Heft 
(1.1.2019) 04
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VE SP PT TE a a Gemeinsame Suche nach Lösungen

Am 5. November 1990 wurde an unserer Hochschu­le eine Erziehungsberatungsstelle eröffnet(Gebäu­de K, Zimmer 236). Wir berichteten bereits(Nr. 18 und 19).

Über Presse, Rundfunk und mit Schreiben an die Schulen des Territoriums ist die Öffentlichkeit infor­miert worden, In der Vergangenheit schenkte man bei uns dieser Art der Beratung und Betreuung wenig Aufmerksamkeit.

Natürlich existieren auch Vorurteile und Be­rührungsängste. Dieser Tage nahm ich an einer Besprechung jener Kollegen der Fachbereiche Pädagogik und Psychologie teil, die ihre psycholo­gischen und pädagogischen Fachkenntnisse und Erfahrungen einsetzen, um Kindern, Jugendlichen und deren Eltern in Erziehungsfragen zu unterstüt­zen. Bisher haben sich ca. 20 Ratsuchende an Herrn

Dr.Marschner, Leiter der Erziehungsberatungsstelle, und seine Kolleginnen Dr. B. Lund, Dr. I. König, Dr. F. Rückwarth, Dr. I. Bürger, Dr. R. Lohwaßer gewandt. Mit großem Einfühlungsvermögen wird in vertrau­ensvollen Gesprächen mit denbetroffenen El­tern und/oder Kindern versucht, den Ursachen für Fehlverhalten bzw. der Schwierigkeiten des Um­gangs miteinander auf die Spur zu kommen.

So geht es z. B. darum, die Frage zu beantworten, in welchen Situationen wird welches Verhalten pro­duziert,

Gespräche, psychologische Testverfahren, Hospi­tationen(z.B. in der Schule) sind wichtige Mittel und Methoden, um gemeinsam nach Ursachen und Lösungen zu suchen, damit entstandene Schwie­rigkeiten und Probleme, die das Leistungs- und So­zialverhalten stören bzw. das emotionale Erleben

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Landesverband der Deutschen Gesellschaft für

Pädagogik(DGP) erarbeitet Empfehlungen Lehreraus-,-fort- und-weiterbildung beraten

Gemeinsam mit Mitarbeitern des Weiterbildungs­instituts in Ludwigsfelde hatte der Vorstand des Lan­desverbands der DGP zu. einer Arbeitsberatung nach Struveshof(11./12.1.1991) eingeladen. Päd­agogen, Psychologen, Fachdidaktiker aus lehrer­aus- und-weiterbildenden Einrichtungen in Pots­dam, Cottbus, Frankfurt/O., Ludwigsfelde, aber auch aus Oldenburg, Bielefeld, Duisburg und Berlin sowie in der Praxis tätige Pädagogen und Lehrer­studenten diskutierten über Empfehlungen für die Lehrerbildungsgesetzgebung im Lande Branden­burg. Dabei wurden Vorschläge für notwendige Lehrämter, für die Gestaltung des Lehrerstudiums sowie für die Lehrerfort- und-weiterbildung erarbei­tet. Das Material, das auch der Landesregierung zur Verfügung gestellt wurde, kann im Fachbereich Pädagogik angefordert werden.

Besondere Aufmerksamkeit konzentrierte sich je­doch auf die Frage, wie bei einer vorgesehenen zweiphasigen Lehrerbildung die inhaltliche und personelle Kontinuität in der Ausbildung gesichert werden kann. Eine Arbeitsgruppe unter Doz. Dr. Wyschkon erarbeitete auf der Grundlage auch dieser Diskussion eine Problem- und Ideenskizze zu einem Modell"integrativer professioneller Lehrerbil­dung. Es ist darauf gerichtet, eine praxisbezogene Theorieaneignung für alle Ausbildungsbestandteile in der ersten Phase mit einer theoriegeleiteten praktischen Ausbildung im Referendariat zu verbin­den. Das Modell versucht, die positiven Erfahrun­gen der 5 neuen sowie der alten Bundesländer in

der Lehrerbildung zu vereinigen und damit eine Ausbildung zu sichern, die den Anforderungen ei­ner umfassenden Schulreform gerecht wird. Die Problem- und Ideenskizze kann ebenfalls im Fach­bereich Pädagogik angefordert werden und sollte eine gründliche Erörterung durch Lehrkräfte und Studenten erfahren, damit gemeinsam mit interes­sierten Kooperationspartnern aus alten Bundes­ländern Modelle erprobt werden können, die eine anerkannte, auf die gestiegenen Anforderungen bezogene Lehrerbildung sichern, die zugleich eu­ropäische Tendenzen berücksichtigt.

