TechnologieZentrum Dresden GmbH engagiert sich für Umweltfragen
Das Gemeinschaftsunternehmen von Technologie Zentrum Dortmund, Stadt Dresden und Technischer Universität Dresden hat die Unterstützung und Vermittlung innovativer Ideen in den Mittelpunkt seiner Tätigkeit gestellt. Damit soll vor allem ein Beitrag zur regionalen Strukturentwicklung in den fünf neuen Bundesländern geleistet werden. Technische Lösungen, die die Umwelt entlasten, haben dabei für das Technologie Zentrum einen überaus hohen Rang. Mit dem Handbuch*Umweltforschung TU Dresden”, das die TechnologieZentrum Dresden GmbH gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden herausgibt, wird das Ziel verfolgt, allen potentiellen Interessenten das beträchtliche wissenschaftliche und technologische Leistungsspektrum der Technischen Universität auf dem Gebiet der angewandten Umweltforschung vorzustellen und damit Anregungen für dessen Nutzung zu vermitteln.
Aufbauend auf bis in das vergangene Jahrhundert zurückreichende Traditionen der Technischen Hochschule Dresden in der Siedlungswasserwirtschaft und im Forstschutz hat sich die Technische Universität Dresden auf dem Gebiet der“klassischen” Umweltforschung, der Anwendung naturwissenschaftlicher Grundlagenforschung, des Ressourcenschutzes, der Umweltschutztechnik, des umweltgerechten Bauens bis hin zu ökosoziologischen, ökonomischen und kommunikativen Problemen des Umweltschutzes zum größten und leistungsfähigsten Forschungs- und Ausbildungszentrum in Sachsen entwickelt,
Im Handbuch*Umweltforschung TU Dresden” sind auf rund 50 Seiten, eingeteilt in 13 Komplexe, Forschungsprojekte dargestellt, die sich mit der Lösung umweltrelevanter Probleme.befassen.
Aufgeführt sind sowohl Projekte, die bereits abgeschlossen wurden, als auch solche, die sich in der Durchführungs- bzw. Vorbereitungsphase befinden. Zu jedem einzelnen Projekt sind neben einer Kurzbeschreibung der Lehrstuhl, der Lehrstuhlinhaber, der Projektverantwortliche und ein Ansprechpartner mit Adresse und Telefonnummer in übersichtlicher Form aufgeführt. Ein Schlagwortverzeichnis ermöglicht das zielgerichtete Nachschlagen. Konzipiert ist das Handbuch als Angebot konstruktiver Zusammenarbeit mit allen Partnern, die in Lehre und Ausbildung auf dem Gebiet des Schutzes und der Wiederherstellung unserer Umwelt arbeiten, Das"Handbuch Umweltforschung TU Dresden” versteht sich darüber hinaus als Angebotskatalog, der potentiellen Kooperationspartnern aus Industrie, Handel, öffentlichem Bereich sowie Verbänden das Auffinden geeigneter Partner für Projekte angewandter Umweltforschung ermöglichen soll.
Das Handbuch ist über die TechnologieZentrum Dresden GmbH Bergstraße 69, 0-8027 Dresden, zum Preis von 9,- DM erhältlich,
Von der WAB empfohlen Die Renaissance der Esoterik
Was ist nun wirklich dran an der Esoterik? Okkultismus, Spiritismus, Magie, Wunderheilen, Mystik, Reinkarnation, Östliche Weisheit, Schamanismus alles fauler Zauber, böser Spuk und perfide Geschäftemacherei? Es ist schwierig, sich ein Bild zu machen, die komplexen Zusammenhänge zu durchschauen.
Orientierungshilfe bietet eine Veranstaltung, die am 13. Februar, 19.30 Uhr in der Wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek Potsdam stattfindet. Der Schriftsteller Jörg Wichmann aus Bonn bietet in seinem Vortrag eine kompetente, vorurteilsfreie und sachliche Einführung. Er ermöglicht gründliche Einblicke in Geschichte, Weltbild und Praxis der Esoterik- sachkundig und ohne ideologische Scheuklappen. Dadurch wird die dringend notwendige Voraussetzung für eine kritische Auseinandersetzung geschaffen. Denn”*in der Esoterik findet sich viel Unsinniges, aber auch viel Bedenkenswertes auch nebeneinander. Wer unterscheiden will, kommt an einer gründlichen Beschäftigung mit dem Thema nicht vorbei.” Karten für die Veranstaltung sind in der Bibliothek am Platz der Einheit erhältlich.
