Heft 
(1.1.2019) 04
Einzelbild herunterladen

ZZ Id Die Bildnachricht

Studium/ Tips

Am 5. Februar waren alle Aspiranten und Forschungsstudenten unserer Einrichtung zu einer Veranstaltung mit dem ThemaZur Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern- Aktuelle Probleme eingeladen. Der Prorektor für Bildung, Dr. Berndt, schätzte ein, daß es sich um eine offene Aussprache handelte, in der Probleme und Unklarheiten angesprochen wurden. Den in der Ausbildung befindlichen Nachwuchs­wissenschaftliern konnten klare Aussagen gemacht werden. B.E.

Foto: Rüffert

Neue Fragen In der literaturwissenschaftlichen Lehre

Mit der zügigen politischen Wiedervereinigung bei­der Teile Deutschlands im vergangenen Jahr stellen sich auch für die literaturwissenschaftliche Lehre im Fachbereich Germanistik unserer Hochschule voll­kommen neue, mitunter auch recht komplizierte Fragen. Der von mir an dieser Stelle vorgestellte thesenartige, sehr verkürzte Problemaufriß spiegelt einen ausschließlich persönlichen Standpunkt wi­der.

1. Der Lehrbereich zur deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts bedarf, auch und vor allem mit Blick auf eine künftige Konkurrenzfähigkeit in Lehre und Forschung, einer deutlichen inhaltli­chen Umprofilierung. Das betrifft zuerst einmal bestimmte Quantitäten in der Ausbildungsstruk­tur. Es sollte dabei weniger darum gehen, die Lehre zur DDR-Literatur nun drastisch zu be­schneiden, sondern vielmehr ist eine deutliche Erhöhung des Angebots zur BRD-Literatur, zur Österreichischen und zur Literatur der Schweiz im Grund- und Hauptstudium in Vorlesungen und Seminaren erforderlich.

2. Nichts wäre nun aber unsinniger als die Pro­filierung eines Lehrbereiches auf Kosten eines anderen. Man kann die Existenz einer 40jähri­gen DDR-Literatur, aus welchen Gründen auch immer, nicht einfach nivellieren und wegdisku­tieren. Vielmehr sollte die DDR-Literatur als ein sehr eigener, spezifischer Beitrag zur deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts verstanden und auch weiterhin gelehrt werden. Ihr Beitrag zur deutschen Literatur unseres Jahrhunderts ist keineswegs zu unterschätzen.

3. Das setzt die Aufgabe unlogischer Periodi­sierungszwänge voraus, SO z.B. in Hinsicht auf

das Jahr 1945. Die österreichische und Schwei­zer deutschsprachige Literatur sind auf diese Art und Weise auf keinen Fall in der Lehre zu vertre­ten. Die Zäsur für einen Bereich*Neue deutsche Literatur müßte auf jeden Fall mit der Jahrhun­dertwende, bezüglich der österreichischen und Schweizer Literatur sogar noch früher gesetzt werden. So ließe sich deutsche Gegenwartslite­ratur weitaus komplexer einerseits aus ihren Tra­ditionen erklären, andererseits aus sehr deutli­chen Unterschieden- besonders nach 1945-, aber vor allem in der Dialektik von Eigenständig­keit und Gemeinsamkeit. Ganz neue Möglich­keiten eröffnen sich in diesem Zusammenhang auch für Lehrveranstaltungen, die sich der Poe­tologie und Literaturtheorie widmen.

.. Ausgesprochen mangelhaft ist bisher eine inter­

disziplinäre Zusammenarbeit zwischen Literatur­wissenschaft, Sprachwissenschaft, besonders der Sprachtheorie, Philosophiegeschichte und allgemeine Geschichte, aber auch Kunstge­schichte, Psychologie und Wirtschaftsgeschich­te bzw. Sozialwissenschaften. Will man sich ernsthaft der Magisterausbildung in den einzel­nen Philologien widmen, ist hier schnellstens ein Umdenken gefordert,

Der Schwerpunkt einer verstärkten interdis­

ziplinären Zusammenarbeit sollte unbedingt auf

den Beziehungen zwischen den einzelnen Phi­lologien liegen. Das betrifft die Lehre, könnte sich aber auch inspirierend auf die Forschung auswirken. So wäre es sicherlich für viele Studen­ten interessant, in einer Vorlesung etwas über die Ausprägung der Moderne in England, Skan­dinavien, Deutschland, Österreich, Rußland und den USA zusammenhängend zu erfahren. Ebenso können aktuellste kulturelle wie literari­sche Entwicklungen- man nenne die Postmo­derne- nur interdisziplinär und die Philologien übergreifend transparent gemacht werden. Ungeahnte Möglichkeiten würden sich im Auf­bau eines Fachbereiches Romanistik eröffnen, für den ich an dieser Stelle unbedingt plädieren Möchte.