Prof. W. Thiem, Sprecher des Landesvorstands der DGP

Neue Datenbank BIOLIS

Für Fachwissenschaftler und Laien, für Natur- und Umweltschützer, für jeden, der sich für biologische Themen interessiert, gibt es jetzt einen schnellen und preisgünstigen Zugang zur biologischen Litera­tur.

BIOLIS(Biologische Literatur- Information Sen­ckenberg) ist eine neue Literaturdatenbank, Öf­fentlich zugänglich und für jeden nutzbar.

Für BIOLIS werden über 650 Zeitschriften aus den deutschsprachigen Ländern ausgewertet. Auch die in unserer Wissenschaftlichen Zeitschrift erschei­nenden Artikel sind mit bibliographischen Anga­ben und zusätzlich inhaltserschließenden Schlag­

beeinträchtigen, besser verstanden und bewältigt werden können. Neben Anregungen für die Ge­staltung eines harmonischen Familienlebens wer­den, abgestimmt auf den jeweiligen Einzelfall, ge­eignete psychotherapeutische und/oder PpÄdago­gische Maßnahmen abgesprochen, eingeleitet und durchgeführt,

Die Mitarbeiter der Beratungsstelle können na­türlich keine Patentrezepte vermitteln, aber das Vertrauen jener, die bereits um Unterstützung ba­ten, zeigt die Richtigkeit und Notwendigkeit dieser Beratungsstelle.

Mit gutem Gewissen kann man empfehlen, sich anzumelden(dienstags und donnerstags 15.00 ­18.00 Uhr, Tel. 910 384), wenn man in bestimmten Situationen Rat benötigt.

Dr. B. Eckardt

Zeichnung: Dr. Stoye

Wörtern verzeichnet, wodurch die einzelnen Beiträ­ge eine größere Verbreitung erfahren und die Zeit­schrift einem größeren Interessentenkreis bekannt wird, BIOLIS ist die deutsche Ergänzung zur ameri­kanischen Datenbank BIOSIS PREVIEWS und dieser komplementär. Alle Literaturhinweise und Schlüs­selwörter sind in deutsch und englisch vorhanden. Die Zweisprachigkeit bietet den Vorteil, daß man mit deutschen Begriffen suchen kann und gleich die englischen Fachtermini für die Suchstrategie in BIOSIS PREVIEWS vor Augen hat. Es werden In­formationen zum gesamten Spektrum der Biologie angeboten, doch kristallisieren sich die Ökologie (besonders Natur- und Umweltschutz), die Ornitho­logie einschließlich Vogelschutz und die Paläonto­logie als Schwerpunkte heraus.

BIOLIS ist auf dem Großrechner(Host) des Deut­schen Institutes für Medizinische Dokumentation und Information(DIMDI) in Köln gespeichert.

Zwei Wege führen zu BIOLIS, Man kann über das Informationszentrum für Biologie(IZB) eine Suche in Auftrag geben. Auftragsformulare und Preisliste sind beim IZB erhältlich: Informationszentrum für Bio­logie Forschungsinstitut Senckenberg, Sencken­berganliage 25, W- 6000 Frankfurt/ M. 1.

Eine Suche kann auch selbst durchgeführt werden, in dem man BIOLS über die öffentliche Kommuni­kationsnetze direkt über den Host DIMDI anwählt. Dazu sind jedoch einige spezielle Voraussetzungen erforderlich. Interessenten wenden sich bitte direkt an:

DIMDI Postfach 42 0580, W- 5000 Köln 41.

BIOLIS wird durch die Bundesministerien für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit in Bonn und durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kul­tur in Wiesbaden gefördert,

Dr. Rammelt

Nr.04/91