Heft 
(1.1.2019) 04
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TechnologieZentrum Dresden GmbH engagiert sich für Umweltfragen

Das Gemeinschaftsunternehmen von Technologie Zentrum Dortmund, Stadt Dresden und Technischer Universität Dresden hat die Unterstützung und Ver­mittlung innovativer Ideen in den Mittelpunkt seiner Tätigkeit gestellt. Damit soll vor allem ein Beitrag zur regionalen Strukturentwicklung in den fünf neuen Bundesländern geleistet werden. Technische Lö­sungen, die die Umwelt entlasten, haben dabei für das Technologie Zentrum einen überaus hohen Rang. Mit dem Handbuch*Umweltforschung TU Dresden, das die TechnologieZentrum Dresden GmbH gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden herausgibt, wird das Ziel verfolgt, allen potentiellen Interessenten das beträchtliche wis­senschaftliche und technologische Leistungsspek­trum der Technischen Universität auf dem Gebiet der angewandten Umweltforschung vorzustellen und damit Anregungen für dessen Nutzung zu ver­mitteln.

Aufbauend auf bis in das vergangene Jahrhundert zurückreichende Traditionen der Technischen Hochschule Dresden in der Siedlungswasserwirt­schaft und im Forstschutz hat sich die Technische Universität Dresden auf dem Gebiet derklassi­schen Umweltforschung, der Anwendung naturwissenschaftlicher Grundlagenforschung, des Ressourcenschutzes, der Umweltschutztechnik, des umweltgerechten Bauens bis hin zu ökosoziologi­schen, ökonomischen und kommunikativen Pro­blemen des Umweltschutzes zum größten und lei­stungsfähigsten Forschungs- und Ausbildungszen­trum in Sachsen entwickelt,

Im Handbuch*Umweltforschung TU Dresden sind auf rund 50 Seiten, eingeteilt in 13 Komplexe, For­schungsprojekte dargestellt, die sich mit der Lösung umweltrelevanter Probleme.befassen.

Aufgeführt sind sowohl Projekte, die bereits abge­schlossen wurden, als auch solche, die sich in der Durchführungs- bzw. Vorbereitungsphase befin­den. Zu jedem einzelnen Projekt sind neben einer Kurzbeschreibung der Lehrstuhl, der Lehr­stuhlinhaber, der Projektverantwortliche und ein Ansprechpartner mit Adresse und Telefonnummer in übersichtlicher Form aufgeführt. Ein Schlagwort­verzeichnis ermöglicht das zielgerichtete Nach­schlagen. Konzipiert ist das Handbuch als Angebot konstruktiver Zusammenarbeit mit allen Partnern, die in Lehre und Ausbildung auf dem Gebiet des Schutzes und der Wiederherstellung unserer Um­welt arbeiten, Das"Handbuch Umweltforschung TU Dresden versteht sich darüber hinaus als Ange­botskatalog, der potentiellen Kooperationspart­nern aus Industrie, Handel, öffentlichem Bereich sowie Verbänden das Auffinden geeigneter Part­ner für Projekte angewandter Umweltforschung er­möglichen soll.

Das Handbuch ist über die TechnologieZentrum Dresden GmbH Bergstraße 69, 0-8027 Dresden, zum Preis von 9,- DM erhältlich,

Von der WAB empfohlen Die Renaissance der Esoterik

Was ist nun wirklich dran an der Esoterik? Okkul­tismus, Spiritismus, Magie, Wunderheilen, Mystik, Reinkarnation, Östliche Weisheit, Schamanismus alles fauler Zauber, böser Spuk und perfide Ge­schäftemacherei? Es ist schwierig, sich ein Bild zu machen, die komplexen Zusammenhänge zu durchschauen.

Orientierungshilfe bietet eine Veranstaltung, die am 13. Februar, 19.30 Uhr in der Wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek Potsdam stattfindet. Der Schriftsteller Jörg Wichmann aus Bonn bietet in sei­nem Vortrag eine kompetente, vorurteilsfreie und sachliche Einführung. Er ermöglicht gründliche Ein­blicke in Geschichte, Weltbild und Praxis der Esote­rik- sachkundig und ohne ideologische Scheu­klappen. Dadurch wird die dringend notwendige Voraussetzung für eine kritische Auseinanderset­zung geschaffen. Denn*in der Esoterik findet sich viel Unsinniges, aber auch viel Bedenkenswertes ­auch nebeneinander. Wer unterscheiden will, kommt an einer gründlichen Beschäftigung mit dem Thema nicht vorbei. Karten für die Veranstal­tung sind in der Bibliothek am Platz der Einheit erhältlich.

