umbenennung in Wilhelm-Staab-Straße. 1951/52 begann der Wiederaufbau der Gebäude, und 1955/56 erfolgte die Rekonstruktion der Fassaden. Der Schuhmacher Wilhelm Staab wurde am 28. Dezember 1863 geboren und starb am 5. Oktober 1933. In den Jahren 1920-28 war er sozialdemokratischer Reichstagsabgeordneter, Außerdem wählte man ihn zum Vorsitzenden des sozialdemokratischen Wahlvereins in Potsdam,
Auf unserem Foto sind die Häuser Nr. 6(rechts) und 7 zu sehen. Das Haus Nr. 6 wurde 1771 durch Karl von Gontard erbaut. Es handelt sich um einen dreigeschossigen massiven Putzbau mit ausgebauter Attika.
Die Fassade zieren 5 Reliefs, darstellend Putten mit Meßinstrumenten. Auch das Haus Nr. 7(bzw. 8) ist ein dreigeschossiger Putzbau mit barocken Fassadenelementen. Das Haus Nr. 8 der Wilhelm-StaabStraße ist übrigens das Geburtshaus des bedeutenden Physikers Hermann von Helmholtz, nach dem auch die’Schule in der Straße der Jugend benannt wurde,
Dr. B. Eckardt
Informationen der WAB
"Die Klangprobe"
Widersprüchlich reagiert die Literaturkritik auf den neuesten Roman von Siegfried Lenz. Zum Gedankenaustausch und zum Gespräch Iädt die WAB am 23, Januar 1991, 19.30 Uhr in ihre nächste DEUTSCHSTUNDE ein. Der Literaturwissenschaftler Dr. sc. Peter Görlich stellt Werk und Biographie des Autors vor.
Wort BILD- Visuelle Poesie
Ab 10, Januar 1991 ist in der WAB unter oben genannten Titel eine Ausstellung visueller Poesie zu sehen. Visuelle Poesie Ist weder nur Malerei mit
: Worten noch allein Dichtkunst in Bildern, Wort und
Bild verschmelzen zu einem neuen Ganzen.
Die ausgestellten Arbeiten stammen aus der im Mitteldeutschen Verlag Halle erschienenen Anthologie"Wort Bild", die erstmals versucht, eine Gesamtübersicht über die Entwicklung visueller Pcesie in der ehemaligen DDR zu geben. Namhafte und auch jüngere Poeten beschäftigten sich mit visueller Poesie, wie z, B. Carlfriedrich Claus, Robert Rehfeldt, Elke Erb. Ausstellung und Buch vermitteln. el: nen Eindruck von der Vielfalt"Visueller Poesie”, zeigen Ursprünge ihrer Entwicklung und ermuntern zum spielerischen Umgang mit Sprache, wie Wir sie täglich erleben.
"Grüße aus Hollywood"
Suzanne Vale(Meryl Streep) ist eine ambitionierte Filmschauspielerin mit drei Problemen: Sie steht auf Beruhigungspillen, sie fühlt sich permanent von ihrer berühmten Mutter, dem alternden Musical-Star Doris Mann(Shirley MacLaine), eingeengt und bevorMmundet, und sie Muß ihren Lebensunterhalt in der künstlichen Kulissenweilt von Hollywood verdienen, WO der Schein allemal mehr zählt als das Sein.
Als Suzanne eines Tages ihren Problemen mit einer Überdosis an"Schmerzkillern” zu entfliehen trachtet und dabei im Krankenhaus landet, beginnt für sie notgedrungen ein neues Leben. Hollywood bietet der intelligenten Schauspielerin nur noch unter der Bedingung Rollen an, daß sie wieder zu ihrer Mutter zieht und sich von ihr während der Dreharbeiten überwachen läßt, Daß Mutter Doris neben all ihrem krankhaften Ehrgeiz auch noch ein ernsthaftes Alkohol-Problem besitzt, macht das Zusammenleben mit ihr nicht gerade leichter...
Nach einem Drehbuch der ehemaligen"Star Wars"Heroine Carrie Fisher und unter der Regie des Oscar-Preisträgers Mike Nichols(Wer hat Angst vor Virginia Woolf?","Die Reifeprüfung”,"Sikkwood","Die Waffen der Frauen") entstand die amüsante Mutter-Tochter-Komödie GRÜSSE AUS HOLLYWOOD, die bissig-ironische Einblicke in die Mechanismen der Traumfabrik gewährt, In weiteren Rollen spielen die Weltstars Dennis Quaid(Die Reise ins Ich’), Gene Hackman("French Connection”) und Richard Dreyfuss("Der weiße Har’).
Drehbuchautorin Carrie Fisher und die beiden Hauptdarstellerinnen Shirley MacLaine und Meryl Streep.
Nr.02/91