Nr.04/91
Ein modifiziertes Gesamtschulkonzept sollte möglich
sein
Gedanken zur(Gesamt)-Schulreform im Lande
Brandenburg
Die Konzeption einer"Gesamtschule” wurde Anfang der 60er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland, hier besonders in Berlin(West), als Versuch, mit dem Neuentwurf eines neuen Schulmodells eine konstruktive Kritik am bestehenden dreigliedrigen Schulwesen und dessen Rückständigkeit wie sozialer Selektivität zu üben, entwickelt. Man unterschied zwischen einer integrierten und differenzierten Gesamtschule,
Eine integrierte Gesamtschule bedeutete:
Alle Schüler lernen in einer Schule. Differenzierte Gesamtschule hieß: Individuelle Bildungswege innerhalb einer Schule sind möglich. Die deutliche Kritik gegen das Nebeneinander von Haupt-, Realschulen und Gymnasium verlieh dem Gesamtschulmodell eine ungeheure, politisch betrachtet, mobilisierende Dimension. Die Entwicklung einer integrierten Gesamtschule setzte hierbei zunächst in Berlin(West) ein. In den sechziger Jahren bestand dabei ein deutlicher internationaler Entwicklungstrend im Hinblick auf bestehende Schulen mit einer besonderen pädagogischen Prägung, die bereits gesamtschulähnliche Züge aufwiesen, wie beispielsweise die High Schools in den USA, die damals neuen Comprehensive Schools in England oder die neunjährige schwedische Grundschule, die auch als Vorbild für andere skandinavische Länder galt. Die Übernahme westlicher Schulmodelle in der ehemaligen BRD war in der damaligen Zeit des verstärkten Ost-West-Konflikts als Ausdruck des"Kalten Krieges” nicht unwesentlich auch in deutlicher Abgrenzung zur*sozialistischen Einheitsschule” in der ehemaligen DDR geschehen.
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Das Wort*Einheitsschule” wurde vermieden und stattdessen(siehe oben) von der“integrierten” oder”differenzierten” Gesamtschule geredet, Die Forderung nach einer Gesamtschule als der Schule überhaupt wurde in jener Zeit vor allem von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft(GEW) und der SPD erhoben. Regionale Reformsätze in einigen sozialdemokratisch regierten Bundesländern erhielten im Jahre 1969 durch den Deutschen Bildungsrat mit seiner"Empfehlung zur Einrichtung eines Experimentalprogramms mit Gesamtschulen” ihre systematische Begründung sowie ihren programmatischen Rückhalt für eine beginnende Gesamtschulreform, d. h. der versuchsweisen Einrichtung von über 40 Gesamtschulen im gesamten Gebiet der ehemaligen BRD. Die Länderkultusminister vereinbarten noch im selben Jahr ein entspreChendes Versuchsprogramm mit zwei Gesamtschulvarianten(integrierte und kooperative Gesamtschule) mit Ganztags- oder Halbtagsunterricht. Bei der integrierten Form wurden die drei herkömmlichen Schularten(Haupt-, Realschule und Gymnasium) durch eine Schule ersetzt. Die starre vertikale Gliederung der Schularten wurde aufgehoben, und flexible Organisationsformen des Unterrichts wie Fachleistungskurse, wahlweise-obligatorische Kurse und wahlfreie Angebote wurden neben den weiterbestehenden Jahrgangsklassen eingeführt.