Dr. sc. P. Görlich FB Germanistik

A

Tip

Fahrradversicherung

Allein 1988 wurden 331.000 Räder gestohlen.

Trost boten da höchstens die Hausrat- oder spe­zielle Fahrradversicherung. Letztere verlangen nach Angaben der Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen jedoch meist eine Selbstbetei­ligung zwischen zehn und zwanzig Prozent,

Außerdem seien 2000 Mark die Versicherungs­höchstgrenze- bei Nobel-Modellen ist diese Sum­me schnell erreicht. Die Verbraucher-Zentrale hat Jahresbeiträge von 76 Mark("PLUS, Neu-Isenburg), 77,80 Mark C'RAFADI"), 85,60 Mark(Provinzial, Düs­seldorf) ermittelt,

Sie empfiehlt deshalb, das Rad über die"Hausrat mitzuversichern. Für ein IO0O-Mark Rad liege der Aufpreis bei derDebeka als günstigster An­bieterin bei 25 bis 35 Mark jährlich, je nach Wohnort des Kunden. Im Fall des Falles gibt es immer ein neues, gleichwertiges Bike als Ersatz. Das Rad muß nach dem Abstellen allerdings immer gesichert und zwischen 22 und 6 Uhr zusätzlich in einem Raum eingeschlossen sein.

(Unicum, Februar 1991, S. 18)

Studenten brauchen Krankenkasse

Studentinnen und Studenten müssen krankenkas­senversichert sein. Sind sies nicht, haben sie schon bei der Immatrikulation Probleme- die Uni oder Hochschule muß sie abweisen. Wie Hans-Joachim Weh von der Deutschen Angestellten-Kran­kenkasse(DAK) in Potsdam jetzt berichtet, sind die Studentenbeiträge, falls die Familienversicherung nicht mehr in Anspruch genommen werden-kann, besonders günstig. Ein Gespräch mit der Kranken­kasse rechtzeitig vor Beginn des Studiums bzw. bei bereits Immatrikulierten so bald wie möglich lohnt sich deshalb.

Wenden Sie sich bitte an Ihre DAK-Betreuungsstelle im Hochschulkomplex Il(Gebäude 14), Tel. 962332 ( innerhalb des Hochschulkomplexes Il Ruf-Nr. 2332).

Im Monat April ist außerdem vorgesehen, an der Brandenburgischen Landeshochschule mehrere Informationsveranstaltungen speziell für Studenten bzw. Forschungsstudenten/Aspiranten durchzu­führen. Uber Termine und Veranstaltungsorte wird rechtzeitig informiert.

Deutsche Angestellten-Krankenkasse (Pressedienst)

Sie haben Fragen?

Wenden Sie sich doch einfach an die STUDIENBE­RATUNG!

Die Studienberatung informiert über Studienmöglichkeiten, Fächerkombinationen, Ab­schlüsse, Zulassungsvoraussetzungen und Immatri­kulationen,

Wir beraten Sie zu Fragen, die mit dem Studium zusammenhängen, z.B. was zu bedenken ist, bevor Sie sich entscheiden- egal ob Sie ein Studium beginnen, abbrechen, wechseln oder abschlie­ßen.

KOMMEN SIE ZU UNS(Raum H 110/111)!

Montag, Dienstag, Donnerstag 9.30- 11.30 Uhr

13.00- 15,30 Uhr Mittwoch, Freitag 9.30- 11.30 Uhr RUFEN SIE UNS AN(Tel. 910676)! Montag bis Freitag 7.30- 9.00 Uhr

9.30- 11.30 Uhr 13.00- 16.30 Uhr Nutzen Sie außerdem in den Fachbereichen die STUDIENFACHBERATUNG, die sich auf die Beratung zum jeweiligen Fach(z.B. Aufbau des Studiums, Anerkennung von Studienleistungen,...) erstreckt,

Nr.04/91