ZZ Id Die Bildnachricht
Studium/ Tips
Am 5. Februar waren alle Aspiranten und Forschungsstudenten unserer Einrichtung zu einer Veranstaltung mit dem Thema”Zur Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern- Aktuelle Probleme” eingeladen. Der Prorektor für Bildung, Dr. Berndt, schätzte ein, daß es sich um eine offene Aussprache handelte, in der Probleme und Unklarheiten angesprochen wurden. Den in der Ausbildung befindlichen Nachwuchswissenschaftliern konnten klare Aussagen gemacht werden. B.E.
Foto: Rüffert
Neue Fragen In der literaturwissenschaftlichen Lehre
Mit der zügigen politischen Wiedervereinigung beider Teile Deutschlands im vergangenen Jahr stellen sich auch für die literaturwissenschaftliche Lehre im Fachbereich Germanistik unserer Hochschule vollkommen neue, mitunter auch recht komplizierte Fragen. Der von mir an dieser Stelle vorgestellte thesenartige, sehr verkürzte Problemaufriß spiegelt einen ausschließlich persönlichen Standpunkt wider.
1. Der Lehrbereich zur deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts bedarf, auch und vor allem mit Blick auf eine künftige Konkurrenzfähigkeit in Lehre und Forschung, einer deutlichen inhaltlichen Umprofilierung. Das betrifft zuerst einmal bestimmte Quantitäten in der Ausbildungsstruktur. Es sollte dabei weniger darum gehen, die Lehre zur DDR-Literatur nun drastisch zu beschneiden, sondern vielmehr ist eine deutliche Erhöhung des Angebots zur BRD-Literatur, zur Österreichischen und zur Literatur der Schweiz im Grund- und Hauptstudium in Vorlesungen und Seminaren erforderlich.
2. Nichts wäre nun aber unsinniger als die Profilierung eines Lehrbereiches auf Kosten eines anderen. Man kann die Existenz einer 40jährigen DDR-Literatur, aus welchen Gründen auch immer, nicht einfach nivellieren und wegdiskutieren. Vielmehr sollte die DDR-Literatur als ein sehr eigener, spezifischer Beitrag zur deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts verstanden und auch weiterhin gelehrt werden. Ihr Beitrag zur deutschen Literatur unseres Jahrhunderts ist keineswegs zu unterschätzen.
3. Das setzt die Aufgabe unlogischer Periodisierungszwänge voraus, SO z.B. in Hinsicht auf
das Jahr 1945. Die österreichische und Schweizer deutschsprachige Literatur sind auf diese Art und Weise auf keinen Fall in der Lehre zu vertreten. Die Zäsur für einen Bereich*Neue deutsche Literatur” müßte auf jeden Fall mit der Jahrhundertwende, bezüglich der österreichischen und Schweizer Literatur sogar noch früher gesetzt werden. So ließe sich deutsche Gegenwartsliteratur weitaus komplexer einerseits aus ihren Traditionen erklären, andererseits aus sehr deutlichen Unterschieden- besonders nach 1945-, aber vor allem in der Dialektik von Eigenständigkeit und Gemeinsamkeit. Ganz neue Möglichkeiten eröffnen sich in diesem Zusammenhang auch für Lehrveranstaltungen, die sich der Poetologie und Literaturtheorie widmen.
.. Ausgesprochen mangelhaft ist bisher eine inter
disziplinäre Zusammenarbeit zwischen Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, besonders der Sprachtheorie, Philosophiegeschichte und allgemeine Geschichte, aber auch Kunstgeschichte, Psychologie und Wirtschaftsgeschichte bzw. Sozialwissenschaften. Will man sich ernsthaft der Magisterausbildung in den einzelnen Philologien widmen, ist hier schnellstens ein Umdenken gefordert,
Der Schwerpunkt einer verstärkten interdis
ziplinären Zusammenarbeit sollte unbedingt auf
den Beziehungen zwischen den einzelnen Philologien liegen. Das betrifft die Lehre, könnte sich aber auch inspirierend auf die Forschung auswirken. So wäre es sicherlich für viele Studenten interessant, in einer Vorlesung etwas über die Ausprägung der Moderne in England, Skandinavien, Deutschland, Österreich, Rußland und den USA zusammenhängend zu erfahren. Ebenso können aktuellste kulturelle wie literarische Entwicklungen- man nenne die Postmoderne- nur interdisziplinär und die Philologien übergreifend transparent gemacht werden. Ungeahnte Möglichkeiten würden sich im Aufbau eines Fachbereiches Romanistik eröffnen, für den ich an dieser Stelle unbedingt plädieren Möchte.
Dr. sc. P. Görlich FB Germanistik
A
Tip
Fahrradversicherung
Allein 1988 wurden 331.000 Räder gestohlen.
Trost boten da höchstens die Hausrat- oder spezielle Fahrradversicherung. Letztere verlangen nach Angaben der Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen jedoch meist eine Selbstbeteiligung zwischen zehn und zwanzig Prozent,
Außerdem seien 2000 Mark die Versicherungshöchstgrenze- bei Nobel-Modellen ist diese Summe schnell erreicht. Die Verbraucher-Zentrale hat Jahresbeiträge von 76 Mark("PLUS”, Neu-Isenburg), 77,80 Mark C'’RAFADI"), 85,60 Mark(Provinzial”, Düsseldorf) ermittelt,
Sie empfiehlt deshalb, das Rad über die"Hausrat” mitzuversichern. Für ein IO0O-Mark Rad liege der Aufpreis bei der“Debeka” als günstigster Anbieterin bei 25 bis 35 Mark jährlich, je nach Wohnort des Kunden. Im Fall des Falles gibt es immer ein neues, gleichwertiges Bike als Ersatz. Das Rad muß nach dem Abstellen allerdings immer gesichert und zwischen 22 und 6 Uhr zusätzlich in einem Raum eingeschlossen sein.
(Unicum, Februar 1991, S. 18)
Studenten brauchen Krankenkasse
Studentinnen und Studenten müssen krankenkassenversichert sein. Sind sie‘s nicht, haben sie schon bei der Immatrikulation Probleme- die Uni oder Hochschule muß sie abweisen. Wie Hans-Joachim Weh von der Deutschen Angestellten-Krankenkasse(DAK) in Potsdam jetzt berichtet, sind die Studentenbeiträge, falls die Familienversicherung nicht mehr in Anspruch genommen werden-kann, besonders günstig. Ein Gespräch mit der Krankenkasse rechtzeitig vor Beginn des Studiums bzw. bei bereits Immatrikulierten so bald wie möglich lohnt sich deshalb.
Wenden Sie sich bitte an Ihre DAK-Betreuungsstelle im Hochschulkomplex Il(Gebäude 14), Tel. 962332 ( innerhalb des Hochschulkomplexes Il Ruf-Nr. 2332).
Im Monat April ist außerdem vorgesehen, an der Brandenburgischen Landeshochschule mehrere Informationsveranstaltungen speziell für Studenten bzw. Forschungsstudenten/Aspiranten durchzuführen. Uber Termine und Veranstaltungsorte wird rechtzeitig informiert.
Deutsche Angestellten-Krankenkasse (Pressedienst)
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Nr.04/91