Nr.04/91

Ein modifiziertes Gesamtschulkonzept sollte möglich

sein

Gedanken zur(Gesamt)-Schulreform im Lande

Brandenburg

Die Konzeption einer"Gesamtschule wurde An­fang der 60er Jahre in der Bundesrepublik Deutsch­land, hier besonders in Berlin(West), als Versuch, mit dem Neuentwurf eines neuen Schulmodells eine konstruktive Kritik am bestehenden dreigliedrigen Schulwesen und dessen Rückständigkeit wie sozia­ler Selektivität zu üben, entwickelt. Man unter­schied zwischen einer integrierten und differenzier­ten Gesamtschule,

Eine integrierte Gesamtschule bedeutete:

Alle Schüler lernen in einer Schule. Differenzierte Gesamtschule hieß: Individuelle Bildungswege innerhalb einer Schule sind möglich. Die deutliche Kritik gegen das Nebeneinander von Haupt-, Real­schulen und Gymnasium verlieh dem Gesamtschulmodell eine ungeheure, politisch be­trachtet, mobilisierende Dimension. Die Entwick­lung einer integrierten Gesamtschule setzte hierbei zunächst in Berlin(West) ein. In den sechziger Jah­ren bestand dabei ein deutlicher internationaler Entwicklungstrend im Hinblick auf bestehende Schulen mit einer besonderen pädagogischen Prä­gung, die bereits gesamtschulähnliche Züge auf­wiesen, wie beispielsweise die High Schools in den USA, die damals neuen Comprehensive Schools in England oder die neunjährige schwedische Grund­schule, die auch als Vorbild für andere skandinavi­sche Länder galt. Die Übernahme westlicher Schul­modelle in der ehemaligen BRD war in der damali­gen Zeit des verstärkten Ost-West-Konflikts als Aus­druck des"Kalten Krieges nicht unwesentlich auch in deutlicher Abgrenzung zur*sozialistischen Ein­heitsschule in der ehemaligen DDR geschehen.

Das Wort*Einheitsschule wurde vermieden und stattdessen(siehe oben) von derintegrierten oderdifferenzierten Gesamtschule geredet, Die Forderung nach einer Gesamtschule als der Schule überhaupt wurde in jener Zeit vor allem von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft(GEW) und der SPD erhoben. Regionale Reformsätze in einigen sozialdemokratisch regierten Bundeslän­dern erhielten im Jahre 1969 durch den Deutschen Bildungsrat mit seiner"Empfehlung zur Einrichtung eines Experimentalprogramms mit Gesamtschu­len ihre systematische Begründung sowie ihren programmatischen Rückhalt für eine beginnende Gesamtschulreform, d. h. der versuchsweisen Ein­richtung von über 40 Gesamtschulen im gesamten Gebiet der ehemaligen BRD. Die Länderkultusmini­ster vereinbarten noch im selben Jahr ein entspre­Chendes Versuchsprogramm mit zwei Gesamt­schulvarianten(integrierte und kooperative Ge­samtschule) mit Ganztags- oder Halbtagsunter­richt. Bei der integrierten Form wurden die drei herkömmlichen Schularten(Haupt-, Realschule und Gymnasium) durch eine Schule ersetzt. Die starre vertikale Gliederung der Schularten wurde aufgehoben, und flexible Organisationsformen des Unterrichts wie Fachleistungskurse, wahlweise-obli­gatorische Kurse und wahlfreie Angebote wurden neben den weiterbestehenden Jahrgangsklassen eingeführt.