URANIA- BILDUNGSREISEN
26. bis 28. April
Tulpenblüte in Holland
- Teilnehmerpreis: 258,- DM
18. Mai(Tagestour)
Auf den Spuren der Königin Luise
- Preis ab Potsdam 64;- DM, 6.00 bis 21.00 Uhr 25. bis 26. Mai
Schlösser und Gärten in Kassel
- Teilnehmerpreis: 169,- DM
7. bis 8. Juni
Aus Anlaß des Weltumwelttages(5. Juni) Naturschutz in Schleswig-Holstein
- Teilnehmerpreis: 169,- DM
In der kooperativen Form blieben die drei traditionellen Schularten erhalten und wurden lediglich in einem Schulzentrum zusammengefaßt.
Anfang der 80er Jahre war die Erprobung der Gesamtschule nach einer 15jährigen Versuchsphase beendet, und ein Schlußpunkt in dieser Angelegenheit bildete die Vereinbarung der Länderkultusminister aus dem Jahre 1982 über die wechselseitige Anerkennung der Gesamtschulabschlüsse in der ehemaligen BRD. Außerdem verständigten sich die Länderkultusminister über die
grundsätzlichen Anforderungen und die inhaltlichorganisatorischen Grundzüge, die die Gesamtschulen zu erfüllen haben. Allerdings blieb die Entwicklung der Gesamtschule in der vormaligen BRD unter den in sie ursprünglich gesetzten Erwartungen, und auch Anfang der 80er Jahre hatte sie quantitativ gesehen nur eine geringe Bedeutung im Vergleich zu den anderen Schularten. So lernten beispielsweise im Schuljahr 1987/88 nur lediglich etwa 5 Prozent der Schülerschaft der 7. Schuljahrgangsstufe im Bundesdurchschnitt an einer Gesamtschule.,
Wurde im Jahre 1970 in der ehemaligen BRD noch vielfach die Meinung vertreten, mit Hilfe des Gesamtschulmodells in einer einmaligen Reform dem Schulwesen bundesweit eine neue institutionelle Struktur geben zu können, so geht man heute selbst in den Bundesländern mit hohem Gesamtschulanteil(Berlin-West 27,6%, Hamburg 18,7%, Hessen 15,1% und Bremen 9,3%) davon aus, daß dies nicht mehr so wie einst vorgesehen möglich ist. Im Lande Brandenburg wäre eine schulstrukturelle Synthese zwischen dem Gesamtschulmodell von Berlin(CWest) und der”zehnklassigen allgemeinbildenden Oberschule” möglich, und zwar könnte auf der Basis einer sechsjährigen Grundschule die vierjährige eigentliche Gesamtschule von Klassenstufe 7 bis 10 mit einem Unterricht in heterogenen Kern- oder Stammgruppen in Form der traditionellen Jahrgangsklassen und in einem differenzierenden Kurssystem mit einer Fachleistungsdifferenzierung in zusammengesetzten Lerngruppen, das eigentliche Kern-Kurs-System, mit einer flexiblen Differenzierung nach dem Jena-Plan Peter Petersens in Verbindung mit Konzepten des*adaptiven Unterrichts” bzw. des*Mastery Learning”, ferner nach dem Team-Kleingruppen-Modell oder des Unterrichts durch das Lehrerjahrgangssystem“Team TeaChing” sowie mit der Wahlpflicht- und Wahldifferenzierung(d. h. wahlweise-obligatorischer und fakultativer Unterricht) angeschlossen werden. Während oder nach Ablauf der Gesamtschulzeit sollten Übergänge in die Berufsausbildung bzw. in eine Ausbildungsform, die zur Hochschulreife(Abitur) führt, gewährleistet sein.
Uber die Einführung eines Gesamtschulmodells im Lande Brandenburg oder nicht werden allerdings seine Bürger in engagierter Form mitentscheiden, und im künftigen Landesschulgesetz wird dieses Modell gewiß seine Berücksichtigung finden,
Dr. Dirk Gentsch FB Pädagogik
15. Juni Auf den Spuren Otto von Bismarcks - Preis ab Potsdam 76,- DM, 6.00 bis gegen 22.00 Uhr
Die ausführlichen Reiseprogramme erhalten Sie auf Anfrage im URANIA-Haus und in den Geschäftsstellen von Delphin-Reisen Potsdam.