URANIA- BILDUNGSREISEN

26. bis 28. April

Tulpenblüte in Holland

- Teilnehmerpreis: 258,- DM

18. Mai(Tagestour)

Auf den Spuren der Königin Luise

- Preis ab Potsdam 64;- DM, 6.00 bis 21.00 Uhr 25. bis 26. Mai

Schlösser und Gärten in Kassel

- Teilnehmerpreis: 169,- DM

7. bis 8. Juni

Aus Anlaß des Weltumwelttages(5. Juni) Naturschutz in Schleswig-Holstein

- Teilnehmerpreis: 169,- DM

In der kooperativen Form blieben die drei tra­ditionellen Schularten erhalten und wurden le­diglich in einem Schulzentrum zusammengefaßt.

Anfang der 80er Jahre war die Erprobung der Gesamtschule nach einer 15jährigen Versuchspha­se beendet, und ein Schlußpunkt in dieser Angelegenheit bildete die Vereinbarung der Län­derkultusminister aus dem Jahre 1982 über die wechselseitige Anerkennung der Gesamtschul­abschlüsse in der ehemaligen BRD. Außerdem ver­ständigten sich die Länderkultusminister über die

grundsätzlichen Anforderungen und die inhaltlich­organisatorischen Grundzüge, die die Ge­samtschulen zu erfüllen haben. Allerdings blieb die Entwicklung der Gesamtschule in der vormaligen BRD unter den in sie ursprünglich gesetzten Erwar­tungen, und auch Anfang der 80er Jahre hatte sie quantitativ gesehen nur eine geringe Bedeutung im Vergleich zu den anderen Schularten. So lernten beispielsweise im Schuljahr 1987/88 nur lediglich etwa 5 Prozent der Schülerschaft der 7. Schuljahr­gangsstufe im Bundesdurchschnitt an einer Ge­samtschule.,

Wurde im Jahre 1970 in der ehemaligen BRD noch vielfach die Meinung vertreten, mit Hilfe des Ge­samtschulmodells in einer einmaligen Reform dem Schulwesen bundesweit eine neue institutionelle Struktur geben zu können, so geht man heute selbst in den Bundesländern mit hohem Gesamt­schulanteil(Berlin-West 27,6%, Hamburg 18,7%, Hessen 15,1% und Bremen 9,3%) davon aus, daß dies nicht mehr so wie einst vorgesehen möglich ist. Im Lande Brandenburg wäre eine schulstrukturelle Synthese zwischen dem Gesamtschulmodell von Berlin(CWest) und derzehnklassigen allgemeinbil­denden Oberschule möglich, und zwar könnte auf der Basis einer sechsjährigen Grundschule die vierjährige eigentliche Gesamtschule von Klassen­stufe 7 bis 10 mit einem Unterricht in heterogenen Kern- oder Stammgruppen in Form der traditionel­len Jahrgangsklassen und in einem differenzieren­den Kurssystem mit einer Fachleistungsdifferenzie­rung in zusammengesetzten Lerngruppen, das ei­gentliche Kern-Kurs-System, mit einer flexiblen Diffe­renzierung nach dem Jena-Plan Peter Petersens in Verbindung mit Konzepten des*adaptiven Unter­richts bzw. des*Mastery Learning, ferner nach dem Team-Kleingruppen-Modell oder des Unter­richts durch das LehrerjahrgangssystemTeam Tea­Ching sowie mit der Wahlpflicht- und Wahldifferen­zierung(d. h. wahlweise-obligatorischer und fakul­tativer Unterricht) angeschlossen werden. Wäh­rend oder nach Ablauf der Gesamtschulzeit sollten Übergänge in die Berufsausbildung bzw. in eine Ausbildungsform, die zur Hochschulreife(Abitur) führt, gewährleistet sein.

Uber die Einführung eines Gesamtschulmodells im Lande Brandenburg oder nicht werden allerdings seine Bürger in engagierter Form mitentscheiden, und im künftigen Landesschulgesetz wird dieses Modell gewiß seine Berücksichtigung finden,

Dr. Dirk Gentsch FB Pädagogik

15. Juni Auf den Spuren Otto von Bismarcks - Preis ab Potsdam 76,- DM, 6.00 bis gegen 22.00 Uhr

Die ausführlichen Reiseprogramme erhalten Sie auf Anfrage im URANIA-Haus und in den Geschäftsstel­len von Delphin-Reisen Potsdam.